Sportbiogische Aspekte im Kinder- und Jugendfußball

Ausbildungsabschnitte des DFBs

Ausbildungsabschnitte des DFBs

Der Mensch durchläuft gerade im Kindesalter einer ständigen geistigen und körperlichen Wandlung. In jeder dieser Phasen reagiert das Kind oder der Jugendliche unterschiedlich stark auf äußere Reize. Wird eine optimale Ausbildung angestrebt, also die Befähigung im Erwachsenenalter die höchstmögliche Leistung zu erbringen, muss man wissen für welche Reize der junge Fußballer in welchem Alter geistig und körperlich am empfänglichsten ist.

Die Spanne reicht hier von, auf spielerischer Art Bewegungserfahrungen zu sammeln, über die Ausbildung fußballspezifischer Techniken, bis hin zum leistungsorientierten Fußballtraining. Die biologischen, also körperlichen Merkmale, eines Fußballers werden in den Bereichen Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und Beweglichkeit unterteilt. Jede dieser biologischen Teilbereiche müssen in den verschiedenen Altersstufen unterschiedlich gefördert werden. Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick:

Bambini

F- & E-Junioren

D- & C-Junioren

B- & A-Junioren

Sportspezifische Schwerpunkte

Vielseitige Bewegung

Koordination. Grobform Technik

Fußballspielen gezielt verbessern. Individual- und Gruppentaktik.

Leistungsorientiertes Training

Mannschaftstaktik

Ausdauer

Kein spezielles Ausdauertraining

Verbesserung der Ausdauer

Schnelligkeitstraining

Kein spezielles Schnelligkeitstraining

Bestes Alter für die Verbesserung der Schnelligkeit. Koordination, Laufspiele und Laufschule.

Aufrechterhaltung des Schnelligkeitsniveau. Kraftzuwachs (z. B. durch Zirkeltraining, Stabilisationsübungen)

Kraft

Kein spezielles Krafttraining

Kräftigung des Halte- und Bewegungsapparats. Schnellkraft (Sprünge). Besondere Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur. Keine Benutzung vom Fremdgewichten.

Vielseite Kräftigung mit geringen Zusatzlasten (z. B. Medizinball). Training der Armmuskelatur. Anspruchsvollere Sprungübungen.

Alter mit den größten Kraftzuwachsraten. Mehr umfangreich anstatt intensiv trainieren. Vorsicht vor lokaler Ermüdung.

Beweglichkeit

Kein spezielles Beweglichkeitstraining

Allgemeine Beweglichkeitsschulung durch dynamische Übung. Kombinieren mit Kräftigungsübungen.

Allgemeine Beweglichkeitsschulung. Dehnübungen.

Stretchingprgramme

Grundsätzlich gilt es als Fußballtrainer Spaß zu vermitteln: Spaß an der Bewegung, Spaß am Spiel, Spaß am Fußball, Spaß am Team. So entsteht die Motivation besser zu werden. Der Fleiß sich ausgiebig dem Fußball zu widmen und dafür auf andere Dinge zu verzichten.

Ziele der sportbiologischen Aspekte

Ausdauertraining: Gesundheit, bessere Regenerationsfähigkeit, Stressresistenz, höheres Spieltempo, intensiveres Training
Schnelligkeitstraining: Antrittsschnelligkeit, Reaktionsschnelligkeit, Aktionsschnelligkeit, Bewegungsschnelligkeit
Krafttraining: Verbesserung der Haltemuskulatur (Ausgleich muskulärer Dysbalancen)
Beweglichkeitstraining: Vermeidung muskulärer Dysbalancen. Je jünger, desto besser die Beweglichkeit. Bei zunehmenden Alter Erhaltung der Beweglichkeit

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