Martin Hasenpflug über Viererkette im Amateurbereich

März 10th, 2010 by Martin Hasenpflug

Der Gründer unserer Initiative abwehrkette.de Martin Hasenpflug wurde von dem neuen Fußballmagazin Final Kick zum Thema Viererkette im Amateurbereich und in der Jugend befragt. Die Antwort floss in einem Artikel ein, welches sich mit der Fragestellung “4er-Abwehrkette spielen Ja oder Nein” befasst. Es kamen weiterer Trainer aus dem Fußballkreis Wuppertal/Niederberg zu Wort.

Da sich diese grundsätzliche Frage für Martin Hasenpflug gar nicht erst stellt, fiel auch entsprechend deutlich seine Meinung aus. Das Magazin hat zwar etwas reißerisch die Aussage unseres Gründers aufgemacht, doch Hasenpflug kommentierte es humorvoll: “Ich komme zwar mit meinen Ansichten etwas fundamental rüber, doch zugunsten einer erfrischenden Diskussion nehme ich das gerne in kauf.”

Die Printausgabe der Final Kick titelte nämlich wie folgt: “Hasenpflug: Wer mit Libero spielt, hat den Fußball nicht verstanden”. An dieser Stelle möchten wir nochmal betonen, im Verlaufe des Artikels ist es aber auch ersichtlich, dass die Rede war von “den modernen Fußball nicht verstanden”. Es fehlt zwar nur ein Wort, doch die Aussage relativiert sich dadurch etwas. Wie wir mitbekamen hat der Artikel große Wellen geschlagen und eine neue Diskussion “Pro Viererkette” entfacht.

Einige Trainer haben durch ihre Aussagen jedoch erschreckende Unwissenheit in Bezug auf die 4er-Abwehrkette offenbart. So wusste einige Trainer bis Landesliga hinaus nicht, dass das Spiel mit der Viererkette und das Abseitsspiel von einander unabhängige Dinge sind. Auf Abseits kann man auch mit dem Libero-System spielen und wir die Initiative abwehrkette.de empfehlen in der Jugend oder unterem Amateurbereich nicht das Einstudieren einer Abseitsfalle.

Unsere nächste erschreckende Erkenntnis, dass sich manche Trainer so wenig mit der ballorientierten Verteidigung auskennen, dass diese ihr Libero-System mit zwei Manndeckern als Dreierkette bezeichneten. Für diese Herren nochmal zum Mitschreiben: Innerhalb einer Dreierkette wird ballorientiert verteidigt und es gibt daher auch keine Manndeckung! Gegenspieler werden auch hier übergeben, ballferne Gegenspieler werden im Raum stehen gelassen und man rückt Richtung Ball ein. Brasilien und Südkorea praktizierten bei der WM 2002 eine Dreierkette mit den typischen Merkmalen einer ballorientierten Verteidigung.

Ansonsten kommt auch wieder die alte Leier, dass man nicht die richtigen Spieler hätte. Wer es schafft seine Mannschaft von den Vorteilen der ballorientierten Verteidigung zu überzeugen und das nötige Trainer-Know-How besitzt es einzustudieren, wird mit jeder Mannschaft in der Lage sein, sich durch eine Umstellung auf eine Viererkette (Dreierkette) zu verbessern. Die Vorteile überwiegen den dazu benötigen Trainingsaufwand, wo eventl. andere Trainingsinhalte gekürzt werden!

In dem besagten Artikel gibt es aber natürlich neben Martin Hasenpflug weitere Kenner der Abwehrkette, die diese auch in ihren Vereinen erfolgreich eingeführt haben. Wen wundert es da, dass gerade diese Trainer, die qualifizierteste Vita vorzuweisen haben?

In der folgenden Grafik die Seite der Final Kick mit Martin Hasenpflugs Kommentar zum Thema:

Martin Hasenpflug in der Final Kick

Martin Hasenpflug in der Final Kick

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Erfolgreich in der C-Jugend auf Viererkette umgestellt

März 1st, 2010 by Martin Hasenpflug

Theorie ist immer gut und schön, aber funktioniert dies auch in der Praxis? Diese Frage wird sich der eine oder andere Leser unserer Seite schon gestellt haben. Gerade dann, wenn man sich nicht sicher ist ob etwas funktioniert, können einem Erfahrungsberichte enorm weiterhelfen. Einen solchen Erfahrungsbericht möchten wir mit diesem Artikel liefern.

Ausgangslage beim Umstellen auf Viererkette in der C-Jugend war eine durchschnittliche Mannschaft in der noch kein Spieler mit der Viererkette spielte und auch kein Spieler Vorwissen in diesem Bereich besaß. Es war auch nur wenig Vorwissen im Bereich 1-gegen-1 in der Defensive vorhanden.

Mit einer dreiwöchigen Vorbereitung begann man mit der Einführung der Viererkette, wie sie in Spielend zur Viererkette beschrieben ist. Während der Saison wird zweimal trainiert auf Kunstrasen und Asche. In dieser Zeit wurde nach dem Konzept von Fußballtraining mit Kids trainiert. Es wurde also nach der Vorbereitung nur noch relativ wenig Viererkette trainiert. Es beschränkte sich meist darauf, dass man ab und zu 4-gegen-4 spielte, bzw. im Abschlussspiel wert auf eine ballorientierte Verteidigung legte.

Vom ersten Spiel an wurde konsequent mit Viererkette gespielt und im Laufe der Saison nur zweimal kurz vor Schluß auf Dreierkette, zugunsten eines dritten Stürmers, umgestellt. Damit hatte man dann jeweils einen Rückstand aufgeholt.

Die Viererkette war somit vom ersten Saisonspiel an wettkampftauglich. Im Laufe der Saison verbesserte sie sich kontinuierlich und es wurden immer mal “neue” Spieler in die Viererkette integriert, so dass nach 2/3 der Saison viele Konstellationen für den Trainer möglich sind.

Tabellarisch hat man sich in der Spitzengruppe der Leistungsklasse mit den zweitmeisten geschossenen Toren festgesetzt. Zusätzlich hat man, wenn man ein einziges Spiel streicht, auch die wenigsten Gegentreffer der Liga bekommen. Zwischen dem Hinspiel und dem Rückspiel des nächsten Gegners kassierte man inkl. Freundschaftsspiele nur einen Gegentreffer. Das sind ca. vier Monate.

Man mag vielleicht einwenden, dass man auf besonders komfortable Arbeitsbedingungen stieß. Aber auch als Trainer dieser Mannschaft ist man mit diversen Problemen konfrontiert, wie sie oft im Jugendbereich vorzufinden sind.

