Goldene Regeln des Fußballspiels
In diesem Artikel geht es nicht um Details. Wie man in bestimmten Spielsituationen seine technischen Fähigkeiten ideal mit den taktischen Vorgaben seines Trainers verbindet, sondern um eine einfache Liste mit den fundamentalsten Verhaltensweisen einer Mannschaften in einem Fußballspiel. Ob es sich dabei nun um ein Meisterschaftsspiel oder einem Abschlussspiel im Training handelt spielt keine Rolle. Im Trainingsspiel muss es Ziel sein, die folgenden Punkte bestmöglichst umzusetzen. Nur so wird man langfristig gesehen auch gegen vermeintlich stärkere Mannschaften erfolgreich Fußball spielen können.
Die Liste unterteilen wir in drei Bereiche. Wie verhalten sich die Spieler einer Mannschaft bei gegnerischem Ballbesitz? Wie agieren sie bei eigenem Ballbesitz damit sie Torchancen kreieren und welche mentalen Voraussetzungen sind notwendig um erfolgreich Fußball zu spielen. Wir beschränken uns in diesem Artikel auf Stichworte und in Klammern dahinter geben wir noch einen kleinen zusätzlichen Hinweis.
Bei gegnerischem Ballbesitz:
- Druck auf den Ballführenden (Das einfachste Mittel den Gegner erheblich in seinen Spielmöglichkeiten zu begrenzen!)
- Abwehrdreieck (Der ballnahe Spieler übt druck auf den Ball aus und die beiden Mitspieler auf den benachbarten Positionen rücken in der Tiefe ein. Für diese Aktion muss laut kommuniziert werden!)
- Abwehrsichel (Alle Spieler rücken zur ballnahen Seite ein. Ballferne Gegenspieler werden ignoriert!)
- Kompaktheit (Gleichbleibende und nicht zu groß werdende Abstände zwischen den Mitspielern!)
- Doppeln (Überzahl in Ballnähe. Erhöhte Chance einer kontrollierten Balleroberung!)
- Verschieben (Position des Balls entscheidet allein über das Laufverhalten der Spieler. Abwehr und Mittelfeld muss beim gegnerischen Spielaufbau versuchen auf einer Linie zu verschieben!)
- Nachsetzen (Sobald ein Spieler überspielt wurde setzt er nach. Wurde ein Mitspieler auf einer benachbarten Position überspielt, wird schnellstmöglich versucht sich wieder hinter dem Ball zu positionieren!)
- Zweikampfkraft (Fair aber entschlossen die Zweikämpfe bestreiten. Auch im Training!)
- Auf Kommando wechselnde Mannschaftstaktiken (Abwehrpressing, Mittelfeldpressing, Angriffspressing. Die zentralen Spieler geben die Kommandos und alle Spieler müssen sich daran beteiligen!)
- Kontrollierte Balleroberung (Nur im Notfall den Ball ins Seitenaus oder unkontrolliert nach vorne schlagen!)
Nach dem Ballgewinn:
- Den ersten Ball sichern (In den freien Raum dribbeln oder einen freien Mitspieler anspielen!)
- Ausschwärmen (Möglichst viele Spieler schieben vor dem Ball. Anspielstationen im Rückraum bilden die Innenverteidiger und eventuell, je nach Verhalten des Gegners, zusätzlich noch der ballferne Außenverteidiger!)
- Spielfeldseiten und Zentrum besetzen (Offene Stellung der Außenspieler Richtung Zentrum und auch die zentralen Spieler eine leicht schräge Stellung zu einer Seite!)
- Dreiecksbildung und nach Möglichkeit sogar Rautebildung (Permanent freilaufen, Positionen wechseln, sich dem Ballführenden anbieten!)
- Im Deckungsschatten des Gegners ist man keine Anspielstation (Nur nach Blickkontakt mit dem Ballführenden freilaufen!)
- Vom Gegenspieler lösen (Mit Lauffinte und Blickkontakt zum Ballführenden. Erst lösen wenn der Pass gespielt werden kann!)
