Durch Positionstraining jeden Spieler individuell fördern

Wie in den letzten Beiträgen erwähnt, wird es bei uns in Zukunft nicht nur Artikel über das Ballorientierte Verteidigen geben, sondern auch über Fußballthemen darüber hinaus. Zuletzt gab es einen Artikel mit Trainingseinheiten zur Verbesserung des Offensivspiels. Unser heutiger Beitrag liegt exakt zwischen Defensive und Offensive, bzw. behandelt beide Themen gleich.

Im Folgenden werden wir eine exemplarische Trainingseinheit vorstellen, welches man als Positionstraining bezeichnet. Im Positionstraining geht es darum Spieler an einer bestimmten Spielposition zu gewöhnen und ihm die dort benötigten Fertigkeiten zu vermitteln. Außerdem wird im Positionstraining das Zusammenspiel der gesamten Mannschaft verbessert.

Unser Positionstraining setzt bei den Spielern einige Grundkenntnisse voraus und sollte auch erst nach dessen Erwerb eingesetzt werden. Sie müssen über das Stellungsspiel beim Spiel mit der Viererkette bescheid wissen, über das Schaffen von Kompaktheit bei gegnerischem Ballbesitz, Schaffen von Anspielstationen bei eigenem Ballbesitz, korrektes agieren im 2-gegen-1 in der Defensive, ordentliches Passspiel inkl. korrekter Ballannahme in den offenen Raum und über gruppentaktksche Angriffsmittel.

Wir empfehlen das Positionstraining nach dem rudimentären Vermitteln der oben genannten Punkte, möglichst noch in der Saisonvorbereitung zu absolvieren. Die dabei vermittelten Trainingsinhalte können so im Verlauf der Saison zu Automatismen reifen.

Diese Trainingseinheit der Spielpositionen muss aufgrund seiner Eigenart gänzlich anders strukturiert werden, als ein Training mit einem technischen oder taktischen Schwerpunkt. Für ein effektives Positionstraining ist es sehr wichtig, dass die Spieler ihre Aufgaben dort auf dem Spielfeld absolvieren, wo sich auch ihr Aktionsradius im Wettbewerb befindet. So z.B. macht es wenig Sinn, Sturmspitzen an der Mittellinie kreuzen zu lassen. Da wir alle Positionen in dieser Trainingseinheit trainieren und auch ihr Zusammenspiel, benötigen wir das komplette Spielfeld.

Folgender Trainingsablauf: Ein seperates Aufwärmen kann entfallen, da die erste Trainingsaufgabe einiges an Laufarbeit ohne Ball mit sich bringt. Die Spieler müssen nämlich bei der ersten Aufgabe ihr Stellungsspiel ständig den beiden Situationen gegnerischer und eigener Ballbesitz anpassen. Danach absolvieren die Spieler aus ihren Positionen heraus eine Passfolge, wie es bei einem kontrollierten Angriff aus der eigenen Hälfte denkbar wäre. Danach wird eine Passfolge absolviert, wie sie bei einem Konter möglich wäre. In der letzten Übung soll das Zusammenspiel zwischen Viererabwehrkette und Mittelfeld verbessert werden.

Stellungsspiel - Erste Übung des Positionstrainings.

Stellungsspiel - Erste Übung des Positionstrainings.

Übung 1 - Stellungsspiel des Mannschaftsverbands: Wie links in der Grafik zu sehen, ziehen sich alle Spieler bei gegnerischem Ballbesitz eng zusammen, um im gefährlichen Bereich vor dem eigenen Tor mit mehreren Spielern direkten Zugriff auf den ballführenden Gegner zu haben und um Pässe vor das eigene Tor zu unterbinden.

In der Grafik rechts sieht man die Mannschaft bei eigenem Ballbesitz. Man erkennt, dass die Spieler in allen Richtungen ausgeschwärmt sind und sich so staffeln, dass ideale Voraussetzungen für ein Kombinationsfußball bestehen. Ziel bei eigenem Ballbesitz ist es Dreiecke zu schaffen, so dass man stets Anspielstationen in Breite und Tiefe besitzt. Im Idealfall befindet sich der Ballführende innerhalb einer Raute. Allein durch das Hinzufügen eines weiteren Spielers zu einem Dreieck (Raute) wird die Anzahl der Dreiecke innerhalb der Spieler vervierfacht. So können elf Spieler durch geschicktes Anbieten mehr als 21 Dreiecke parallel bilden.

Ablauf: Zur Vereinfachung für die Spieler kann man jeweils elf Hütchen in zwei verschiedenen Farben für die beiden Spielsituationen aufbauen. Auf Trainerkommando wechseln die Spieler nun im lockeren Lauf zwischen den beiden Möglichkeiten hin und her. Die restlichen Spieler können z.B. ein Kreisspiel in den Spielfeldecken des Gegners machen und tauschen dann mit den anderen Spielern.

Kontrollierter Angriff und Konter - Zweite Übung des Positionstrainings.

Kontrollierter Angriff und Konter - Zweite Übung des Positionstrainings.

Übung 2 - Im zweiten Teil des Positionstrainings befinden sich alle Spieler auf den Positionen die bei einem kontrollierten Spielaufbau zu besetzen sind. Das bedeutet: Die beiden Innenverteidiger befinden sich auf Strafraumbreite. Die beiden Außenverteidiger befinden sich an der Seitenlinie und leicht vorgerückt. Die beiden zentralen Mittelfeldspieler sind gestaffelt. Die beiden Mittelfeldaußen besetzen das Halbfeld und die beiden Angreifer sind ebenfalls gestaffelt. Die Positionen 7 bis 11 können bei dieser Übung doppelt besetzt werden und die Spieler dort wechseln sich nach jeder Aktion ab.

Folgende Passfolge wird nun absolviert: Der Torwart spielt einen Innenverteidiger an. Dieser spielt zum zweiten Innenverteidiger und dieser zum Außenverteidiger. Der Außenverteidiger spielt zum ersten Innenverteidiger zurück und dieser spielt den anderen Außenverteidiger an. Dieser spielt zur 10 und 10 lässt auf die 6 prallen. 6 spielt steil zu dem tiefer postierten Angreifer und dieser lässt auf die 10 prallen. 10 spielt zum Mittelfeldaußen und hinterläuft ihn. Der Mittelfeldaußen dribbelt nach Innen (auf der Außenbahn Raum schaffen) und legt den Ball nach Außen zur 10 ab. 10 spielt Doppelpass mit dem zweiten Angreifer und flankt anschließend den Ball in den Strafraum. Die Mittelfeldaußen und die Angreifer starten in den Strafraum und versuchen die Flanke zu verwerten.

Sind die Positionen 7 bis 11 doppelt besetzt, startet gleichzeitig mit dem Hinterlaufen die nächste Aktion. Sind alle Positionen nur einfach besetzt, wartet man mit der nächsten Aktion bis der Angriff zu Ende geführt wurde. Im Wechsel von jeder Seite angreifen. Folgende elementaren Fußballaktionen werden bei dieser Passfolge angewandt: Seitenwechsel, nach Innen dribbeln, Reihe überschlagen, Ball sichern, Steilpass, Hinterlaufen, Doppelpass, Flügelspiel, Kreuzen und Torabschluss.

