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Feb 24 2010

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Reformen im Jugendfußball durch den DFB

Matthias Sammer ist der jüngste Trainer der je in der Bundesliga-Geschichte Deutscher Meister wurde, heißester Nachfolgekandidat von Jogi Löw und aktuell Sportdirektor des DFBs. Nun hat er sich bei der Jugendfachtagung in Hannover für eine Reform der Spielfeldgröße und Spielerzahl im D-Jugendbereich ausgesprochen.

Die großen Spielfelder und hohe Spielerzahlen in diesem Altersbereich führen zu weniger Ballkontakte, weniger 1-gegen-1-Situationen und die Handlungschnelligkeit der Spieler wird nicht optimal gefördert. Körperlich robuste Spieler haben hier einen großen Vorteil gegenüber schmächtigere, aber dafür technisch besseren Spielern. Aus diesem Grund hören viele talantierte Spieler früh mit dem Fußball auf.

Der neue Vorschlag von Sammer sieht nun zwei verschiedene Modelle für die D-Jugend vor. Zum einen ein Spiel 7-gegen-7 auf einer Platzhälfte und zum anderen ein Spiel 9-gegen-9 von Strafraum zu Strafraum.

Durch die erhöhte Anzahl von Ballkontakten werden die fußballerischen Fertigkeiten besser gelernt und die Motivation Fußball zu spielen steigt dadurch auch, weil man einfach an mehr Spielsituationen direkt beteiligt ist.

Hinzu kommt die erhöhte Anzahl von 1-gegen-1-Situationen. Auch hier kann das Kind sich natürlich stärker verbessern, wenn es sich mehr in solchen Situationen auszeichnen kann. Gerade diesem Bereich sollte man als Trainer große Aufmerksamkeit schenken, weil die 1-gegen-1-Situation nicht umsonst als Keimzelle des Fußballs bezeichnet wird.

Auch die Koordination und Beweglichkeit wird auf kleinerem Raum besser geschult. Der DFB setzt sich seit Sammer vermehrt für Ball- und Bewegungsspiele aller Art in Kindergärten ein. Die WM 2026 wird bereits mit Spielern bestritten die heute Kindergärten besuchen. Außerdem setzt sich Sammer für einen täglichen Schulsport ein. Ganz nach dem Motto: Mens sana in corpore sano. (In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.)

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