- Spielverlagerungen durchführen (Im höchsten Tempo. Nach Möglichkeit im Direktspiel oder zumindest mit dem ersten Ballkontakt den Pass vorbereiten!)
- Gruppentaktische Angriffsmittel einsetzen (Doppelpass, Hinterlaufen, Direktspiel, Spiel über den Dritten!)
- Tiefe vor Breite (Der Pass mittig durchs Spielfeld ist dem Pass über Außen vorzuziehen. Im Idealfall mit dem Pass nach Vorne einen ganzen Mannschaftsteil überschlagen. Risikopässe vermeiden!)
- Mitspieler zwischen Abwehr und Mittelfeld des Gegners anspielen (Hier verfügt man über die meisten Optionen den Ball im Rücken der Abwehr zu spielen!)
- Vor der gegnerischen Abwehrreihe kreuzen (Mit Tempo und anschließendem Start in die Tiefe. Vorab Blickkontakt zum Ballführenden, so dass die Aktionen aufeinander abgestimmt sind!)
- Ball im Rücken der Abwehr spielen (Das oberste Ziel jeden Angriffs ist es einen Pass im Rücken der gegnerischen Abwehr zu einem Mitspieler zu spielen. Dafür diagonale Flugbälle spielen oder den Pass in die Tiefe!)
- 1-gegen-1-Situationen vor dem gegnerischen Tor suchen (Entweder um frei vor dem Torwart zu stehen oder um weitere Abwehrspieler auf sich zu ziehen!)
- Torabschluss suchen (Statistisch gesehen erzielt die Mannschaft mehr Tore, die auch häufiger aufs Tor schießt!)
- Zielstrebig spielen (Umständliches Agieren birgt mehr Fehlerquellen in sich. Zusätzlich vergeht wertvolle Zeit, indem sich der Gegner wieder ordnen kann!)
Mentale Voraussetzung:
- Absoluter Einsatzwille (Kontrollierte Aggression!)
- Konzentration (Alles im Kopf außer das Spiel ausblenden!)
- Besonnen agieren (Ruhe bewahren und Geduld haben!)
- Freude am Spiel (Positive Grundeinstellung!)
- Aufmerksamkeit (Spiel auch ohne Ball genau beobachten. Sich stets ein Bild des gesamten Spiels machen und antizipieren wie sich das Spiel entwickeln könnte!)
- Selbstvertrauen (Sich seinen Stärken bewusst sein!)
- Verantwortung übernehmen (Das Team führen, indem man Entscheidungen trifft!)
- Hilfsbereitschaft (Teamfähigkeit und mannschaftsdienlich spielen!)
- Bescheidenheit (Die Motivation seines Handeln ist altruistisch. “Opfer” für den Erfolg der Mannschaft bringen!)
Die erläuterten Verhaltensweisen beim gegnerischen Ballbesitz und wie man einen Ballgewinn für eine gelungene Offensivaktion nutzen kann, haben wir ausführlich in dem Trainingsbuch Spielend zur Viererkette erklärt. In diesem Buch für Fußballtrainer, findet man eine systematische Anleitung um seine Mannschaft optimal gegen den Ball agieren zu lassen. Die beinhalteten kompletten Trainingseinheiten machen die Verbesserung der Defensive zu einem Kinderspiel.
In unserem Buch Fußballtraining mit Kids haben wir uns hauptsächlich der spielerischen Ausbildung von Jugendspielern gewidmet. Techniktraining und das Lernen gruppentaktischer Angriffmittel stehen hier im Vordergrund. Viele attraktive Übungen sorgen auch für eine Menge Spaß beim Training! Eine aktuelle Rezension zu diesen Büchern findet man im Suite-Magazin.
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Vielleicht die wichtigste Aufgabe eines Fußballtrainers ist es die Spieler genau beim Ausführen der einzelnen Aufgaben zu beobachten und gemachte Fehler zu korrigieren und bei Bedarf korrekt zu demonstrieren. Ziel des Trainers sollte es immer sein von Beginn an eine korrekte Ausführung der Aktionen zu fordern, damit sich kein Fehlverhalten dauerhaft einschleicht.