Übung 3 - Für den dritten Teil der Einheit platziert man die Hütchen wie rechts abgebildet auf dem Spielfeld. Die offensiven Spieler (weiß) agieren hier nun gegen die defensiven Spieler (schwarz). Die Übung beginnt, indem ein Angreifer versucht über die Grundlinie des Rechtecks der beiden Innenverteidiger zu dribbelt. Die Innenverteidiger erobern den Ball mittels des Doppelns und spielen anschließend die 6 an. Dieser dreht sich mit dem Ball und dribbelt durch das ballnahe Hütchentor. Nun erfolgt ein Pass in die Tiefe zu einem der beiden 10er (flacher Diagonalpass). Dieser legt dann den Ball auf den Flügel raus und bietet sich zusammen mit dem anderen Mittelfeldaußen zum Kombinationsspiel an. Die beiden Außenverteidiger starten den Angreifern entgegen und versuchen in einer 2-gegen-3-Unterzahl den Angriff zu stoppen.

Die Spieler 10, 7, 8, 2 und 3 absolvieren vor ihren Aktionen eine Auftaktbewegung. Die Spieler 9 und 11 wechseln sich nach jeder Aktion ab oder rotieren sogar mit den Innenverteidigern. Die drei Spieler 6 und 10 rotieren ebenfalls nach jeder Aktion. Die Mittelfeldaußen sind doppelt besetzt (auch Außenverteidiger dorthin postieren) und können daher nach jeder Aktion eine Runde pausieren. Die beiden Außenverteidiger haben auch je einen Ersatz und wechseln mit ihm nach jeder Aktion. Nach dem Torabschluss startet sofort die nächste Aktion.

Zusammenspiel zwischen Viererkette und Mittelfeld - Dritte Übung des Positionstrainings.

Zusammenspiel zwischen Viererkette und Mittelfeld - Dritte Übung des Positionstrainings.

Übung 4 - Für die letzte Aufgabe dieser Trainingseinheit wird ein ca. 40 Meter tiefes Feld mit sechs Hütchentore aufgebaut. In dem Feld wird nun 6-gegen-6 bis 8-gegen-8 gespielt, je nachdem wieviel Spieler man zur Verfügung hat. Die Mannschaft in Ballbesitz versucht durch Anwendung gruppentaktischer Angriffsmittel und häufiger Spielverlagerung durch eines der drei Hütchentore zum Mitspieler vor dem gegnerischen Tor zu passen. Erhält dieser den Ball versucht er ein Tor gegen den gegnerischen Torhüter zu erzielen.

Die verteidigende Mannschaft agiert als Viererkette und ballorientiert. Je nach Spielerzahl verfügen sie über zwei bis vier Mittelfeldspieler. Besonders das Zusammenspiel von Viererkette und Mittelfeld muss bei dieser Übung sehr gut funktionieren, damit man den Gegner in diesem enorm breiten Feld nicht zur Entfaltung kommen lässt. Nach Ballverlust immer schnell auf Defensive umschalten. Nach Ballgewinn muss der Ball erst gesichert werden, damit der Angreifer hinter der gegnerischen Mannschaft angespielt werden darf. Welche Mannschaft hat nach dreimal 4 Minuten die meisten Tore erzielt? Genügend Ersatzbälle bereit halten.

Unterschied zwischen Dreierkette und Viererkette

Wie wir bereits in dem Artikel Martin Hasenpflug über Viererkette im Amateurbereich berichteten, mussten wir mit entsetzen feststellen, dass sehr viele (Senioren-)Trainer nicht wissen, was eine Dreierkette ist. Sie denken, dass ihr gegnerorientiertes Spiel mit Manndeckern, das ballorientierte Spiel mit Dreierkette sei. Hallo? Wie kann man von einer Kette sprechen, wenn doch die eigenen Spieler recht unabhängig von ihren Mitspielern agieren?

Es sind halt doch noch viele Trainer mit veraltetem Wissenstand unterwegs, die es in den letzten Jahren versäumten sich weiterzubilden. Dreierkette ist kein gegnerorientiertes Spiel, sondern es ist rein ballorientiert! Diese Trainer haben heute und hier die Chance sich ein Bild über die wirklichen Unterschiede zwischen Dreier- und Viererkette zu machen.

Beim Spiel mit der Viererkette bleiben bei einem Angriff lediglich die beiden Innenverteidiger hinter dem Ball. Sie positionieren sich als Anspielstation im Rückraum um das Spiel verlagern zu können und dienen als Absicherung bei einem gegnerischen Konter. Da bei einem Konter lediglich zwei Abwehrspieler absichern ist es bei dem Spiel mit Viererkette wichtig, dass das defensive Mittelfeld schnell umschaltet.

Beim Spiel mit der Dreierkette sieht es so aus, dass bei einem Angriff alle drei Abwehrspieler hinter dem Ball bleiben. Die Aufgaben sind mit denen der Innenverteidiger fast identisch. Dadurch, dass drei Spieler im Rückraum absichern, fehlt in der Offensive ein Spieler. Der Vorteil kommt aber dann bei einem gegnerischen Konter zur Geltung, denn in diesem Fall verfügt man über eine geschlossene Abwehrkette.

Spielaufbau mit einer Dreierkette. Zentraler Abwehrspieler ist in Ballbesitz. Taktiktafel mit eingezeichneten Dreiecksbildungen.

Spielaufbau mit einer Dreierkette. Zentraler Abwehrspieler ist in Ballbesitz. Taktiktafel mit eingezeichneten Dreiecksbildungen.

Weil drei Spieler allein nicht in der Lage sind die Räume einer kompletten Spielfeldbreite zu besetzen, müssen sich die Mittelfeldaußen bei einem gegnerischen Angriff in die Abwehrkette einreihen. Ist der Ball außen bei einem Gegner, so rückt der ballferne Mittelfeldaußen in die Abwehrkette ein. Befindet sich der Ball bei einem zentral postierten Gegenspieler, so rücken beide Mittelfeldaußen in die Abwehrkette und schaffen so quasi eine Fünferkette. In Verbindung mit 1-2 defensiven Mittelfeldspielern steht eine Dreierkette im zentralen torgefährlichen Bereich sehr kompakt.

Bei einem Angriff verfügt man zwar durch die Dreierkette über eine Anspielstation weniger in der Offensive, doch aufgrund der systemspezifische Staffelung beim Spielaufbau verfügt man über mehr Dreiecksbildungen. So ist es für die Spieler einfacher in den verschiedenen Spielsituationen Anspielstationen in Breite und Tiefe zu schaffen. Die Halbpositionen, wie die Flügel sind beim Spielaufbau doppelt besetzt.

Das Spiel mit Viererkette in der Abwehr und Mittelfeld punktet vorallem durch gute Raumaufteilung. Mittels kurzen Laufwegen ist es möglich im torgefährlichen Bereich sehr kompakt zu stehen und Überzahl in Ballnähe zu schaffen. Nach einer Balleroberung ist, aufgrund die gleichmäßige Verteilung der Spieler, ein effektives Umschalten auf die Offensive möglich.