Nach ca. sechs Monaten Viererkette kann man sagen, dass diese Spielweise in der Mannschaft kein großes Thema mehr ist und einfach ohne groß drüber nachzudenken umgesetzt wird. Probleme würde man nur bekommen, wenn man jetzt von den Spielern erwarten würde, dass sie wieder Gegnerorientiert spielen sollten. Die Viererkette ist zu einer solchen Selbstverständlichkeit gewachsen, dass die Spieler garnicht mehr genau wüssten wie sie ihr altes Spiel umsetzen sollten.

Die souveräne Spielweise der Viererkette ist schon DFB-Stützpunkttrainern aufgefallen. Die von sich aus mit diesem Thema an den Trainer herantraten. Durch das moderne Spiel wird man für den DFB interessant und es steigen die Chancen der Spieler für die Kreisauswahl nominiert zu werden.

Neulich wurde die Initiative abwehrkette.de gefragt, auf welche typische Anfängerfehler man bei der Umstellung achten sollte. Deshalb werden wir hier zum Schluss noch kurz erwähnen, dass das Stellungsspiel, wie auch das Verschieben und doppeln sehr schnell gelernt wird.

Größere Aufmerksamkeit sollte man dagegen seinen Innenverteidigern widmen. Die müssen auf jedenfall lernen, dass sie bei einem Flugball des Gegners in die Spitze, sich sofort in die Tiefe fallen lassen, damit sie mit Tempo in den Ball gehen können. Erfahrungsgemäß dauert es etwas länger bis die Abwehr begreift, dass sie nur knapp 10 Meter hinter dem Mittelfeld postiert sein soll. Die Außenverteidiger sollen sich immer ins Angriffsspiel einschalten oder zumindest den freien Raum zwischen Innenverteidigung und dem Angriffsschwall besetzen. Auch alle Spieler (besonders aber die Innenverteidiger) immer wieder auffordern den in den Zweikampf gehenden Mitspieler abzusichern. Angreifer oder Mittelfeldspieler die ausgespielt oder überspielt werden, setzen nach und versuchen nach hinten zu doppeln. Der ballnahe Innenverteidiger rückt zum ballführenden Gegner vor und bildet zusammen mit seinen Mitspielern ein Abwehrdreieck.

Wer ähnliche Erfolge verbuchen möchte, wird in Spielend zur Viererkette einen guten Ratgeber finden!

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Das große Plädoyer für die Viererkette

Februar 16th, 2010 by Martin Hasenpflug

Bisher gab es nicht allzuviele Hilfsmittel für den ambitionierten Fußballtrainer systematisch auf das ballorientierte Spiel umzustellen. Im deutschsprachigen Raum gibt es dazu gerademal zwei Publikationen, die sich dann aber auch an den mittleren Bereich des Seniorenfußballs wenden.

Wie sieht es aber mit entsprechenden Trainingsbüchern für den Jugendfußball oder dem unteren Amateurbereich aus? Sehr rar! Die Trainer solcher Mannschaften waren bisher gezwungen sich mühsam das Material aus verschiedenen Quellen zusammenzusuchen. Natürlich ohne Garantie auf Funktion. Gerade im Jugendfußball ist aber heutzutage die Ausbildung im ballorientierten Spiel absolute Pflicht!

Wer nicht spätestens im Jahr 2010 auf Viererkette und einem kreativen Offensivspiel umstellt, handelt fahrlässig und raubt seinen Jungspielern wertvolle Entwicklungszeit. Ab der C-Jugend sollte konsequent auf Viererkette umgestellt werden. Nur so kann man dem Spieler eine starke spielerische und taktische Basis bieten, die ihm positiv auf seinem zukünftigen fußballerischen Weg begleitet.

Die unteren Teams schauen immer mit Ehrfurcht auf die großen Klubs und vermuten dort das Praktizieren von Voodoo oder ähnlichem. Dies ist jedoch nicht so, sondern deren Stärke basiert auf effizient strukturierte Trainingsmethoden. Doch gerade Teams von kleineren Vereinen können von den neusten Entwicklungen der Jugendfußballerausbildung profitieren und eine spielstarke Mannschaft auf die Beine stellen!

Die Initiative abwehrkette.de hat nun unter Leitung Martin Hasenpflugs ein Trainingslehrbuch verfasst, welches dem Fußballtrainer genau dies ermöglicht. In Spielend zur Viererkette - Zeitgemäßes Jugendfußballtraining wird der denkbar einfachste Weg zu einer effizient agierenden Viererkette gezeigt. Dieses Buch beinhaltet fertige Trainingspläne, die vom Einfachen zum Schweren aufgebaut sind, die der Trainer entweder 1-zu-1 übernehmen kann oder einfach nach seinen Bedürfnissen anpasst.

Das herausragende an der dargestellten Trainingsmethotik ist vorallem die Schnelligkeit in der die angestrebten Trainingsziele erreicht werden können. Dieses Tempo wird auch nur dadurch erreicht, weil die dargebotenen Übungen und Aufgaben extrem motivierend und wirkungsvoll sind. Das Buch beginnt mit dem Hintergrundwissen zur Viererkette. Es folgen die ausführlichen Schwerpunkte Viererketten-Crashkurs, 1-gegen-1 in der Defensive, Gruppentaktik, Doppeln und Mannschaftsverbund.

Bisherige Bücher behandelten das Thema sehr einseitig und das Eintrainieren verlief dann auch entsprechend trocken und langweilig. Zusätzlich war es schwer die benötigte Zeitspanne zum Einstudieren der Viererkette auszumachen und dadurch eine gewisse Planungssicherheit zu erhalten. Aber will man sich wirklich über Wochen auf diese Art durchs Training schlagen? Wird dies nicht spätestens nach der zweiten Einheit sehr demotivierend für die Spieler? Gerade für die Jugend muss ein anderer Weg gewählt werden! Sie wollen Ballkontakte, Erfolgserlebnisse und Abwechslung. Unter diesen Faktoren ist die Begeisterung am stärksten und deshalb sind dann auch hier die Lernfortschritte am größten.

Hauptziel des ballorientierten Spiels in der Defensive (ballorientiertes Verteidigen) ist ja der kontrollierte Ballgewinn. Aus diesem Grund versucht Martin Hasenpflug in seinem Buch das Offensivspiel direkt mit dem Spiel der Viererkette zu verknüpfen. Was ist also nach dem Ballgewinn zu tun? Diese Frage wird ebenfalls ausführlich in Spielend zur Viererkette beantwortet und mit kompletten Trainingseinheiten zum Erlernen eines effektiven Offensivspiels begleitet. Dadurch ist dieses Buch das erste seiner Art im deutschsprachigen Raum, welches das Viererketten-Training optimal mit einem Training für das Offensivspiel verbindet.

