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Apr 08 2013

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Onlineseminar: Spielintelligenz im Fußball von Horst Wein

An dieser Stelle möchten wir das Fußballer-Ausbildungssystem FUNińo von Horst Wein vorstellen. Horst Wein ist ein international anerkannter Experte im Bereich Kinderfußball. Er war zunächst Hockeynationalspieler, dann Hockeynationaltrainer von Deutschland und Spanien und später wechselte er zum Fußball. Der weltbekannte amerikanische Sportverlag Human Kinetics bezeichnet Wein als den „vielleicht wichtigsten Vertreter aller Fußballtrainer“.

Horst Wein ist Erfinder des FUNińo. Das FUNińo unterscheidet sich in einigen Punkte sehr stark von der DFB-Philosophie. Ist aber besonders in Spanien weit verbreitet, wo Wein lebt, und wird auch in deutschen Clubs wie Hoffenheim und St. Pauli praktiziert.

Das herausstechende Ziel des FUNińo ist die Entwicklung der Spielintelligenz. Die Techniken Passen, Dribbeln und Schießen sind relativ einfach zu erlernen, doch nur mit der Spielintelligenz lassen sich die Fußballtechniken auf einer höheren Ebene miteinander verbinden. Das ganze Ausbildungssystem von Wein ist darauf ausgerichtet, das Gehirn der Kinder auf natürlicher, altersgerechter und spielerischer Art zu trainieren. Dazu bietet das FUNińo zahlreiche interessante Spiele.

Horst Wein ist schon seit vielen Jahren großer Verfechter von kleinen Teamgrößen im Kinderfußball. Der DFB hat dort nun mit den 9er-Teams im D-Jugend-Bereich leicht nachgezogen. Laut Wein ist es für eine gute Entwicklung der Kinder unerlässlich, die Teamgrößen nur langsam und schrittweise zu erhöhen. Mit kleinen Teams schafft man die ideale Voraussetzungen dafür, dass die Kinder lernen das Spiel zu verstehen und somit in der Lage sind intelligent zu handeln.

Erst mit fortschreitendem Alter und Intellekt sollen die Kinder in größeren Teams spielen und so komplexen Spielsituationen ausgesetzt werden. Laut Weins Erkenntnissen sind Kinder die keine ausreichende Erfahrungen im Spiel 2-gegen-2, 3-gegen-3, 4-gegen-4 usw. haben, von der Komplexität hoher Mannschaftsgrößen überfordert. Sie können darin weder intelligent handeln, noch Spielintelligenz entwickeln. Dann müssen sie instruiert werden und es folgt ein Teufelskreis.

Horst Wein publiziert das FUNińo seit 2002 und sein „Trainings-Hauptspiel“ ist das 3-gegen-3 mit je einem Ersatzspieler. Dabei befinden sich auf den beiden Grundlinien des Spielfelds je zwei Minitore. Aufgrund der kleinen Teamgrößen ist jeder Spieler immer am Spiel beteiligt. Es ergeben sich zwar auch im 3-gegen-3 komplizierte Spielsituationen, doch können diese von den Kindern noch im Gehirn verarbeitet werden. Schafft man es als Trainer, dass die Kinder in diesem Spiel kluge Entscheidungen treffen, sind sie bereit für die nächste von fünf Entwicklungsstufe des FUNińo.

Durch die vier Minitore des FUNińo wird besonders die Spielverlagerung und das Spiel über außen akzentuiert. Es wird die Mannschaft belohnt, die kluge Entscheidungen trifft, sinnvoll miteinander interagiert und eine gute Wahrnehmung zeigt. Die Spieler müssen in jeder Spielsituation aufs Neue Entscheidungen darüber treffen, auf welches Tor ein Angriff sinnvoller ist und welche Mittel hohe Erfolgschancen versprechen. Die Kinder werden so spielerisch angehalten ständig zu denken und nur wer denkt trainiert auch sein Gehirn. Der Trainer unterstützt diesen Prozess lediglich durch Frage-Antwort-Dialoge und Korrekturübungen.

Das FUNińo verfolgt einen ganz eigenen Weg. Die Devise lautet: Weniger ist mehr! Weniger üben, weniger coachen und weniger instruieren. Aber dafür mehr spielen und mehr Bedingungen schaffen, die ein selbstständiges Lernen unterstützen. Das FUNińo bedient sich hier der Funktionsweise des menschlichen Gehirns; Nur das was man aus eigenen Erfahrungen lernt, setzt sich tief im Gedächtnis fest und lässt sich flexibel in den nötigen Spielsituationen abrufen.

Eine Trainingseinheit gemäß dem FUNińo startet immer mit Spielen. Der Trainer hält sich stark zurück und lässt die Kinder frei agieren. Nach diesen Spielen beginnt der Trainer ein Dialog mit seinen Spielern, insbesondere dem „Verlierer-Team“. Er fragt nach den Gründen der Niederlage und lässt die Kinder durch eine geschickte Fragestellung die Schwächen benennen. Die Kinder lernen ihr eigenes Handeln zu reflektieren und man vermittelt ihnen eine höhere Wertigkeit. Je nach Antwort der Spieler bietet der Trainer dann entsprechende Korrekturübungen an. Antworten die Spieler z. B., dass ihre Pässe zu ungenau waren, werden Korrekturübungen zum Passspiel angeboten. Danach folgen wieder Spiele, in denen die Kinder jetzt ihre neu gewonnen Fertigkeiten ausprobieren können.

Laut Wein besteht der größte Unterschied seines Ausbildungssystem gegenüber den klassischen Trainingsmethoden darin, dass nichts fest vorgegeben wird und nichts instruiert wird. Die Spieler sollen nicht blind irgendwelchen Anweisungen folgen, sondern aktiv am Entwicklungsprozess beteiligt werden. Nur so wird ihr Gehirn trainiert und letztendlich bestimmt die Spielintelligenz die Qualität eines Fußballers.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten sich mit dem Ausbildungssystem von Horst Wein vertraut zu machen. So geht dies über sein Buch „Spielintelligenz im Fußball – kindgemäß trainieren“ oder über seine sechs Online-Seminare „Spielintelligenz im Fußball“ die in Zusammenarbeit mit Peter Schreiner entstanden sind.

Die Online-Seminare bestehen aus Videoaufnahmen die Horst Wein zeigen, wie er sein FUNińo einer Seminargruppe vorstellt. Die insgesamt sechs Seminare beinhalten über 100 Folien (Grafiken) und etlichen Praxisbeispiele mit einer Trainingsgruppe. Die Spielzeit beträgt fast vier Stunden. Diese sechs Online-Seminare lassen sich Einzeln oder als Ganzes erwerben. Peter Schreiner hat den Lesern der Initiative abwehrkette.de einen Aktionscode zur Verfügung gestellt. Mit dem Code „viererkette“ (ohne Anführungszeichen) können die Einzelseminare für 17,95 EUR, anstatt 19,95 EUR und das komplette Set für 69,95 EUR, anstatt 119,70 EUR erworben werden. Bestellung und weitere Infos hier.

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