Eine “Anfänger-Viererkette” perfektionieren

Die Erfrahrung zeigt, dass nach der Umstellung auf der Viererkette einige Dinge auf Anhieb verstanden werden, z.B. das Stellungsspiel und manche Dinge wiederholt verkehrt gemacht werden. In diesem Artikel werden wir eine Auflistung der Eigenschaften einer Viererkette geben, die vom Trainer eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte:

  • Ein Innenverteidiger rückt zu dem ballführenden Gegner vor und die beiden seitlich aufgestellten Abwehrspieler sichern nicht in die Tiefe ab. Beziehungsweise geschieht dies nicht schnell genug.
  • Die Außenverteidiger rücken zu zögerlich zu dem ballführenden Gegenspieler am Flügel vor.
  • Die Spieler attackieren beim Vorrücken zum Gegenspieler sofort den Ball, anstatt den Spieler erstmal zu stellen und das Spiel so zu verzögern. Das Spiel zu verzögern bedeutet Zeitgewinn, so dass Spieler nachrücken können und sich die Mannschaft wieder geordnet formieren kann.
  • Die Mittelfeldspieler/Angreifer doppeln nicht nach hinten, wenn sie ausgespielt werden.
  • Absolviert ein Mitspieler einen Zweikampf oder springt er zum Kopfball, wird er nicht abgesichert.
  • Beim seitlichen Verschieben sind die Abstände zu den Nebenleuten zu groß oder zu gering. Idealer Abstand wäre eine maximale Distanz, wo aber immer noch die Möglichkeit besteht ein Pass dadurch abzufangen, also ca. 10 Meter.
  • Das ganze Mannschaftskollektiv ist beim gegnerischen Spielaufbau zu weit aufgerückt, so dass ohne Mühe die ersten Spieler ausgespielt werden können. Damit macht man es dem Gegner leicht Überzahl im Angriff zu schaffen. Also sehr tief stehen, aber dennoch auf genügend Abstand zum eigenen Tor achten (sicherer Abstand).
  • Bei der Balleroberung und anschließendem Konter rücken die Abwehrspieler zu langsam und nicht weit genug auf. Der Abstand zum Mittelfeld sollte 10-15 Meter betragen.
  • Die Außenverteidiger schalten sich nicht mit ins Angriffsspiel ein. Sie sollen sich aber entweder im Rückraum zu einer Flanke vors gegnerische Tor anbieten, die Mittelfeldaußen hinterlaufen oder selbst nach Innen zur Tormitte ziehen und zum Torabschluss kommen.
  • Die Innenverteidiger kommunizieren nicht, z.B. wer von ihnen zum ballführenden Gegner im Zentrum vorrücken soll.
  • Die Außenverteidiger postieren sich beim Spielaufbau nicht ausreichend in der Breite.
  • Trotz Überzahlsituation in Ballnähe, wird der Ball ins Seitenaus geschlagen oder foulgespielt. In Überzahl immer versuchen den Ball kontrolliert zu erobern.
  • Ist der ballführende Gegner am Flügel, lassen sich die Außenverteidiger zu weit nach außen drängen und schließen so nicht die Innenbahn zum Tor.

Das klingt vielleicht jetzt erstmal nach vielen möglichen Fehlerquellen beim ballorientierten Spiel mit der Viererkette. Doch selbst wenn einige der genannten Fehler gemacht werden, so spielt man trotzdem um ein vielfaches effektiver als im gegnerorientierten Spiel.

Der Trainer sollte den Spielern immer wieder das korrekte Handeln anhand vorausgegangenen Spielsituationen erklären. Vor einem Spiel, in der Halbzeitpause und nach dem Training sind die idealen Zeitpunkte dafür. Wir empfehlen das Erklären in der kompletten Gruppe, so dass alle Spieler davon profitieren können. Alle Spieler sollten die Aufgaben jeder Position kennen, nur so wissen sie wie der Mitspieler in den verschiedenen Situationen handeln wird und idealerweise können die Spieler auch verschiedene Spielpositionen bekleiden.

Unterschiedliche Methoden zur perfekten Raumdeckung

Bekanntlich führen alle, oder zumindest mehrere Wege nach Rom. Diese alte Denke lässt sich auch auf das Spiel mit der Raumdeckung, bzw. des ballorientierten Verteidigens anwenden.

Vorab möchten wir unseren Lesern nochmal kurz erklären in welchem Zusammenhang die ballorientierte Verteidigung mit der Raumdeckung steht. Und Viererkette? Was hat das mit Raumdeckung zu tun?

Ganz einfach! Die Raumdeckung besagt, dass die Mannschaft sich dort postieren soll, wo der Gegner bei genügend Raum Torchancen kreieren könnte. Das heißt in der Praxis, dass man sich an der Position des Balls orientiert und den torgefährlichen Raum zustellt. Wenn sich z.B. ein gegnerischer Spieler an der ballfernen Seitenlinie befindet, so brauch er dort nicht in Manndeckung genommen werden. Es besteht durch ihn keine direkte Torgefahr. Man selbst muss jedoch einen kompakten Mannschaftsverbund bilden, die sich in einer Art Block immer dorthin verschiebt, wo es aufgrund der Ballposition torgefährlich werden könnte.

Dem Gegner entzieht man so die Möglichkeit durch viel Zeit und Raum ein Kombinationsspiel aufzuziehen. Stattdessen nötigt man ihn zu überhasteten Aktionen, die sich dann zu einem kontrollierten Ballgewinn für die eigene Mannschaft entwickeln könnte.

Dass die Raumdeckung die effektivste Art im Fußball ist, den Ball kontrolliert zu erobern und einen Gegenangriff einzuleiten ist ohne Frage. Über einige Details gibt es aber durchaus unterschiedliche Ansichten. Das Für und Wider dieser Meinungen muss jeder für sich selbst abwägen, um die optimale Lösung für seine Mannschaft zu finden. Hier einige Beispiele:

  • Sobald ein Außenverteidiger zu einem ballführenden Gegner am Flügel aufrückt, soll er ihn zusammen mit dem ballnahen Innenverteidiger doppeln. Dafür spricht: Auch ohne Zuhilfenahme eines Mittelfeldspielers steigt die Chance den Ball kontrolliert zu erobern. Dagegen spricht: Die 4er-Abwehrkette wird kurzzeitig zur 3er-Abwehrkette und somit verkleinert sich der zugestellte Raum. Fazit: Anfänger sollten den ballführenden Gegner am Flügel immer nur zusammen mit einem Mittelfeldspieler doppeln. Ansonsten den Gegner nach außen lenken.
  • Sobald ein Innenverteidiger zu einem ballführenden Gegner im Zentrum aufrückt, soll er ihn zum Außenverteidiger steuern (Stichwort: Seitliche Stellung). Dafür spricht: Der Gegner wird aus dem torgefährlichen zentralen Bereich nach außen gelenkt. Dagegen spricht: Sollte man durch die Steuerung des Angriffs nach außen, dem ballführenden Gegenspieler den Ball auf seinen starken Fuß bringen, so kann er sich mit einem feinen Torschuss oder Flanke dafür “bedanken”. Fazit: Im Jugendbereich die Mannschaft schnellstmöglich dahinbringen, dass sie den Ballführenden so steuern kann, dass dieser den Ball auf den schwachen Fuß bekommt. So wird er auch im torgefährlichen Zentrum nicht für viel Gefahr sorgen.
  • Sobald ein Außenverteidiger zu einem ballführenden Gegner am Flügel aufrückt, bildet die Abwehrkette eine “Sichel”. Der ballferne Außenverteidiger rückt leicht vor. Dafür spricht: Querpässe könnte dieser nun leichter abfangen. Dagegen spricht: Diagonale Flugbälle könnte er in den Rücken bekommen. Fazit: Auf Nummer sicher gehen und auf einer Höhe mit dem absichernden Innenverteidiger bleiben. Den Außenverteidigern aber “Spielraum” lassen, da sie lernen sollen das Spiel zu antizipieren.
  • Sobald ein Außenverteidiger zu einem ballführenden Gegner am Flügel aufrückt, schiebt sich der ballferne Mittelfeldaußen in die Abwehrkette. Dafür spricht: Die gefährlichen Räume werden für den Gegner enger. Dagegen spricht: Viel Laufarbeit für die Mittelfeldaußen und den Angreifern, die dann bei gegnerischem Ballbesitz ins Mittelfeld rücken müssen. Fazit: Gegen offensiv sehr starke Mannschaften sicherlich ein adäquates Mittel.