Spielend zur Viererkette als Ganzes genommen ist ein großes Plädoyer an alle Fußballtrainer, die sich bisher noch nicht an das Thema wagten, auf Viererkette umzustellen. Mit der Veröffentlichung dieses Buches haben nun alle Trainer die Möglichkeit mit ihrer Mannschaft einen zeitgemäßen Fußball zu spielen.

Ab heute hat man bei Amazon.de die Möglichkeit sich vormerken zu lassen, um dann bei Verfügbarkeit des Buches eine E-Mail-Benachrichtigung zu bekommen. Der Vorteil bei Amazon ist eine schnelle und versandkostenfreie Lieferung.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort * Geschichte der Viererkette * Das ballorientierte Spiel * Trainingsphilosophie * Brasilianisches Aufwärmen * Das Abschlussspiel * Ballan- und Ballmitnahme * Viererkette Kompakt * Mannschaftsverbund Kompakt * Viererketten-Crashkurs * 1-gegen-1 Kompakt * 1-gegen-1 in der Defensive * Gruppentaktik Kompakt * Gruppentaktik * Doppeln Kompakt * Doppeln * Das Offensivspiel * Offensivspiel Kompakt * Offensiv & Kreativ * Standardsituationen * 20 Tipps für das Fußballtraining.

Martin Hasenpflugs neues Trainingsbuch: Spielend zur Viererkette - Zeitgemäßes Jugendfußballtraining. ISBN 3-8391-4836-7. 100 Seiten. 9,80 EUR.

Martin Hasenpflugs neues Trainingsbuch: Spielend zur Viererkette - Zeitgemäßes Jugendfußballtraining. ISBN 3-8391-4836-7. 100 Seiten. 9,80 EUR.

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Perfektes Zusammenspiel zwischen Viererkette und Mittelfeld

Februar 4th, 2010 by Martin Hasenpflug

Die eifrigen Leser unserer Seite wissen bereits, dass das Spiel mit der Viererkette die ganze Mannschaft betrifft. Das Mittelfeld und der Angriff hat genauso wie die Viererkette, bei gegnerischen Ballbesitz Defensivarbeit zu leisten. Nur wenn die ganze Mannschaft aufeinander abgestimmt agiert, kann das Spiel mit der Viererkette seine volle Stärke entfalten.

Volle Stärke bedeutet kontrollierter Ballgewinn und direkte Einleitung des Offensivspiels. In den folgenden Bildern werden wir zeigen, wie das Mittelfeld in den verschiedenen Spielsituationen zu handeln hat. Wir gehen davon aus, dass die Mannschaft in einem 4-4-2 agiert. Das Spiel mit der Viererkette kann nach dem Studieren der Bilder noch besser verstanden werden und mit diesem Wissen wird man in der Lage sein, eigene Lösungswege für mögliche Spielsituationen zu finden.

Das Ganze können wir wieder als PDF-Datei anbieten, damit die Trainer die Möglichkeit haben es ihren Spielern auszudrucken.

Unterstützung eines Mittelfeldspielers (Ball außen): Der druckausübende Außenverteidiger geht so in die seitliche Stellung, dass er den Ballführenden nach innen zum Mittelfeldspieler steuert. Ein zweiter Mittelfeldspieler würde das Zentrum absichern.

Unterstützung eines Mittelfeldspielers (Ball außen): Der druckausübende Außenverteidiger geht so in die seitliche Stellung, dass er den Ballführenden nach innen zum Mittelfeldspieler steuert. Ein zweiter Mittelfeldspieler würde das Zentrum absichern.

Unterstützung eines Mittelfeldspielers (Ball zentral): Der Mittelfeldspieler übt Druck auf den Ballführenden aus. Die Außenverteidiger rücken etwas vor, um Querpässe abfangen zu können. Ein zweiter Mittelfeldspieler würde helfen, den Ballführenden zu doppeln.

Unterstützung eines Mittelfeldspielers (Ball zentral): Der Mittelfeldspieler übt Druck auf den Ballführenden aus. Die Außenverteidiger rücken etwas vor, um Querpässe abfangen zu können. Ein zweiter Mittelfeldspieler würde helfen, den Ballführenden zu doppeln.

Pass in die Tiefe: Bietet sich eine Sturmspitze als Anspielstation an, bildet die Viererkette ein Abwehrdreieck. Der Ballführende wird vom Mittelfeld gestellt oder gedoppelt. Erfolgt ein Pass zur Sturmspitze, doppeln möglichst zwei Mittelfeldspieler nach hinten.

Pass in die Tiefe: Bietet sich eine Sturmspitze als Anspielstation an, bildet die Viererkette ein Abwehrdreieck. Der Ballführende wird vom Mittelfeld gestellt oder gedoppelt. Erfolgt ein Pass zur Sturmspitze, doppeln möglichst zwei Mittelfeldspieler nach hinten.

Ball zentral: Das Mittelfeld erzeugt ein Abwehrdreieck und die Viererkette bleibt in Ausgangsposition mit leicht aufgerückten Außenverteidigern.

Ball zentral: Das Mittelfeld erzeugt ein Abwehrdreieck und die Viererkette bleibt in Ausgangsposition mit leicht aufgerückten Außenverteidigern.

Ball außen: Das Mittelfeld und die Viererkette erzeugen je eine Sichel. Der Mittelfeldaußen doppelt zusammen mit einem zentralen Mittelfeldspieler den ballführenden Gegner.

Ball außen: Das Mittelfeld und die Viererkette erzeugen je eine Sichel. Der Mittelfeldaußen doppelt zusammen mit einem zentralen Mittelfeldspieler den ballführenden Gegner.

Flugball: Sobald der Gegner zum Flugball in die Sturmspitze ansetzt, lassen sich die Spieler der Viererkette nach hinten fallen. Somit können sie mit Tempo in den Ball starten. Nach dem Flugball doppeln zwei ballnahe Mittelfeldspieler nach hinten.

Flugball: Sobald der Gegner zum Flugball in die Sturmspitze ansetzt, lassen sich die Spieler der Viererkette nach hinten fallen. Somit können sie mit Tempo in den Ball starten. Nach dem Flugball doppeln zwei ballnahe Mittelfeldspieler nach hinten.

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Die Angreifer im Spiel mit der Viererkette

Januar 28th, 2010 by Martin Hasenpflug

Der Laie mag auf den ersten Blick beim Titel dieses Artikel sich fragen, was denn die Angreifer mit dem Abwehrsystem einer Mannschaft zu tun haben? Doch das Spiel mit der Viererkette bringt nur maximale Effektivität, wenn alle Mannschaftsteile sich daran beteiligen.