Es kann durchaus mal vorkommen, dass der Spieler in einer Sache falsch agiert. Das bedeutet aber lange noch nicht, dass er das korrekte Verhalten nicht kennt. Deshalb sollte man nur bei wiederholtem Fehlverhalten eingreifen. Wichtig ist es auch immer nur bezüglich des aktuell trainierten Schwerpunkts zu korrigieren. So werden die Spieler nicht von Korrekturhinweisen, die kein Bezug zum aktuellen Training haben, verwirrt.
Man sollte wissen, dass die korrekte Ausführung einer Aktion für die nötige Effektivität sorgt und nur so das Potential eines Spielers ausschöpft. Ein weiteres sehr großes Ziel eines Fußballtrainers sollte es sein den Spieler so für den Fußball zu begeistern, dass er auch gerne in seiner Freizeit spielt. Macht er dies, wird der Spieler auch dort immer wieder versuchen, mit den Tipps des Trainers, sein Spiel zu verbessern.
Damit der vielleicht noch recht unerfahrene Trainer weiß, wo genau er beim Training drauf zu achten hat und wie er wiederholt gemachte Fehler korrigieren soll, haben wir folgende Liste zusammen gestellt. Sie ist in Hauptkategorien wie Schießen, Kopfball, Finten usw. unterteilt und diese wiederum in einzelne Teilbereiche, wie z.B. beim Schießen mit den verschiedenen Schusstechniken Innenseitstoß, Innenspannstoß und Vollspannstoß. Bei den Teilbereichen erwähnen wir dann noch in welchen Spielsituationen diese am ehesten zur Anwendung kommen sollten:
Schießen & Passen:
- Innenseitstoß: Standfuß neben den Ball aufsetzen und die Fußspitze des leicht gebeugten Beins zeigt in Spielrichtung. Hüfte so drehen, dass die Innenseite des Spielfußes nach vorne zeigt und den Ball mittig mit der breiten Seite des Fußes trifft. Immer mit dem Spielbein ausholen und durch das Zentrum des Balls schwingen. Fußgelenk dabei fixieren und Fußspitze nach oben ziehen. Einsatzgebiet: Bei flachen Pässen und Torschüssen aus kurzer Distanz.
- Innenspannstoß: Leicht schräger Anlauf zum Ball. Standbein seitlich hinter den Ball aufsetzen und Knie leicht gebeugt. Das Fußgelenk des Spielbeins ist fixiert, die Fußspitze zeigt leicht nach außen und die Ferse nach oben. Nun mit dem Innenriss des Fußes durch das Zentrum des Balls schwingen. Gegenarm als Stabilisierungshilfe einsetzen. Einsatzgebiet: Torschüsse aus seitlicher Position und Flanken.
- Vollspannstoß: Die Fußspitze des Spielbeins zeigt zum Boden und das Fußgelenk ist fixiert. Die Fußspitze des Standbeins zeigt in die Schussrichtung. Die Position des Standbeins bestimmt die Flughöhe des Balls. Seitlich vor dem Ball bedeutet niedrige Flughöhe, seitlich hinter dem Ball bedeutet eine hohe Flugbahn. Kopf heben und Ziel anvisieren. Mit dem Spielbein ausholen und mit dem Fußriss durch das Zentrum des Balls schwingen. Einsatzgebiet: Torschüsse aus größerer zentraler Distanz.
Kopfball:
- Stand: Arme anwinkeln. Kinn zur Brust und Nacken fixieren. Bogenspannung im Rücken. Schwungvoll präzise mit der Stirn den Ball treffen. Augen auf und dem Ball hinterher schauen. Wird der Ball oberhalb des Zentrums getroffen, senkt er sich. Wird er unterhalb des Zentrums getroffen, steigt seine Flugbahn. Einsatzgebiet: Ohne Gegnerdruck.