Amateurteams haben mit der 4er-Abwehrkette erfolg

In unteren Amateurligen sieht man die Teams leider recht selten mit einer 4er-Abwehrkette spielen, doch geht man etwas höher als die Kreisliga kann man beobachten, dass das Spiel mit der Viererkette absolut am boomen ist.

Google z.B. bietet eine Suche an, wo man einige lokale Zeitungen durchsuchen kann. Gibt man hier Viererkette oder einen ähnlichen Suchbegriff ein, werden sofort zahlreiche Suchergebnisse angezeigt die Zeugnis davon ablegen, dass immer mehr Amateurtrainer mit Viererkette spielen lassen, bzw. frisch umgestiegen sind. Alleine im Zeitraum von einer Woche findet man etliche Zeitungsartikel zu diesem Thema.

Ein weiterer Indikator für die Popularität des modernen Abwehrsystems sind auch die Besucherzahlen unserer Webseite und die Nachfrage zum Buch Spielend zur Viererkette von unserem Initiator Martin Hasenpflug. Im Schnitt landen ca. alle sechs Minuten Leute auf unserer Webseite die nach entsprechenden Begriffen bei Google gesucht haben: “viererkette trainieren”, “verhalten abwehrkette”, “tipps vier abwehrkette”, “trainingsübungen für die 4 abwehrkette”, “viererkette in der abwehr übungen” usw. lauten die Stichworte.

Spielend zur Viererkette befindet sich seit der Veröffentlichung ständig unter den Top 40 Fußballbüchern bei Amazon und war an einem Tag sogar mal auf dem ersten Platz. Mit dieser Veröffentlichung und der Gründung unserer Initiative haben wir einen kleinen Teil an diesem Boom Richtung Viererkette beigetragen. Wir sind der festen Überzeugung, dass in 5-6 Jahren auch der Großteil aller Kreisliga-Mannschaften mit der Viererabwehrkette spielen werden und Jugendtrainer die in der C-Jugend und höher noch mit einem gegnerorientierten System spielen sehr argwöhnisch wahrgenommen werden!

Die Nachfrage zu passendem Lehrmaterial ist riesig

Die Nachfrage zu passendem Lehrmaterial ist riesig

An dieser Stelle möchten wir kurz einige Fundstücke nennen, die man bei entsprechender Suche in Google-News findet. Die Märkische Allgemeine veröffentlichte z.B. am 12.3.10 einen Artikel über die Viererkette wie sie im Landkreis Oberhavel bei den Amateurteams eingesetzt wird.

Einer der ersten Vereine der da genannt wird ist der sechsligist TuS 1896 Sachsenhausen. Dieser spielt bereits seit über zwei Jahren mit Viererkette. Momentan steht er in der Brandenburgliga mit den zweitwenigsten Gegentreffer auf Platz 4. Ihr Trainer Gerd Pröger erinnert sich an der Einführung der Viererkette: “Anfangs gab es Vorurteile. Spieler wie Roger Bergmann und Hardy Feigt meinten, dass sie das System nicht verstehen. Sie haben es aber gut umgesetzt.” Pröger schaut in die Zukunft und sieht die Entwicklung im Amateurfußball ähnlich wie wir: “In fünf, sechs Jahren werden alle darüber lachen, wenn noch jemand mit Libero spielt.”

Weniger Gegentreffer als Sachsenhausen hat nur noch Ligakonkurrent SV Altlüdersdorf hinnehmen müssen. Altlüdersdorf steht aber nicht erst seit diesem Jahr in der Defensive sehr gut, sondern kassierte in den letzten beiden Spielzeiten, jeweils mit 29 und 31 (in 30 Spielen) die wenigsten Tore der Liga. Wie konnte man dies schaffen? Natürlich mit der 4er-Abwehrkette!

Der Tabellenletzte Oranienburger FC spielte bisher nur mit Libero. Da guckt man natürlich neidisch auf die Mannschaften die oben stehen und dabei auch noch zeitgemäßen und attraktiven Fußball spielen. Der Trainer Frank Rohde hat deshalb in der Winterpause auch auf Viererkette umgestellt. Viele Freundschaftsspiele hat er organisiert, um das neue System wettkampftauglich zu machen. Rothde: “Wir sind schließlich Tabellenletzter und müssen was tun!” Zumindest das erste Meisterschaftsspiel mit Viererkette konnte gegen FC Schwedt gewonnen werden.

Ein weiterer Verein aus dieser Region der mit Viererkette spielt ist der FV Liebenwalde. Dieser hat es zwar noch nicht bis in die sechste Liga geschafft, kickt in der Kreisklasse, aber dafür mit Viererkette. Und das mit beachtlichen Erfolg! Man ist Tabellenzweiter (Aufstiegsplatz) mit 14 Punkte Vorsprung und hat die zweit wenigsten Tore kassieren müssen. Trainer Volker Große sagt im Bezug zur Viererkette: “Ob sie funktioniert, hängt wesentlich davon ab, wie eingespielt sie ist.” Von ihm gibts auch ein klares Statement für die Zukunft: “Wir wollen nicht mehr von der Viererkette abgehen.”

Ähnlich wie Oranienburger FC hat es auch der Landesligist SG Telgte gemacht. In der Hinrunde spielte man mit Libero und war mit nur fünf Punkten abgeschlagen Tabellenletzter. Da man nichts mehr zu verlieren hatte, stellte Trainer Stefan Henning in der Winterpause auf Viererkette um. Das vorläufige Resultat ist, dass er in den ersten vier Spielen der Rückrunde mehr Punkte sammelte, als in der ganzen Hinserie zusammen. In der Rückrunde ist man noch ungeschlagen und punktete sogar beim Tabellenführer und Tabellenzweiten.

Trainer Henning beschreibt wie folgt den Unterschied zwischen der alten Spielweise und jetzt dem zeitgemäßen Spiel mit der Viererkette: “Wir sind organisiert, stehen kompakt und machen erheblich weniger Fehler. Außerdem sind wir qualitativ deutlich besser aufgestellt.”