Wir werden hier mal kurz und knapp die Aufgaben der Angreifer in einem 4-4-2-System erläutern. Wie sie sich zu verhalten haben, wenn die eigene Mannschaft in Ballbesitz ist und was zu tun ist, wenn der Gegner den Ball hat.

Bei eigenem Ballbesitz agieren die beiden Angreifer in einer Tiefenstaffelung, dass heißt ein Angreifer befindet sich deutlich näher Richtung eigenem Tor als der Andere. Sie beobachten das Stellungsspiel des Gegners. Besonders der tiefer agierende Angreifer versucht beim Spielaufbau der eigenen Mannschaft Lücken im gegnerischen Mannschaftsverbund auszumachen und ein Zuspiel in diese zu fordern. Er läuft jedoch erst in diese “Schnittstelle”, sobald seine Mannschaft auch in der Lage ist diesen Pass zu spielen. Läuft er zu früh in die Lücke, wird sie vom Gegner erkannt und geschlossen.

Gerade das Spiel mit zwei Angreifern (gegenüber drei Angreifern) bietet sich immer das schnelle Spiel durchs Zentrum an, da man auf dem Flügel nicht ganz so präsent ist. Das oberste Ziel der Angreifer muss es sein, im zentralen Bereich des gegnerischen Tors, eine Anspielstation zwischen Abwehr und Mittelfeld des Gegners zu schaffen. Gelingt ihnen dass und ein Angreifer ist in diesem Bereich im Ballbesitz, so versuchen zwei Mitspieler links und rechts von ihm in die Tiefe zu einem Pass zu starten. Der besagte Bereich wird in der Fußballersprache als “Red Zone” bezeichnet.

Darüber hinaus sollen die Angreifer darauf achten, dass der ballführende Mitspieler stets Anspielstationen in Breite und Tiefe besitzt. Gerade der tiefer agierende Angreifer muss sich öfters mal vom Gegner lösen, um dem Ballführende eine Anspielstation zu bieten. Steht der gegnerische Mannschaftsverbund im Zentrum sehr kompakt, können die Angreifer mittels kreuzen erreichen, dass dem Gegner die Zuordnung in der Defensive verloren geht.

Die Angreifer sollten nach Möglichkeit immer flach und druckvoll angespielt werden. So wird ihnen die Ballannahme erleichtert und dem Gegner gleichzeitig das Abfangen des Passes erschwert. Sollte sich für den Angreifer keine aussichtsreiche Anspielstation anbieten, weil sich die Mitspieler noch auf dem Weg zu ihm befinden, so behauptet er solange den Ball, bis er den nachrückenden Mitspielern den Ball zuspielen kann.

Hat die Mannschaft es nun geschafft eine Torchance für den Angreifer zu erspielen. So soll diese zielstrebig genutzt werden. Angreifer sollen Mut zum Risiko zeigen und auch keiner aussichtsreichen 1-gegen-1-Situation aus dem Weg gehen! Die Angreifer beobachten stets das Spielgeschehen und versuchen mögliche Spielsituationen vorauszuahnen, um dann im richtigen Augenblick eher als der Gegenspieler am Ball zu sein.

Befindet sich nun der Gegner in Ballbesitz und versucht das Spiel aus der eigenen Hälfte aufzubauen, sind die beiden Angreifer die vorderste Spitze des Defensivbundes. Ist die eigene Mannschaft im Zentrum sehr gut besetzt, weil sie z.B. mit zwei 6er spielt, dann agieren die beiden Angreifer in größerer Distanz zueinander und laufen den ballführenden Gegner links und rechts von der Seite an, um ein Pass ins Zentrum zu provozieren.

Ein Angreifer setzt den Pass nach und versucht zusammen mit den zentralen Mittelfeldspielern den Ballführenden zu doppeln. Der zweite Angreifer bleibt vor dem Ball und versucht, indem er sich ballorientiert verschiebt, einen Rückpass des Gegners zu verhindern. Durch diese Aktion wird Überzahl in Ballnähe geschaffen und durch das Doppeln eine kontrollierte Balleroberung ermöglicht.

Spielt man ein System, indem die Flügel stark besetzt sind (z.b. mit Außenstürmern), so sollte man versuchen den Spielaufbau des Gegners auf die Flügel zu lenken. Dies geschieht, indem ein Angreifer im Zentrum auf vorderster Front agiert und der zweite Angreifer verschiebt sich deutlich tiefer ballorientiert.

Der vordere Angreifer kann nun den Verteidiger dazu verleiten, dass dieser auf den Flügel spielt, indem er ihn seitlich anläuft. Sobald dann der Pass nach außen gespielt wird, setzt der tiefer agierende Angreifer zum Doppeln nach und die anderen Mitspieler verschieben sich deutlich zum Ball und stellen alle Anspielstationen des Ballführenden zu.

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Raumdeckung und Flügelspiel: Louis van Gaal entzaubert die Bundesliga

Januar 19th, 2010 by Martin Hasenpflug

Louis van Gaal der Fußballtrainer aus Holland ist Meistermacher, Champions-League-Sieger und Fußballrevolutionär in Einem. Kein Trainer steht mehr für das 4-3-3, Raumdeckung und einem effektiven Flügelspiel wie er.

Am Anfang tat sich Bayern München noch schwer van Gaals Fußballphilosophie umzusetzen. Man prophezeite sein baldiges Ende und stellte immer wieder den Vergleich zu Jürgen Klinsmann, dass sogar dieser zum gleichen Zeitpunkt ein Jahr zuvor besser dastand. Doch nach mittlerweile einem halben Jahr Arbeit ist Bayern München soweit, dass scheinbar keine Mannschaft der Bundesliga sie stoppen kann. International dübierte man zuletzt Juventus Turin auf eigenem Platz mit 4:1.

Mit welcher Taktik schafft van Gaal diese phänomenalen Ergebnisse? Er teilt das Spielfeld in Zonen (Räumen) auf! Das oberste Ziel der Mannschaft ist es, immer und überall Zugriff auf sämtliche Bereiche im Spielfeld zu haben. Egal wo der Gegner angespielt wird, es muss die Möglichkeit bestehen ihn sofort unter Druck zu setzen, damit eine erfolgreiche Balleroberung gelingt.

Den gegnerischen Spielaufbau lässt van Gaal nicht energisch stören. Die Außenstürmer lassen sich zurückfallen und der Mittelstürmer agiert zusammen mit dem Offensive Mittelfeldspieler an vorderster Front. Sie befinden sich auf einer Höhe und haben nur das Ziel durch geschicktes Verschieben den gegnerischen Spielaufbau zu steuern. Lässt van Gaal mit zwei 6er spielen, soll der Gegner dazu animiert werden ins Zentrum zu passen. Da die beiden 6er sehr zentral agieren, besteht von mehreren Positionen aus direkter Zugriff auf den angespielten Gegner im Zentrum.

