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Nov 21 2012

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Aufwärmprogramm vor dem Spiel von Martin Hasenpflug

Im Jugendfußball sollte das Aufwärmen vor dem Spiel eine nicht zu große zeitliche Dimension einnehmen. Erfahrungsgemäß reichen 20 – 25 Minuten. Optimal ist es die Ersatzspieler komplett ins Aufwärmprogramm einzubinden. So kann das Aufwärmen zu einer zusätzlichen „kleinen Trainingseinheit“ werden.

Das Aufwärmprogramm sollte die Themen des Turbo-Lernfußballs aufgreifen und zusätzlich das Element Kopfball beinhalten. Der Kopfball kommt im Training oft zu kurz und ist für die Defensive und Offensive gleichermaßen wichtig. Aufgrund der wiederkehrenden Merkmale des Turbo-Lernfußballs wird den Spielern nochmal die von ihnen erwartete Spielweise vergegenwärtigt.

Ein Aufwärmprogramm gemäß dem Turbo-Lernfußball kann wie folgt aussehen:

  1. Brasilianisches Aufwärmen mit allen Spielern (inkl. Torwart). Siehe das Buch Fußballtraining total – Das Martin-Hasenpflug-System. 4 Minuten.
  2. Weite und druckvolle Flachpässe mit einer Ballan- & Mitnahme nach hinten kombinieren. Beidfüßigkeit fordern. Ein Parcours für 4 – 5 Spieler besteht aus einem Hütchendreieck (siehe Übung unten). 6 Minuten.
  3. Zwei Spieler gehen mit einem Ball zusammen. Jeder Spieler absolviert nun zehn Kopfbälle aus der Vorwärtsbewegung heraus. Dazu läuft der Spieler nach jedem Kopfball 3 – 4 Meter Rückwärts, kommt dem Werfer dann direkt wieder entgegen und bekommt den Ball zugeworfen. 2 Minuten.
  4. Die zehn ersten Feldspieler spielen in einem Feld (20 x 30 Meter) auf Ballhalten. Dazu zwei 4er-Teams bilden und 2 neutrale Spieler bestimmen. Freies Spiel und das verteidigende Team soll nicht zu aggressiv auf Balljagd gehen (Balleroberung eher durch Abfangen von Pässen). Die Ersatzspieler absolvieren parallel dazu ein einfaches Kreisspiel (z. B. 3 gegen 1). 4 Minuten.
  5. Torschuss mit dem Schwerpunkt Klatsch & Dreh (siehe Übung unten). Viele Aktionen, da die Startposition direkt neben dem Tor liegt. Der Aufbau ist für Rechts- und Linksfüßer gleichermaßen geeignet. Ersatzspieler (wenn es nicht zuviele sind) werden wieder eingebunden. 5 Minuten.
  6. Die elf Startspieler stellen sich in zwei Reihen hintereinander auf und absolvieren sechs Antritte über je 8 – 10 Meter. Antritte durch folgende Aktionen einleiten: Schattenkopfball, komplette Körperdrehung, zweimal gegenseitig Abklatschen, zwei Schritte vor und ein zurück. 2 Minuten.

Während und zwischen den Punkten 2 und 4 wird der Torwart separat aufs Spiel vorbereitet.

Übung von Punkt 2

Organisation & Ablauf (Übung Punkt 2)

Ein Hütchendreieck (20 x 8 Meter) aufbauen.

Zwei Spieler mit einem Ball am Starthütchen A stellen und Hütchen B und C einfach besetzten. Spieler B steht in offener Stellung ca. 2 Meter hinter Hütchen B.

Spieler A passt zu Spieler B. Der Pass soll exakt zwischen Hütchen B und Spieler B erfolgen. B absolviert eine Ballan- und Mitnahme Richtung C und passt mit seinem zweiten (dritten) Kontakt zu C. Spieler C stoppt den Ball und sobald der neue Spieler B auf Position ist, startet der gleiche Ablauf von der anderen Seite.

Spieler A und C folgen ihren Pässen zu B und B wechselt immer auf die Außenposition (A oder C) von der er nicht kam.

Spieleranzahl: 4 – 5 Spieler. Der fünfte Spieler stellt sich bei C an.

Variation: Die Entfernungen der Hütchen zueinander ändern.

Tipp: Pässe maximal druckvoll und flach spielen. Ohne Ballrotation passen. Spieler B hat immer mit dem hinteren Fuß den ersten Ballkontakt. Beim Wechsel auf eine Außenposition Blick zum Ball.

Übung von Punkt 5

Organisation & Ablauf (Übung Punkt 5)

Zwei Hütchen A und B im Abstand von ca. 12 Meter entsprechend der Zeichnung im Strafraum platzieren. Ein Hütchentor C (Breite: 2 Meter) außerhalb des Strafraums stellen.

Die Positionen B und C jeweils doppelt besetzen. Spieler C stehen dabei ca. 2 Meter hinter dem Hütchentor. Die restlichen Spieler mit je einem Ball ans Starthütchen A postieren.

Spieler A passt mit dem Kommando „Klatsch“ oder „Dreh“ zu B. Je nach Kommando lässt B auf A klatschen oder dreht sich Richtung C auf. Es folgt nun ein Pass zwischen dem Hütchentor C und Spieler C. Je nach Schussbein wird der Pass nach außen mitgenommen oder durch das Hütchentor gedribbelt.

Die Spieler folgen ihren Pässen.

Spieleranzahl: 7 – 14 Spieler. Ab 15 Spieler werden die Wartezeiten zu lang.

Variation: Gleicher Aufbau auf der anderen Strafraumseite. Auftaktbewegung von B.

Tipp: Das Kommando laut und frühzeitig geben. Spieler B in den inneren Fuß passen. B lässt leicht nach Innen in den Raum klatschen. Auf eine hohe Passqualität zwischen allen Positionen achten.

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