Dass man zum Spielen der Viererkette die richtigen Spieler haben müsse, dieses Argument zählte für Henning nicht. Seinen Mittelstürmer Marius Müller funktionierte er kurzerhand zum Innenverteidiger um und er gehört bereits nach kurzer Zeit zu einer festen Größe in der 4er-Abwehrkette. Trainer Henning kennt genau die Anforderungsprofile eines Innenverteidigers und wusste, dass dieser Spieler diesem am nächsten kommt.

Viererkette im Amateurbereich ist zur Zeit ein vieldiskutiertes Thema. Den Lesern unserer Seite ist vielleicht noch der Inhalt aus unserem Beitrag Martin Hasenpflug über Viererkette im Amateurbereich bekannt. Im regionalen Fußballmagazin Final Kick äußerte sich unser Gründer genau zu diesem Thema. Das Magazin verlost übrigens z.Zt. drei seiner Bücher Spielend zur Viererkette. Wer Interesse hat kann ja mal versuchen folgendes Rätsel zu lösen und eventuell zu den Gewinnern zu gehören.

Schweizer C-Jugend stellt auf Viererkette um

Wir lieben Erfahrungsberichte von Trainern die auf 4er-Abwehrkette umstellen. Es ist interessant zu sehen wie es bei anderen Trainern läuft. Solche Berichte veröffentlichen wir immer sehr gerne, da sie zeigen, dass eine Umstellung bereits oder gerade in der Jugend Sinn macht und die Viererkette dann auch relativ schnell und effektiv gespielt werden kann. Außerdem geben solche Berichte auch denjenigen Mut, die zwar von der Vorteilen der Viererkette überzeugt sind, aber selbst unsicher sind, ob sie eine Umstellung in ihrer Mannschaft bewerkstelligen können.

Gerade der C-Jugend-Bereich eignet sich optimal für die Umstellung auf das neue System, weil die Jugendlichen noch nicht so sehr mit veralteten Spielweisen vorbelastet sind und aufgrund ihres Alters recht schnell lernen. Wir zeigten bereits in verschiedenen Beiträgen, dass das Spielen mit der Viererkette in diesem Alter schnell zu einer Selbstverständlichkeit wird und dass durch die gewonnen Spielvorteile,  eine enorme mannschaftliche Entwicklung möglich ist.

Folgender Erfahrungsbericht erreichte uns von einem Schweizer C-Jugend-Trainer:

Ausgangssituation:

  • In der Vorrunde knapp dem Abstieg entronnen (10 Sp. / 7 Pkt. / 15:32 Tore).
  • 24 Spieler, davon 3 Neueinsteiger, 6 Unzuverlässige, 1 Torwart, welcher aber noch viermal in der Woche Eishockey spielt und nur einmal bis gar nicht Fußball trainiert.
  • In der Vorrunde habe ich hauptsächlich Passspiel und Ballkontrolle trainiert (Grundkenntnisse sind also vorhanden).
  • Zeit für die Umstellung: 16 Trainingseinheiten und 3 Freundschaftsspiele bis zum 1. Meisterschaftsspiel.
  • Immer nur 1/4 des Platzes zum Training zur Verfügung.
  • Mich selbst in die Materie Viererkette erst über den Winter eingearbeitet mit Büchern, Videos, usw.. Jedoch noch nicht ganz Sattelfest.
  • Ganzer Verein spielt mit 3-5-2 (Ich selbst spiele in der 1. Mannschaft).

Verlauf:

Die ersten drei Wochen haben wir hauptsächlich das Augenmerk auf das Defensivverhalten 1:1, 2:1, 1:2, 2:2 gelegt. Leider war den meisten Jungs nicht viel von den vorgegangenen Stufen mitgegeben worden. Daher ging das Ganze nur langsam vonstatten.

Am Ende der 3. Trainingswoche gab ich den Spielern ein sehr reduziertes Merkblatt ab. Da ich die Jungs gut kenne, weiß ich, dass ich die Informationsflut gering halten muss! Bis Mittwoch der 4.Trainingswoche hatten sie Zeit sich alles anzuschauen. An diesem Tag führte ich einen kleinen Theorieblock durch, welcher meiner Meinung nach gut aufgenommen wurde. Eigentlich wollte ich anschließend einige der Übungen aus dem Viererkette-Crashkurs machen, jedoch war das Wetter so kalt und schlecht, dass ich es sein ließ und daher nur ein längeres Abschlussspiel machte. Apropos Abschlussspiel, die Trainingsspiele sind bedeutend besser und intensiver geworden, seit ich die Aufstellung vorgebe!

Am Tag vor dem ersten Freundschaftsspiel holte ich einen Spieler aus unserer zweiten Seniorenmannschaft als Trainingshilfe. Er spielte die letzten sechs Jahre in einer Juniorenauswahl und als Einziger des Vereins längere Zeit in einer Viererkette. Da bis jetzt alles nur auf Blätter, bzw. Tafeln aufgezeichnet wurde, wollte ich den Jungs auch noch das Ganze 1:1 auf dem Spielfeld vermitteln. Wir stellten 11 Hütchen so auf, wie ich mir dies vorstellte und schoben gute 15 Minuten hin und her. Meine Hilfe konnte den Jungs noch zusätzliche Tipps mit auf den Weg geben. Danach spielten wir 6 plus Torwart gegen 10 Angreifer. Die Angreifer schossen erst nach gemessenen 10,5 Minuten das erste Mal aufs Tor. Gute zwei Minuten später fiel auch das erste Tor.

Unser erstes Spiel mit der Viererkette am nächsten Tag verlief erstaunlich gut. Vor allem standen wir in der ersten Halbzeit defensiv sehr solide. Wir ließen praktisch keine Chance zu und alles brenzliche klärte unser Torwart. In der zweiten Halbzeit nahm ich 7 Wechsel vor. Es spielten nur der Torwart und die beiden zentralen Mittelfeldspieler weiter. Dennoch spielten wir defensiv zufriedenstellend weiter. Jedoch ab der 60. Minute, als ich die beiden zentralen Mittelfeldspieler auch wechselte, fiel das Ganze ein bisschen zusammen.

Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit der Mannschafsleistung und wurde positiv überrascht. Jedoch war unser Gegner auch bewusst aus einer tieferen Stufe gewählt. An den kommenden Wochenende spielen wir gegen Gegner die gleich, bzw. höher einzuschätzen sind als wir.

Einzelwertung:

Torwart: Spielte gut mit und lief die tiefgespielten Bälle ab.

Innenverteidiger: Waren noch ein bisschen zu leise, aber sicherten sich gegenseitig gut ab.

Außenverteidiger: Bei der ganzen Mannschaft hatte ich nur eine taktische offensive Vorgabe, nämlich diese, dass die beiden Außenverteidiger bei jeder Möglichkeit mit in den Angriff gehen sollten. Und dies machten sie zum Teil auch gut.

Zentrales Mittelfeld: Mit dem einem war ich sehr zufrieden, der andere spielte vorher im offensiven Mittelfeld und blieb daher gerne mal für einen Moment vorne stehen.

Mittelfeldaußen: Gutes Flügelspiel.