Sobald die beiden Offensiven überspielt sind, setzt der Offensive Mittelfeldspieler nach und versucht erneut hinter den Ball zu kommen. Die beiden Außenstürmer schieben sich bei gegnerischen Ballbesitz fast auf eine Höhe mit den beiden 6er. Die Sturmspitze stellt den Pass in den Rückraum zu, um dem Gegner die Möglichkeit einer Spielverlagerung zu nehmen. Bei gegnerischem Ballbesitz agiert Louis van Gaal mit einem 4-4-1-1-System. Das Mittelfeld agiert mit den beiden 6er und den beiden Außenstürmern als flache Vier. Die Außenstürmer rücken jedoch leicht auf, um Querpässe des Gegners abfangen zu können.

Schafft man es zwei kompakte Viererketten plus einen druckausübenden Angreifer hinter den Ball zu bekommen, ist es für den Gegner fast unmöglich aussichtsreiche Anspielstationen zu kreieren. So bleibt nur der Querpass.

Wird der Ball erobert, eröffnen die Innenverteidiger mit flachen und druckvollen Pässen das Spiel. Dabei versuchen sie nach Möglichkeit den Ball zu den Außenstürmern zu spielen. Diese agieren beide sehr nah an der Außenlinie und machen das Spiel dadurch sehr breit. Dem Gegner wird so das Schaffen eines kompakten Mannschaftsverbundes erschwert.

Die Sturmspitze postiert sich dann auf Höhe der Innenverteidiger um sie möglichst weit Richtung eigenem Tor zu drücken. So können Räume zwischen Abwehr und defensivem Mittelfeld geschaffen werden. Bei eigenem Ballbesitz agiert Louis van Gaal mit einem 4-2-3-1-System

Um das Offensivspiel variabel zu gestalten, rücken die Außenstürmer schonmal ins Zentrum um angespielt zu werden. In dem Fall wird Raum für einen nach vorne startenden Außenverteidiger geschaffen. Dieser wird nun vom Außenstürmer angespielt und gleichzeitig läuft der offensive Mittelfeldspieler auf die Außenstürmer-Position, um dort als Anspielstation für den Außenverteidiger zu dienen.

Bei Louis van Gaal halten sich jedoch die Offensivaufgaben der Außenverteidiger in Grenzen. Sie hinterlaufen nur wenig, denn wenn sie sich mit ins Angriffsspiel einschalten, besteht kein Zugriff mehr auf einige defensive Zonen. Bei einem Konter könnten gerade diese vom Gegner zum Erspielen von Torchancen genutzt werden.

Dieses Spielsystem von Louis van Gaal ist natürlich nicht für eine Umstellung auf die Viererkette geeignet. Dafür ist es viel zu komplex und setzt bereits Grundkenntnisse der Viererabwehrkette voraus. Doch ist es interessant zu sehen, wie Profimannschaften das Spiel mit der Viererkette verfeinern, um den anderen Mannschaften auf gleichem Niveau ein Schritt voraus zu sein.

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Einfach und Erfolgreich spielen mit der Viererkette

Dezember 18th, 2009 by Martin Hasenpflug

Bayer Leverkusen ist in der Bundesliga eine der Überraschungsmannschaften der Saison. Nach dem 16. Spieltag befinden sich die Heynckes-Elf ohne Niederlage an der Tabellenspitze. Als zu Saisonbeginn der neue Trainer Jupp Heynckes kam, gab es einige Änderungen im System von Bayer. Bisher agierte man ständig im Pressing und spielte im Mittelfeld mit einer Raute. Das ständige Pressing wurde reduziert und auch von der Raute im Mittelfeld hat man sich verabschiedet. Man spielt nun mit einer Viererkette vor der Abwehrkette und es wird nun nur noch gezielt gepresst. Bei gegnerischen Ballbesitz im Mittelfeld verschieben sich zwei kompakte Viererketten hinter dem Ball und ein Angreifer übt Druck auf den ballführenden Gegner aus.

Die ballfernen Seiten werden bei Bayer komplett vernachlässigt. Das oberste Ziel lautet, Überzahl in Ballnähe zu schaffen und dabei die Räume so eng wie möglich für den Gegner zu gestalten. Dieses System unterscheidet sich relativ stark vom niederländischen System, welches Bayern München unter Louis van Gaal spielt. Hier ist das Spielfeld in Zonen unterteilt, welches das Ziel verfolgt, in jeder Spielsituation Zugriff auf alle gegnerische Anspielstationen zu haben.

Dieses klassische System der Heynckes-Elf ist im Grunde so einfach wie wirkungsvoll. Die Mannschaft hat schnell die Spielphilosophie ihres neuen Trainers verinnerlicht und stellt nun nach 16 Spieltagen die beste Defensive der Liga. Das sehr ausgeprägte ballorientierte Spiel von Bayer ist sogar so simpel, dass man es bereits in den Grundzügen in mittleren Jugendmannschaften recht schnell einführen kann. Die taktischen Vorgaben halten sich in Grenzen, was wiederum Raum für die kreative Entfaltung der Spieler zulässt.

Auffallend bei der Viererkette von Bayer ist, dass diese sehr stark und kompakt auf einer Linie agiert. Befindet sich der Ball beim Gegner im Mittelfeld, so versucht sie keine Tiefenstaffelung herzustellen. Es befinden sich so kaum Schnittstellen in der Viererkette für den finalen Pass. Dies führt dazu, dass die gegnerischen Spitzen dem Ballführenden oft entgegenstarten müssen. Das nutzt die Abwehrkette um aufzurücken und so den Raum für den Gegner noch mehr zu verengen.

Die Linie in der Abwehrkette wird aber unter gewissen Bedingungen aufgehoben. Befindet sich der ballführende Gegner im Mittelfeld nicht unter genügend druck, so lassen sich die beiden Innenverteidiger etwas in der Tiefe fallen. Auch lässt sich ein Innenverteidiger fallen, wenn der andere Innenverteidiger in den Zweikampf geht. Dies ermöglicht ihm im Falle eines verlorenen Zweikampfs seines Mitspielers noch rettend einzugreifen.

Die Seitenabstände der Viererketten bleiben beim Verschieben gleich. Jedoch werden die Seitenabstände in der Abwehrkette in dem Verhältnis geringer, wie sich der Gegner dem eigenen Tor nähert. Teilweise betragen die Abstände zueinander nur 2-3 Meter. Durch diese Kompaktheit in dem gefährlichen Bereich zentral vor dem Tor, versucht Bayer den Gegner nach außen zu drängen. Man vertritt hier ganz klar die Ansicht, dass der Flügel ungefährlicher für das eigene Tor ist als das Zentrum. Bei Bayer wird also immer von innen nach außen verteidigt, bzw. ihr Balleroberungs-System angewandt.