- Richtungsänderung: In Schrittstellung gehen. Oberkörper in die beabsichtigte Richtung drehen. Oberkörper in Bogenspannung bringen und nach vorne zum Ball schnellen. Einsatzgebiet: Den Kopfball gezielt in eine Richtung bringen.
- Sprung: Kurz anlaufen und dann mit Schwung nach oben (nicht nach vorne) abspringen. Arme und Schwungbein (bei einem einbeinigen Absprung) unterstützen den Absprung. Technik wie beim Kopfball aus dem Stand. Immer mit vollem Einsatz in die Kopfballduelle gehen. Köpft man nach Rechts, mit dem rechten Bein abspringen und köpft man nach links mit dem linken Bein abspringen. Einsatzgebiet: Unter Gegnerdruck, so dass man vor dem Gegner den Ball erreicht.
Dribbling:
- Ballhaltendes Dribbling: Immer wieder Körper zwischen Ball und Gegner schieben. Den Ball flexibel mit der Sohle, den Innen- und Außenseiten des Fußes kontrollierbar halten. Im Idealfall mit dem Rücken an den Gegner lehnen und verschiedene Finten ausführen. Einsatzgebiet: Dieses Dribbling ist nicht auf Raumgewinn ausgelegt, sondern um Zeit für z.B. nachrückende Mitspieler zu gewinnen.
- Tempodribbling: Den Ball mit dem Spann führen. Dabei das Fußgelenk leicht strecken und die Fußspitze zeigt zum Boden. Den Ball möglichst weit, aber stets kontrollierbar, vorlegen und mit höchster Geschwindigkeit folgen. Einsatzgebiet: Falls man bei einem Konter viel Raum vor sich hat.
- Gegnerüberwindendes Dribbling: Hier wird das Dribbling in die eine Richtung angetäuscht, aber der Durchbruch erfolgt in die entgegengesetzte Richtung. Der Gegner wird so zu einem Fehlverhalten provoziert, weil er den Weg für die echte Dribbelrichtung des Angreifers öffnet. Der Durchbruch geht schräg nach vorne und ist immer mit einer Temposteigerung verbunden. Wichtig ist der richtige Augenblick der Finte: Nicht zu früh und nicht zu spät. Einsatzgebiet: Vor dem gegnerischen Tor. Keine günstige Anspielstation vorhanden oder der Gegenspieler spekuliert auf ein Abspiel.
Finten:
- Übersteiger: Leicht schräg auf den Gegenspieler zudribbeln. So zwingt man ihn zu einer Seitwärtsbewegung und man kann den Ball entgegen seiner Laufrichtung abkappen. Mit dem gegnerfernen Fuß von Innen nach Außen über den Ball steigen, den Fuß neben den Ball aufsetzen und das ganze Körpergewicht darauf verlagern. Nun wird mit der Außenseite des anderen Fußes der Ball schräg nach vorne weggespielt. Einsatzgebiet: Frontale 1-gegen-1-Situation.
- Zurückkappen: Das Zurückkappen kann als Pass- oder Schussfinte angewendet werden. Es wird mit dem gegnerfernen Fuß gedribbelt. Mit dem Dribbelfuß wird ein Pass nach vorne angetäuscht. Jedoch schwingt man das vermeintliche Spielbein über den Ball und kappt nun mit der Außenseite des gleichen Fußes den Ball nach hinten ab (180-Grad-Wende). Dabei dreht sich der Oberkörper vom Gegner weg. Den gegnernahen Arm ausstrecken, um den Ball abzuschirmen. Einsatzgebiet: Seitlich mitlaufender Gegenspieler.
- Zurückziehen hinters Standbein: Vor dem Körper wird der Ball mit der Sohle des gegnerfernen Fußes soweit nach hinten gezogen, dass er mit der Innenseite des gleichen Fußes hinter dem Standbein gespielt werden kann. Nun wird der Ball mit der Außenseite des anderen Fußes zur Seite weggespielt. Einsatzgebiet: Bei einem von der Seite heranstartenden Gegenspieler.