Sturm: Überraschenderweise arbeiteten beide defensiv mit, obwohl wir dies nur am Freitag kurz erwähnten.

Die Initiative abwehrkette.de bedankt sich für diesen tollen Bericht und wünscht den Trainern weiterhin viel Erfolg. Haltet uns auf dem Laufenden! Weitere Trainer können sich jederzeit gerne mit ihren Erfahrungsberichten bei uns melden!

Erfolgreich in der C-Jugend auf Viererkette umgestellt

Theorie ist immer gut und schön, aber funktioniert dies auch in der Praxis? Diese Frage wird sich der eine oder andere Leser unserer Seite schon gestellt haben. Gerade dann, wenn man sich nicht sicher ist ob etwas funktioniert, können einem Erfahrungsberichte enorm weiterhelfen. Einen solchen Erfahrungsbericht möchten wir mit diesem Artikel liefern.

Ausgangslage beim Umstellen auf Viererkette in der C-Jugend war eine durchschnittliche Mannschaft in der noch kein Spieler mit der Viererkette spielte und auch kein Spieler Vorwissen in diesem Bereich besaß. Es war auch nur wenig Vorwissen im Bereich 1-gegen-1 in der Defensive vorhanden.

Mit einer dreiwöchigen Vorbereitung begann man mit der Einführung der Viererkette, wie sie in Spielend zur Viererkette beschrieben ist. Während der Saison wird zweimal trainiert auf Kunstrasen und Asche. In dieser Zeit wurde nach dem Konzept von Fußballtraining mit Kids trainiert. Es wurde also nach der Vorbereitung nur noch relativ wenig Viererkette trainiert. Es beschränkte sich meist darauf, dass man ab und zu 4-gegen-4 spielte, bzw. im Abschlussspiel wert auf eine ballorientierte Verteidigung legte.

Vom ersten Spiel an wurde konsequent mit Viererkette gespielt und im Laufe der Saison nur zweimal kurz vor Schluß auf Dreierkette, zugunsten eines dritten Stürmers, umgestellt. Damit hatte man dann jeweils einen Rückstand aufgeholt.

Die Viererkette war somit vom ersten Saisonspiel an wettkampftauglich. Im Laufe der Saison verbesserte sie sich kontinuierlich und es wurden immer mal “neue” Spieler in die Viererkette integriert, so dass nach 2/3 der Saison viele Konstellationen für den Trainer möglich sind.

Tabellarisch hat man sich in der Spitzengruppe der Leistungsklasse mit den zweitmeisten geschossenen Toren festgesetzt. Zusätzlich hat man, wenn man ein einziges Spiel streicht, auch die wenigsten Gegentreffer der Liga bekommen. Zwischen dem Hinspiel und dem Rückspiel des nächsten Gegners kassierte man inkl. Freundschaftsspiele nur einen Gegentreffer. Das sind ca. vier Monate.

Man mag vielleicht einwenden, dass man auf besonders komfortable Arbeitsbedingungen stieß. Aber auch als Trainer dieser Mannschaft ist man mit diversen Problemen konfrontiert, wie sie oft im Jugendbereich vorzufinden sind.

Nach ca. sechs Monaten Viererkette kann man sagen, dass diese Spielweise in der Mannschaft kein großes Thema mehr ist und einfach ohne groß drüber nachzudenken umgesetzt wird. Probleme würde man nur bekommen, wenn man jetzt von den Spielern erwarten würde, dass sie wieder Gegnerorientiert spielen sollten. Die Viererkette ist zu einer solchen Selbstverständlichkeit gewachsen, dass die Spieler garnicht mehr genau wüssten wie sie ihr altes Spiel umsetzen sollten.

Die souveräne Spielweise der Viererkette ist schon DFB-Stützpunkttrainern aufgefallen. Die von sich aus mit diesem Thema an den Trainer herantraten. Durch das moderne Spiel wird man für den DFB interessant und es steigen die Chancen der Spieler für die Kreisauswahl nominiert zu werden.

Neulich wurde die Initiative abwehrkette.de gefragt, auf welche typische Anfängerfehler man bei der Umstellung achten sollte. Deshalb werden wir hier zum Schluss noch kurz erwähnen, dass das Stellungsspiel, wie auch das Verschieben und doppeln sehr schnell gelernt wird.

Größere Aufmerksamkeit sollte man dagegen seinen Innenverteidigern widmen. Die müssen auf jedenfall lernen, dass sie bei einem Flugball des Gegners in die Spitze, sich sofort in die Tiefe fallen lassen, damit sie mit Tempo in den Ball gehen können. Erfahrungsgemäß dauert es etwas länger bis die Abwehr begreift, dass sie nur knapp 10 Meter hinter dem Mittelfeld postiert sein soll. Die Außenverteidiger sollen sich immer ins Angriffsspiel einschalten oder zumindest den freien Raum zwischen Innenverteidigung und dem Angriffsschwall besetzen. Auch alle Spieler (besonders aber die Innenverteidiger) immer wieder auffordern den in den Zweikampf gehenden Mitspieler abzusichern. Angreifer oder Mittelfeldspieler die ausgespielt oder überspielt werden, setzen nach und versuchen nach hinten zu doppeln. Der ballnahe Innenverteidiger rückt zum ballführenden Gegner vor und bildet zusammen mit seinen Mitspielern ein Abwehrdreieck.

Wer ähnliche Erfolge verbuchen möchte, wird in Spielend zur Viererkette einen guten Ratgeber finden!

Einfach und Erfolgreich spielen mit der Viererkette

Bayer Leverkusen ist in der Bundesliga eine der Überraschungsmannschaften der Saison. Nach dem 16. Spieltag befinden sich die Heynckes-Elf ohne Niederlage an der Tabellenspitze. Als zu Saisonbeginn der neue Trainer Jupp Heynckes kam, gab es einige Änderungen im System von Bayer. Bisher agierte man ständig im Pressing und spielte im Mittelfeld mit einer Raute. Das ständige Pressing wurde reduziert und auch von der Raute im Mittelfeld hat man sich verabschiedet. Man spielt nun mit einer Viererkette vor der Abwehrkette und es wird nun nur noch gezielt gepresst. Bei gegnerischen Ballbesitz im Mittelfeld verschieben sich zwei kompakte Viererketten hinter dem Ball und ein Angreifer übt Druck auf den ballführenden Gegner aus.

Die ballfernen Seiten werden bei Bayer komplett vernachlässigt. Das oberste Ziel lautet, Überzahl in Ballnähe zu schaffen und dabei die Räume so eng wie möglich für den Gegner zu gestalten. Dieses System unterscheidet sich relativ stark vom niederländischen System, welches Bayern München unter Louis van Gaal spielt. Hier ist das Spielfeld in Zonen unterteilt, welches das Ziel verfolgt, in jeder Spielsituation Zugriff auf alle gegnerische Anspielstationen zu haben.

Dieses klassische System der Heynckes-Elf ist im Grunde so einfach wie wirkungsvoll. Die Mannschaft hat schnell die Spielphilosophie ihres neuen Trainers verinnerlicht und stellt nun nach 16 Spieltagen die beste Defensive der Liga. Das sehr ausgeprägte ballorientierte Spiel von Bayer ist sogar so simpel, dass man es bereits in den Grundzügen in mittleren Jugendmannschaften recht schnell einführen kann. Die taktischen Vorgaben halten sich in Grenzen, was wiederum Raum für die kreative Entfaltung der Spieler zulässt.