Nach der Balleroberung agiert Bayer sehr flexibel und zielstrebig nach vorne. Spätestens nach 3-4 Querpässen erfolgt der Pass nach vorne. Die Innenverteidiger schrecken auch nicht vor einem langen Pass in die Sturmspitze zurück. Hier versucht Bayer durch aggressives Pressing den zweiten Ball zu erobern und so gleich in einer aussichtsreichen Situation vor dem gegnerischen Tor zu kommen. Die Innenverteidiger schlagen auch lange Diagonalpässe zu den Mittelfeldaußen. Ihm rücken dann bewusst keine Mitspieler entgegen, die wiederum Defensivspieler des Gegners nach sich ziehen würden. So ermöglicht man dem Mittelfeldaußen eine 1-gegen-1-Situation am Flügel und, bei einem erfolgreichen Durchbruch, der Zug zum Tor. Oft rücken auch bei der Spieleröffnung der Innenverteidiger, die Mittelfeldaußen ins Zentrum als Anspielstationen und schaffen so Platz für vorrückenden Außenverteidiger.

Das Spiel Bayer Leverkusens ist auch dadurch gekennzeichnet, dass immer einer der beiden Angreifer sehr viel Defensivarbeit leistet. Er schließt u.a. Löcher im Mittelfeld und arbeitet am Flügel, um der anderen Spitze das Angriffszentrum zu überlassen. Erkennen die beiden Angreifer, dass Mitspieler den Ball erobert haben, versuch sie mit Tempo in die Spitze zu kommen. Dabei starten sie oft von einem Punkt und kreuzen sehr oft ihre Laufwege. Bietet sich einem Angreifer nicht der direkte Weg zum Tor, so behauptet er den Ball für nachrückende Mitspieler. Oft schieben auch beide Angreifer bewusst nach außen in einer Richtung, um so Räume für Spieler aus der zweiten Reihe zu schaffen.

Bei der Spieleröffnung des Gegners tief in deren Hälfte wird der Ballführende oft von den beiden Angreifern seitlich angelaufen, um so einen Pass ins Zentrum zu provozieren. Im Zentrum lauern dann Mitspieler die bei einem solchen Pass den Gegner sofort aggressiv attackieren. Die ganze Mannschaft schiebt dabei nach Vorne Richtung Ball. Diese Art des Forecheckings kostet zwar Kraft, doch gezielt im Verlaufe des Spiels angewandt, ergeben sich daraus oft sehr gute Torchancen und man vermittelt dem Gegner das Gefühl unter ständigem Druck zu stehen.

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Doppeln - Der Schlüssel zum Erfolg

Dezember 10th, 2009 by Martin Hasenpflug

Die signifikantteste Änderung der letzten Jahre im Fußball betrifft das Spielsystem. Früher spielte man Gegnerorientiert und heutzutage Ballorientiert. Es gibt zwar immer noch Mannschaften im unteren Amateur- und Jugendbereich bei denen diese Wandlung noch nicht stattgefunden hat, doch mit der Erhöhung der Qualität der Trainer an der Basis, wird auch hier immer mehr das Ballorientierte Spiel vorangetrieben.

Eines der Hauptgründe wieso alle leistungsorientiere Mannschaften auf das Ballorientierte Spiel umgestiegen sind ist der, dass man in Ballnähe Überzahl schafft. So ist man in der Lage offensiv zu verteidigen. Man reagiert nicht auf Aktionen des Gegners, sondern ergreift selbst die Initiative den Ball schnellstmöglich zu erobern und dann einen Angriff einzuleiten. Der ballführende Gegenspieler wird dabei zu Zweit attackiert, was in der Fußballersprache Doppeln genannt wird. Gleichzeitig werden von weiteren Mitspielern in Ballnähe die Passwege zugestellt, so dass der Ballführende zu einem Alleingang provoziert wird. Dies erleichtert die Balleroberung und durch die Überzahl in Ballnähe verfügt man so über viele Anspielstationen das Spiel fortzusetzen.

Wie genau man Überzahl in Ballnähe schafft haben wir ja nun schon zur Genüge dargelegt. Grundsätzlich verschiebt sich die Mannschaft im Kollektiv bei Einhaltung von Seiten- und Tiefenabständen zum Ball. Doch was nützt einem die Überzahl in Ballnähe, wenn man nicht genau weiß wie man sich dann richtig zu verhalten hat? Handelt man falsch, setzt sich der Gegner trotz Unterzahl durch, man foult den Gegner oder schlägt den Ball ins Seitenaus. Aus diesem Grund werden wir in diesem Artikel genau erklären, wie man korrekt doppelt um den Ball nicht zu klären, sondern zu erobern.

Je nach Spielsituation ist ein anderes Handeln notwendig. Man muss unterscheiden, ob man bereits zusammen mit seinem Mitspieler vor dem ballführenden Gegner positioniert ist, der Mitspieler erst von der Seite heranrücken muss, der Mitspieler von hinten heranrücken muss und hier nochmal ob er aus dem Zentrum oder dem Flügel kommt. Grundsätzlich gilt aber auch hier eine absolute Notwendigkeit der Kommunikation. Klare Kommandos wer attackiert (Vor!) oder (Ich!), dass man dabei ist heranzurücken (Warte!) und das man in Position ist (Bin da!).

Es gilt immer eine leichte Tiefenstaffelung beim Doppeln zu schaffen. Ein Spieler rückt entschlossen Richtung Ball vor und versucht mittels seitlicher Stellung ein Dribbling des Gegners nach innen zum Mitspieler zu provozieren. Sobald dieser erkennt, dass der Ball einen Augenblick frei ist, attackiert er.

Auch die Verzögerung des Angriffs ist ein wichtiger Bestandteil des Doppelns. Das Verzögern des Angriffs erreicht man dadurch, dass man erst dem Gegner entgegenstartet, dann dass Tempo des Gegenspielers aufnimmt und ohne ihn zu attackieren ca. zwei Meter Distanz hält. So gewinnt man Zeit für heranrückende Mitspieler und gelangt zur notwendigen Überzahl.

Frontales Doppeln im Zentrum: Der Verteidiger auf der Seite des Dribbelfußes des Angreifers rückt vor und bietet in seitlicher Stellung dem Angreifer seine schwache Seite zum Durchbruch an! Der absichernde Verteidiger attackiert den Ball, sobald dieser vom Angreifer in seiner Richtung vorgelegt wird! Aus diesem Grund darf er sich nicht zu weit vom vorderen Verteidiger entfernt positionieren!

