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Jun 28 2011

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Training: Sturmspitzen und zentrale Position des Zuspielers

In einem älteren Artikel haben wir beschrieben wie man Sturmspitzen optimal trainiert, wenn sich ein Zuspieler am Flügel befindet. In diesem Artikel werden wir nun eine komplette Trainingseinheit zeigen, wie man Sturmspitzen trainiert, wenn sich der Zuspieler auf zentraler Position befindet. Folgende Lösungen sind denkbar:

Mögliche Lösungen der beschriebenen Spielsituationen

Mögliche Lösungen der beschriebenen Spielsituationen

  • Seitliches absetzen: Mit dem Kommando „Breit“ täuschen die Sturmspitzen einen Lauf nach innen an und setzen sich dann seitlich in der Breite ab, um dort angespielt zu werden.
  • Spiel über den Dritten: Die ballnahe Spitze löst sich mit dem Kommando „Drei“ kurz nach hinten und kommt dann dem zentralen Zuspieler entgegen. Er bekommt den Pass und leitet diesen möglichst direkt zur zweiten Sturmspitze in die Tiefe weiter.
  • Kreuzen (ohne Abbildung): Bevor der zentrale Zuspieler den Pass spielt, wechseln die beiden Sturmspitzen im Tempo ihre Positionen und einer von ihnen wird in die Tiefe angespielt.

Schaffen es die beiden Sturmspitzen nicht, sich von ihren Gegenspielern zu lösen, so empfiehlt es sich immer den tieferen Spieler anzuspielen. Ein Ballverlust bei ihm wiegt weniger schwer, weil dort die Distanz zum eigenen Tor größer ist. Wird die tiefere Sturmspitze nur weit gedeckt, so sollte sie sich mit dem Zuspiel in Spielrichtung aufdrehen. So könnte sich auch eine gute Torchance ergeben.

1. Drei & Breit Zielpassen:

  • Für je 8 Spieler einen Parcours entsprechend der Zeichnung aufbauen. Also 6 – 8 Meter vor den beiden Starttoren A und B ein Stangendreieck von ca. 10 x 5 Meter Größe und 16 – 18 Meter dahinter ein Zieltor C und D.
  • Je ein Spieler mit Ball in die beiden Starttore postieren. Je ein Spieler ohne Ball hinter den beiden Zieltoren und zwei Spieler (Sturmspitzen) an den äußeren Stangen des Stangendreiecks (Simulation eines Abwehrdreiecks).
  • Spieler A und B starten gleichzeitig mit einem kurzen Dribbling in den Parcours. Nach eigenem Ermessen rufen sie das Kommando „Drei“ oder „Breit“. Bei „Drei“ löst sich die Sturmspitze, zu dessen der Zuspieler ein Blickkontakt aufgebaut hat, kurz nach hinten ab und startet dem Zuspieler entgegen. Er bekommt einen Pass in den äußeren Fuß und leitet ihn direkt zur anderen Sturmspitze weiter. Diese darf nicht im „Abseits“ stehen und soll versuchen den Ball direkt ins Zieltor zu passen.
  • Bei „Breit“ lösen sich die beiden Sturmspitzen kurz nach Innen und setzen sich dann seitlich ab. Hier passt der Zuspieler nun zu einem beliebigen Spieler, dieser dreht sich mit dem Ball in Spielrichtung auf und absolviert mit dem zweiten Ballkontakt einen Zielschuss. Die Zielschüsse werden jeweils von den Spielern C und D Richtung der Starttore an- und mitgenommen.
  • Die Zuspieler nehmen die Position der Sturmspitzen ein, die den Zielschuss absolviert haben und diese wechseln dann hinter die Zieltore.
  • Die Spieler zweier Parcours treten im Wettbewerb gegeneinander an. Welches Team erreicht nach 4 Minuten mehr Treffer durchs Zieltor C (Zähltor)?
  • Variation: Zusätzliche Spieler können mit Ball an die Starthütchen A und B aufgeteilt werden.
Komplette Trainingseinheit "Sturmspitzen"

Komplette Trainingseinheit "Sturmspitzen"