Auffallend bei der Viererkette von Bayer ist, dass diese sehr stark und kompakt auf einer Linie agiert. Befindet sich der Ball beim Gegner im Mittelfeld, so versucht sie keine Tiefenstaffelung herzustellen. Es befinden sich so kaum Schnittstellen in der Viererkette für den finalen Pass. Dies führt dazu, dass die gegnerischen Spitzen dem Ballführenden oft entgegenstarten müssen. Das nutzt die Abwehrkette um aufzurücken und so den Raum für den Gegner noch mehr zu verengen.

Die Linie in der Abwehrkette wird aber unter gewissen Bedingungen aufgehoben. Befindet sich der ballführende Gegner im Mittelfeld nicht unter genügend druck, so lassen sich die beiden Innenverteidiger etwas in der Tiefe fallen. Auch lässt sich ein Innenverteidiger fallen, wenn der andere Innenverteidiger in den Zweikampf geht. Dies ermöglicht ihm im Falle eines verlorenen Zweikampfs seines Mitspielers noch rettend einzugreifen.

Die Seitenabstände der Viererketten bleiben beim Verschieben gleich. Jedoch werden die Seitenabstände in der Abwehrkette in dem Verhältnis geringer, wie sich der Gegner dem eigenen Tor nähert. Teilweise betragen die Abstände zueinander nur 2-3 Meter. Durch diese Kompaktheit in dem gefährlichen Bereich zentral vor dem Tor, versucht Bayer den Gegner nach außen zu drängen. Man vertritt hier ganz klar die Ansicht, dass der Flügel ungefährlicher für das eigene Tor ist als das Zentrum. Bei Bayer wird also immer von innen nach außen verteidigt, bzw. ihr Balleroberungs-System angewandt.

Nach der Balleroberung agiert Bayer sehr flexibel und zielstrebig nach vorne. Spätestens nach 3-4 Querpässen erfolgt der Pass nach vorne. Die Innenverteidiger schrecken auch nicht vor einem langen Pass in die Sturmspitze zurück. Hier versucht Bayer durch aggressives Pressing den zweiten Ball zu erobern und so gleich in einer aussichtsreichen Situation vor dem gegnerischen Tor zu kommen. Die Innenverteidiger schlagen auch lange Diagonalpässe zu den Mittelfeldaußen. Ihm rücken dann bewusst keine Mitspieler entgegen, die wiederum Defensivspieler des Gegners nach sich ziehen würden. So ermöglicht man dem Mittelfeldaußen eine 1-gegen-1-Situation am Flügel und, bei einem erfolgreichen Durchbruch, der Zug zum Tor. Oft rücken auch bei der Spieleröffnung der Innenverteidiger, die Mittelfeldaußen ins Zentrum als Anspielstationen und schaffen so Platz für vorrückenden Außenverteidiger.

Das Spiel Bayer Leverkusens ist auch dadurch gekennzeichnet, dass immer einer der beiden Angreifer sehr viel Defensivarbeit leistet. Er schließt u.a. Löcher im Mittelfeld und arbeitet am Flügel, um der anderen Spitze das Angriffszentrum zu überlassen. Erkennen die beiden Angreifer, dass Mitspieler den Ball erobert haben, versuch sie mit Tempo in die Spitze zu kommen. Dabei starten sie oft von einem Punkt und kreuzen sehr oft ihre Laufwege. Bietet sich einem Angreifer nicht der direkte Weg zum Tor, so behauptet er den Ball für nachrückende Mitspieler. Oft schieben auch beide Angreifer bewusst nach außen in einer Richtung, um so Räume für Spieler aus der zweiten Reihe zu schaffen.

Bei der Spieleröffnung des Gegners tief in deren Hälfte wird der Ballführende oft von den beiden Angreifern seitlich angelaufen, um so einen Pass ins Zentrum zu provozieren. Im Zentrum lauern dann Mitspieler die bei einem solchen Pass den Gegner sofort aggressiv attackieren. Die ganze Mannschaft schiebt dabei nach Vorne Richtung Ball. Diese Art des Forecheckings kostet zwar Kraft, doch gezielt im Verlaufe des Spiels angewandt, ergeben sich daraus oft sehr gute Torchancen und man vermittelt dem Gegner das Gefühl unter ständigem Druck zu stehen.

Zu Zweit jeden Angriff abwehren!

Im letzten Artikel haben wir beschrieben, wie man sich korrekt im 1-gegen-1 in der Defensive verhält. Dieser individualtaktische Aspekt ist der erste Schritt Richtung Viererkette. Heute werden wir den zweiten Schritt gehen und das richtige Agieren in der kleinstmöglichen Gruppe von zwei Spielern zeigen. Je nach Standort von Ball, Mitspieler, Gegenspieler und deren Anzahl sind teilweise ganz unterschiedliche Dinge zu berücksichtigen.

Greift Beispielsweise der Gegner in Überzahl an, versucht man den Angriff zu verzögern und die nicht ballführenden Angreifer aus dem Spiel zu nehmen. Hat man dagegen eine Gleichzahl mit den Angreifern, rückt man vor und ein und versucht den Ballführenden zu doppeln und Querpässe zu provozieren. Auch wenn die verschiedenen Situationen verschiedene Handlungsaktionen verlangen, so gibt es doch einige Grundregeln die immer eingehalten werden sollten: Ballorientiert verschieben, nicht kreuzen, Abstände halten, in die Tiefe staffeln, laut kommunizieren und gegenseitig absichern. Das oberste Ziel lautet bei der Gruppentaktik: Überzahl in Ballnähe schaffen!

Unter den folgenden Zeichnungen finden man eine Beschreibung, wie man sich in der abgebildeten Situation korrekt verhält. Das ganze Thema haben wir in dem Merkblatt Gruppentaktik zusammengefasst, welches der Trainer ausdrucken und an seinen Spielern verteilen kann.

Unterzahl, Ball am Flügel

Unterzahl, Ball am Flügel: Verteidiger rücken Richtung Ball ein und weichen bis auf ca. 22 Meter zurück um Zeit für nachrückende Mitspieler zu gewinnen! Seitliche Stellung zum Ballführenden einnehmen um ihn den Durchbruch nach außen anzubieten! Aus einer Unterzahl- wird dann eine Gleichzahlsituation. Die Verteidiger agieren in einer leichten Tiefenstaffelung, verhindern dadurch den Pass in die Tiefe und provozieren so zu ungefährlichen Querpässen.

Unterzahl, Ball im Zentrum: Torwart rückt immer vor, um Steilpässe abzufangen! Der Verteidiger auf der Seite des Dribbelfuß rückt vor! Er bietet so dem Ballführenden die schwache Seite zum Durchbruch an. Dort hat sich bereits der andere Verteidiger postiert der auf den Durchbruch wartet, um den Angriff abzuwehren. Die Abstände der Verteidiger müssen so klein sein, dass sie sich gegenseitig absichern können, aber auch so groß, dass sie Passwege zustellen!