Frontales Doppeln im Zentrum: Der Verteidiger auf der Seite des Dribbelfußes des Angreifers rückt vor und bietet in seitlicher Stellung dem Angreifer seine schwache Seite zum Durchbruch an! Der absichernde Verteidiger attackiert den Ball, sobald dieser vom Angreifer in seiner Richtung vorgelegt wird! Aus diesem Grund darf er sich nicht zu weit vom vorderen Verteidiger entfernt positionieren!

Frontales Doppeln am Flügel: Befinden sich zwei Verteidiger am Flügel (C und A) wird die Außenbahn verschlossen, um den Angreifer zum inneren Verteidiger zu steuern! Befindet sich B noch nicht am Flügel, so verzögert A den Angriff indem er Distanz zum Angreifer hält. B nimmt nun die Position von A ein und A verschließt die Außenbahn! B signalisiert A sein Kommen mit einem Kommando! Mit "Bin da!" beginnt C den Angreifer nach innen zu steuern.

Frontales Doppeln am Flügel: Befinden sich zwei Verteidiger am Flügel (C und A) wird die Außenbahn verschlossen, um den Angreifer zum inneren Verteidiger zu steuern! Befindet sich B noch nicht am Flügel, so verzögert A den Angriff indem er Distanz zum Angreifer hält. B nimmt nun die Position von A ein und A verschließt die Außenbahn! B signalisiert A sein Kommen mit einem Kommando! Mit "Bin da!" beginnt C den Angreifer nach innen zu steuern.

Nach hinten doppeln am Flügel: Der Verteidiger geht in seitlicher Stellung, um dem Angreifer die Außenbahn zum Durchbruch anzubieten! Der Mittelfeldspieler läuft außen zum Angreifer um seinen Körper zwischen Ball und Angreifer zu bringen! Erkennt der Mittelfeldspieler einen Durchbruch nach innen, so läuft er innen zum Angreifer!

Nach hinten doppeln am Flügel: Der Verteidiger geht in seitlicher Stellung, um dem Angreifer die Außenbahn zum Durchbruch anzubieten! Der Mittelfeldspieler läuft außen zum Angreifer um seinen Körper zwischen Ball und Angreifer zu bringen! Erkennt der Mittelfeldspieler einen Durchbruch nach innen, so läuft er innen zum Angreifer!

Nach hinten doppeln im Zentrum: Der Verteidiger A versucht zuerst den Pass zum Angreifer abzufangen! Gelingt dies nicht, setzt er sich wieder leicht nach hinten ab und schließt den direkten Weg zum Tor! Der Mittelfeldspieler B rückt auf Position C zurück und geht in seitlicher Stellung, um den Angreifer zum Verteidiger A zu steuern!

Nach hinten doppeln im Zentrum: Der Verteidiger A versucht zuerst den Pass zum Angreifer abzufangen! Gelingt dies nicht, setzt er sich wieder leicht nach hinten ab und schließt den direkten Weg zum Tor! Der Mittelfeldspieler B rückt auf Position C zurück und geht in seitlicher Stellung, um den Angreifer zum Verteidiger A zu steuern!

Die ganze Anleitung gibt es auch wieder als PDF-Dokument zum Ausdrucken für seine Spieler. Viel Spaß und Erfolg damit!

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Zu Zweit jeden Angriff abwehren!

Dezember 4th, 2009 by Martin Hasenpflug

Im letzten Artikel haben wir beschrieben, wie man sich korrekt im 1-gegen-1 in der Defensive verhält. Dieser individualtaktische Aspekt ist der erste Schritt Richtung Viererkette. Heute werden wir den zweiten Schritt gehen und das richtige Agieren in der kleinstmöglichen Gruppe von zwei Spielern zeigen. Je nach Standort von Ball, Mitspieler, Gegenspieler und deren Anzahl sind teilweise ganz unterschiedliche Dinge zu berücksichtigen.

Greift Beispielsweise der Gegner in Überzahl an, versucht man den Angriff zu verzögern und die nicht ballführenden Angreifer aus dem Spiel zu nehmen. Hat man dagegen eine Gleichzahl mit den Angreifern, rückt man vor und ein und versucht den Ballführenden zu doppeln und Querpässe zu provozieren. Auch wenn die verschiedenen Situationen verschiedene Handlungsaktionen verlangen, so gibt es doch einige Grundregeln die immer eingehalten werden sollten: Ballorientiert verschieben, nicht kreuzen, Abstände halten, in die Tiefe staffeln, laut kommunizieren und gegenseitig absichern. Das oberste Ziel lautet bei der Gruppentaktik: Überzahl in Ballnähe schaffen!

Unter den folgenden Zeichnungen finden man eine Beschreibung, wie man sich in der abgebildeten Situation korrekt verhält. Das ganze Thema haben wir in dem Merkblatt Gruppentaktik zusammengefasst, welches der Trainer ausdrucken und an seinen Spielern verteilen kann.

Unterzahl, Ball am Flügel

Unterzahl, Ball am Flügel: Verteidiger rücken Richtung Ball ein und weichen bis auf ca. 22 Meter zurück um Zeit für nachrückende Mitspieler zu gewinnen! Seitliche Stellung zum Ballführenden einnehmen um ihn den Durchbruch nach außen anzubieten! Aus einer Unterzahl- wird dann eine Gleichzahlsituation. Die Verteidiger agieren in einer leichten Tiefenstaffelung, verhindern dadurch den Pass in die Tiefe und provozieren so zu ungefährlichen Querpässen.

Unterzahl, Ball im Zentrum: Torwart rückt immer vor, um Steilpässe abzufangen! Der Verteidiger auf der Seite des Dribbelfuß rückt vor! Er bietet so dem Ballführenden die schwache Seite zum Durchbruch an. Dort hat sich bereits der andere Verteidiger postiert der auf den Durchbruch wartet, um den Angriff abzuwehren. Die Abstände der Verteidiger müssen so klein sein, dass sie sich gegenseitig absichern können, aber auch so groß, dass sie Passwege zustellen!

Unterzahl, Ball im Zentrum: Torwart rückt immer vor, um Steilpässe abzufangen! Der Verteidiger auf der Seite des Dribbelfuß rückt vor! Er bietet so dem Ballführenden die schwache Seite zum Durchbruch an. Dort hat sich bereits der andere Verteidiger postiert der auf den Durchbruch wartet, um den Angriff abzuwehren. Die Abstände der Verteidiger müssen so klein sein, dass sie sich gegenseitig absichern können, aber auch so groß, dass sie Passwege zustellen!