2. Antrittsschnelligkeit:

  • Für ca. 8 Spieler einen Parcours entsprechend der Zeichnung aufbauen. Ca. 6 Meter vor den Starttoren A befinden sich die Wendehütchen B und seitlich versetzt dahinter die Wendehütchen C. Vor den Starttoren jeweils eine Hürde und zwischen den beiden Parcoursseiten je ein weiteres Wendehütchen D und davor dann das Zieltor E.
  • Die Spieler teilen sich hinter den beiden Starttoren A auf.
  • Auf Trainersignal starten die jeweils ersten Spieler in den Parcours und umkreisen B und C. Nun haben die Spieler zwei Möglichkeiten das Zieltor zu erreichen.
  • Variante A: Nach C umläuft der Spieler noch das Wendehütchen D. Variante B: Nach C kriecht der Spieler unter die Hürde und sprintet dann direkt zum Zieltor.
  • Der Spieler der als erstes das Zieltor erreicht, bekommt einen Punkt für die Mannschaftswertung.
  • Tipp: Durch das versetzen der Hütchen D, sollen die Chancen das Sprintduell zu gewinnen für beide Varianten etwa gleich sein.

3a. Spielform Drei & Breit:

  • Ein 18 x 24 Meter großes Feld mit drei Zonen aufbauen. Eine Mittellinie markieren und das hintere Feld nochmal in eine linke und rechte Hälfte teilen.
    Zwei 4er-Mannschaften Verteidiger und Stürmer bilden.
  • Je eine Sturmspitze und ein Verteidiger postieren sich in eine der hinteren Zonen, ein Verteidiger ans mittlere Hütchen B und ein Verteidiger pausiert. Die restlichen Angreifer haben einen Ball und befinden sich zentral hinter der Startlinie auf Position A.
  • Ziel der Angreifer ist es über die Grundlinie (in der Zeichnung die Mittellinie) der Verteidiger zu dribbeln. A dribbelt mit seinem ersten Ballkontakt ins Feld.
  • Verteidiger B startet ihm zwecks Ballgewinn entgegen und A gibt mit einem Kommando den Spielzug an. Die Verteidiger dürfen ausschließlich in ihren Zonen agieren.
  • Nach jeder Aktion rücken alle Spieler eine Position weiter. Nach vier Aktionen wird das Angriffsrecht getauscht. Welches Team schafft nach drei Durchgängen mehr Dribblings über die Grundlinie?
  • Nach einem Ballgewinn dürfen die Verteidiger über die Startlinie kontern. Dabei dürfen Sie auch ihre Zonen verlassen und bekommen dann ebenfalls einen Punkt für die Mannschaftswertung.
  • Variation: Die Sturmspitzen dürfen auch vor dem Pass von A kreuzen (horizontale Rochade). Bei 9 Spielern drei 3er-Teams bilden. Das Verteidiger-Team muss dann solange auf Position bleiben bis sie einen erfolgreichen Konter über die Startlinie absolviert hat.

3b. Drei & Breit auf zwei Tore:

  • Einen doppelten Strafraum aufbauen an dessen Kopf ein mobiles Tor mit Torwart steht.
  • Alle Bälle in die beiden Tore und vier 2er-Teams bilden.
  • Der Torwart der Mannschaft A dribbelt Richtung gegnerisches Tor und versucht eine der beiden Sturmspitzen so anzuspielen, dass sie mittels einem der vorgestellten Spielzüge einen Treffer erzielen können. Der Torwart darf selbst nicht zum Torabschluss kommen und darf auch nicht attackiert werden. Die Sturmspitzen dürfen zur Not auch auf den Torwart zurückklatschen lassen.
  • Erzielen die Sturmspitzen ein Tor, bleiben sie im Angriffsrecht und das nächste 2er-Team kommt als Verteidiger ins Feld. Schaffen die Sturmspitzen drei Treffer in Folge, müssen alle anderen Spieler 10 Liegestütze absolvieren. Gelingt den Angreifern kein Treffer, so scheiden sie aus dem Feld, ein neues Team kommt und die vorherigen Verteidiger werden zu Angreifern.
  • Variation: Die Sturmspitzen dürfen auch kreuzen.

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1 Kommentar

  1. wolfgang klement

    Ich habe diese Trainingseinheiten über einen längeren Zeitraum gemacht – Torquote stark gestiegen.

    Danke
    Wolferl

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