Unterzahl, Ball im Zentrum: Torwart rückt immer vor, um Steilpässe abzufangen! Der Verteidiger auf der Seite des Dribbelfuß rückt vor! Er bietet so dem Ballführenden die schwache Seite zum Durchbruch an. Dort hat sich bereits der andere Verteidiger postiert der auf den Durchbruch wartet, um den Angriff abzuwehren. Die Abstände der Verteidiger müssen so klein sein, dass sie sich gegenseitig absichern können, aber auch so groß, dass sie Passwege zustellen!

Gleichzahl: Der ballnahe Verteidiger rückt vor und der ballferne Verteidiger rückt ein! Es wird versucht in Ballnähe Überzahl zu schaffen! Bei großem Abstand der Verteidiger zueinander, den Ballführenden nach außen lenken und bei kleinerem Abstand nach innen lenken um zu doppeln! Verteidiger steuern sich durch laute Kommandos!

Gleichzahl: Der ballnahe Verteidiger rückt vor und der ballferne Verteidiger rückt ein! Es wird versucht in Ballnähe Überzahl zu schaffen! Bei großem Abstand der Verteidiger zueinander, den Ballführenden nach außen lenken und bei kleinerem Abstand nach innen lenken um zu doppeln! Verteidiger steuern sich durch laute Kommandos!

Gleichzahl, Gegner hinterläuft: Gleiches Verhalten wie beim Punkt zuvor! Wird der Ballführende hinterlaufen, lassen sich beide Verteidiger diagonal in die Tiefe fallen! Somit wird der Passweg zum Hinterlaufenden zugestellt und der Ballführende kann gedoppelt werden! Immer Tiefenstaffelung, Abstände und Absicherung beachten!

Gleichzahl, Gegner hinterläuft: Gleiches Verhalten wie beim Punkt zuvor! Wird der Ballführende hinterlaufen, lassen sich beide Verteidiger diagonal in die Tiefe fallen! Somit wird der Passweg zum Hinterlaufenden zugestellt und der Ballführende kann gedoppelt werden! Immer Tiefenstaffelung, Abstände und Absicherung beachten!

Ab sofort jeden Zweikampf gewinnen!

Die Trainingsmethodik unserer Einheiten und auch die aus den Büchern Martin Hasenpflugs sind vom Einfachen zum Schweren strukturiert. Alle Übungen so unkompliziert und regelarm wie möglich konzipiert. Erklärungen auf ein Minimum reduziert. Nur die essentiellen Aspekte der einzelnen Bereiche des Fußball dargelegt. Eine gewisse Detailtiefe wird gemieden, aber unbewusst suggeriert. Aus dem Grund, dass man den jugendlichen Spieler nicht durch eine Informationsflut überfordert und so den natürlichen Spieltrieb hemmt. Die Methodik ist jedoch so aufgebaut, dass die Spieler die Möglichkeit haben die Feinheiten eigenständig zu antizipieren.

Heute haben wir das Thema 1-gegen-1-Situationen in der Defensive. Dies zu trainieren ist ein unentbehrlicher Schritt zum Weg zur Viererkette und auch eine Sache die man immer wieder trainieren sollte, um die Qualität der Viererkette aufrecht zu erhalten, bzw zu verbessern.

Zum Abschluss oder begleitend zum Trainieren von 1-gegen-1-Situationen in der Defensive möchten wir an dieser Stelle wieder ein Zettel unseren Lesern anbieten, den sie ausdrucken und an ihren Spielern verteilen können. Es hat sich in der Vergangenheit bewehrt, dass man den Spielern eine Möglichkeit an die Hand gibt, sich das Gelernte zuhause nochmal anzusehen, zu visualisieren und durch gelegentliches nachschauen im Kopf präsent hält.

Sollten bei den Spielern arge Defizite in diesem Bereich vorhanden sein, sollte das Training von 1-gegen-1-Situationen in der Defensive unbedingt am Anfang zur Umstellung auf die Viererkette stehen und in mindestens vier Trainingseinheiten als Schwerpunkt behandelt werden.

Das Merkblatt kann hier heruntergeladen werden.

Aussenbahn: Angreifer bis auf ca. 2 Meter entgegenstarten! Seitliche Stellung einnehmen! Den direkten Weg zum Tor verstellen! Auf den Fußballen bewegen! Nur auf den Ball konzentrieren! Eventuell Scheinangriffe anwenden! Die Aussenbahn zum Durchbruch anbieten! Beim Durchbruch (Angreifer legt sich den Ball vor) Körper zwischen Ball und Angreifer schieben!

Aussenbahn: Angreifer bis auf ca. 2 Meter entgegenstarten! Seitliche Stellung einnehmen! Den direkten Weg zum Tor verstellen! Auf den Fußballen bewegen! Nur auf den Ball konzentrieren! Eventuell Scheinangriffe anwenden! Die Aussenbahn zum Durchbruch anbieten! Beim Durchbruch (Angreifer legt sich den Ball vor) Körper zwischen Ball und Angreifer schieben!

Zentral: Angreifer bis auf ca. 2 Meter entgegenstarten! Schussbein des Gegners erkennen (meist Dribbelfuß)! Seitliche Stellung einnehmen! Abstand zum Angreifer halten! Nur auf den Ball konzentrieren! Die Seite des „schwachen Fuß“ des Angreifers zum Durchbruch anbieten! Beim Durchbruchsversuch den Ball von der Seite klären!

Zentral: Angreifer bis auf ca. 2 Meter entgegenstarten! Schussbein des Gegners erkennen (meist Dribbelfuß)! Seitliche Stellung einnehmen! Abstand zum Angreifer halten! Nur auf den Ball konzentrieren! Die Seite des „schwachen Fuß“ des Angreifers zum Durchbruch anbieten! Beim Durchbruchsversuch den Ball von der Seite klären!

Im Rücken des Angreifers: Den Angreifer möglichst eng decken, jedoch ohne Körperkontakt! Nur auf den Ball konzentrieren! Erst den Ball attackieren, wenn sich der Angreifer zum Tor dreht und man den Ball sicher klären kann.

Im Rücken des Angreifers: Den Angreifer möglichst eng decken, jedoch ohne Körperkontakt! Nur auf den Ball konzentrieren! Erst den Ball attackieren, wenn sich der Angreifer zum Tor dreht und man den Ball sicher klären kann.

Angreifer wird angespielt: Seitlich versetzt hinter dem Angreifer stehen! Angreifer und Zuspieler genau beobachten! Beim Zuspiel versuchen den Ball abzufangen! Sollte man erkennen, dass dies nicht gelingt, sofort den Versuch der Balleroberung abbrechen und wieder hinter dem Angreifer postieren. Jetzt gleiches Handeln wie im „Rücken des Angreifers“!

Angreifer wird angespielt: Seitlich versetzt hinter dem Angreifer stehen! Angreifer und Zuspieler genau beobachten! Beim Zuspiel versuchen den Ball abzufangen! Sollte man erkennen, dass dies nicht gelingt, sofort den Versuch der Balleroberung abbrechen und wieder hinter dem Angreifer postieren. Jetzt gleiches Handeln wie im „Rücken des Angreifers“!