Gleichzahl: Der ballnahe Verteidiger rückt vor und der ballferne Verteidiger rückt ein! Es wird versucht in Ballnähe Überzahl zu schaffen! Bei großem Abstand der Verteidiger zueinander, den Ballführenden nach außen lenken und bei kleinerem Abstand nach innen lenken um zu doppeln! Verteidiger steuern sich durch laute Kommandos!

Gleichzahl: Der ballnahe Verteidiger rückt vor und der ballferne Verteidiger rückt ein! Es wird versucht in Ballnähe Überzahl zu schaffen! Bei großem Abstand der Verteidiger zueinander, den Ballführenden nach außen lenken und bei kleinerem Abstand nach innen lenken um zu doppeln! Verteidiger steuern sich durch laute Kommandos!

Gleichzahl, Gegner hinterläuft: Gleiches Verhalten wie beim Punkt zuvor! Wird der Ballführende hinterlaufen, lassen sich beide Verteidiger diagonal in die Tiefe fallen! Somit wird der Passweg zum Hinterlaufenden zugestellt und der Ballführende kann gedoppelt werden! Immer Tiefenstaffelung, Abstände und Absicherung beachten!

Gleichzahl, Gegner hinterläuft: Gleiches Verhalten wie beim Punkt zuvor! Wird der Ballführende hinterlaufen, lassen sich beide Verteidiger diagonal in die Tiefe fallen! Somit wird der Passweg zum Hinterlaufenden zugestellt und der Ballführende kann gedoppelt werden! Immer Tiefenstaffelung, Abstände und Absicherung beachten!

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Ab sofort jeden Zweikampf gewinnen!

November 24th, 2009 by Martin Hasenpflug

Die Trainingsmethodik unserer Einheiten und auch die aus den Büchern Martin Hasenpflugs sind vom Einfachen zum Schweren strukturiert. Alle Übungen so unkompliziert und regelarm wie möglich konzipiert. Erklärungen auf ein Minimum reduziert. Nur die essentiellen Aspekte der einzelnen Bereiche des Fußball dargelegt. Eine gewisse Detailtiefe wird gemieden, aber unbewusst suggeriert. Aus dem Grund, dass man den jugendlichen Spieler nicht durch eine Informationsflut überfordert und so den natürlichen Spieltrieb hemmt. Die Methodik ist jedoch so aufgebaut, dass die Spieler die Möglichkeit haben die Feinheiten eigenständig zu antizipieren.

Heute haben wir das Thema 1-gegen-1-Situationen in der Defensive. Dies zu trainieren ist ein unentbehrlicher Schritt zum Weg zur Viererkette und auch eine Sache die man immer wieder trainieren sollte, um die Qualität der Viererkette aufrecht zu erhalten, bzw zu verbessern.

Zum Abschluss oder begleitend zum Trainieren von 1-gegen-1-Situationen in der Defensive möchten wir an dieser Stelle wieder ein Zettel unseren Lesern anbieten, den sie ausdrucken und an ihren Spielern verteilen können. Es hat sich in der Vergangenheit bewehrt, dass man den Spielern eine Möglichkeit an die Hand gibt, sich das Gelernte zuhause nochmal anzusehen, zu visualisieren und durch gelegentliches nachschauen im Kopf präsent hält.

Sollten bei den Spielern arge Defizite in diesem Bereich vorhanden sein, sollte das Training von 1-gegen-1-Situationen in der Defensive unbedingt am Anfang zur Umstellung auf die Viererkette stehen und in mindestens vier Trainingseinheiten als Schwerpunkt behandelt werden.

Das Merkblatt kann hier heruntergeladen werden.

Aussenbahn: Angreifer bis auf ca. 2 Meter entgegenstarten! Seitliche Stellung einnehmen! Den direkten Weg zum Tor verstellen! Auf den Fußballen bewegen! Nur auf den Ball konzentrieren! Eventuell Scheinangriffe anwenden! Die Aussenbahn zum Durchbruch anbieten! Beim Durchbruch (Angreifer legt sich den Ball vor) Körper zwischen Ball und Angreifer schieben!

Aussenbahn: Angreifer bis auf ca. 2 Meter entgegenstarten! Seitliche Stellung einnehmen! Den direkten Weg zum Tor verstellen! Auf den Fußballen bewegen! Nur auf den Ball konzentrieren! Eventuell Scheinangriffe anwenden! Die Aussenbahn zum Durchbruch anbieten! Beim Durchbruch (Angreifer legt sich den Ball vor) Körper zwischen Ball und Angreifer schieben!

Zentral: Angreifer bis auf ca. 2 Meter entgegenstarten! Schussbein des Gegners erkennen (meist Dribbelfuß)! Seitliche Stellung einnehmen! Abstand zum Angreifer halten! Nur auf den Ball konzentrieren! Die Seite des „schwachen Fuß“ des Angreifers zum Durchbruch anbieten! Beim Durchbruchsversuch den Ball von der Seite klären!

Zentral: Angreifer bis auf ca. 2 Meter entgegenstarten! Schussbein des Gegners erkennen (meist Dribbelfuß)! Seitliche Stellung einnehmen! Abstand zum Angreifer halten! Nur auf den Ball konzentrieren! Die Seite des „schwachen Fuß“ des Angreifers zum Durchbruch anbieten! Beim Durchbruchsversuch den Ball von der Seite klären!

Im Rücken des Angreifers: Den Angreifer möglichst eng decken, jedoch ohne Körperkontakt! Nur auf den Ball konzentrieren! Erst den Ball attackieren, wenn sich der Angreifer zum Tor dreht und man den Ball sicher klären kann.

Im Rücken des Angreifers: Den Angreifer möglichst eng decken, jedoch ohne Körperkontakt! Nur auf den Ball konzentrieren! Erst den Ball attackieren, wenn sich der Angreifer zum Tor dreht und man den Ball sicher klären kann.

Angreifer wird angespielt: Seitlich versetzt hinter dem Angreifer stehen! Angreifer und Zuspieler genau beobachten! Beim Zuspiel versuchen den Ball abzufangen! Sollte man erkennen, dass dies nicht gelingt, sofort den Versuch der Balleroberung abbrechen und wieder hinter dem Angreifer postieren. Jetzt gleiches Handeln wie im „Rücken des Angreifers“!

Angreifer wird angespielt: Seitlich versetzt hinter dem Angreifer stehen! Angreifer und Zuspieler genau beobachten! Beim Zuspiel versuchen den Ball abzufangen! Sollte man erkennen, dass dies nicht gelingt, sofort den Versuch der Balleroberung abbrechen und wieder hinter dem Angreifer postieren. Jetzt gleiches Handeln wie im „Rücken des Angreifers“!

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