- Schussfinte: Es wird deutlich ein Schuss aufs Tor oder eine Flanke angetäuscht. Dann wird aber im letzten Augenblick mit der Innenseite des selben Fußes der Ball nach Innen mitgenommen und mit der Außenseite des anderen Fußes weggespielt. Einsatzgebiet: Keine freie Schussbahn.
- Matthews-Trick: Leicht schräg auf den Gegenspieler zudribbeln. Es wird meist mit der Innenseite des Fußes gedribbelt mit dem man auch den Durchbruch absolvieren will. Nun mit dem anderen Fuß einen weiten Ausfallschritt seitlich hinter dem Ball absolvieren und das ganze Körpergewicht darauf verlagern (Knie dabei beugen). Jetzt wird der Ball mit der Innenseite des Dribbelfußes wenige Zentimeter in Richtung Ausfallschritt gespielt und dann explosionsartig mit der Außenseite des selben Fußes schräg nach vorne in die entgegengesetzte Richtung weggespielt. Der Wechsel von der Innen- zur Außenseite des Fußes erfolgt ganz nah am Ball. Einsatzgebiet: Frontale 1-gegen-1-Situation.
1-gegen-1 Defensive:
- Gegner von Außen: Dem Gegenspieler wird bis auf ca. zwei Meter Abstand entgegen gestartet. Nun gleicht man seine Bewegungen den Bewegungen des Angreifers an. Man achtet nur auf den Ball. Bereits beim Entgegenstarten hat man eine seitliche Stellung zum Gegner eingenommen, so dass man ihm die Außenseite zum Durchbruch anbietet. Auf den Fußballen bewegen. Diverse Attacken antäuschen. Sobald sich der Gegner den Ball vorlegt, Körper zwischen Ball und Gegner schieben. Einsatzgebiet: Außen vor dem eigenen Tor, ohne einen Mitspieler der per Doppeln unterstützen könnte.
- Gegner Zentral: Spielbein erkennen, meist der Dribbelfuß. Vorgehensweise wie zuvor, jedoch wird die seitliche Stellung so eingenommen, dass man dem Gegner den Durchbruch auf seinem “schwachen” Fuß anbietet. Der Ball wird, sobald er etwas vom Fuß des Gegners weg ist, von der Seite attackiert. Einsatzgebiet: Zentral vor dem eigenen Tor, ohne einen Mitspieler der per Doppeln unterstützen könnte.
- Gegner hinterherstarten: Den Laufweg so wählen, dass man zwischen Gegner und eigenem Tor kommt. Sobald man den Gegenspieler eingeholt hat und er sich den Ball erneut vorlegt, schiebt man seinen Körper zwischen Ball und Gegner. Einsatzgebiet: Man wurde überspielt und der Gegner startet Richtung eigenem Tor.
Mentale Fähigkeiten:
- Handlungsschnelligkeit: Absolute Leistungsbereitschaft. Nicht von äußeren Einflüssen ablenken lassen. Den ersten Gedanken ausführen. Spiel aufmerksam beobachten. Nie abschalten. Einsatzgebiet: Im Strafraum und in 1-gegen-1-Situationen.
- Antizipation: Absoluter Willenseinsatz. Gegenseitige Blickkontakte. Sich nicht an einzelnen Spielsituationen “festbeißen”, sondern das Spiel als Ganzes sehen. Auch in brenzligen Spielsituationen Ruhe bewahren und “über” den Dingen stehen. Einsatzgebiet: In einem Pass des Mitspielers starten oder Pässe des Gegners abfangen.
- Peripheres Sehen: Immer wieder den Kopf heben und auch die Positionen der Spieler registrieren die sich nicht im direkten Blickwinkel befinden. Die Handlungsmöglichkeiten aller Spieler im Bezug zur aktuellen und der sich daraus entwickelnden Spielsituation abrufbereit im Kopf haben. Einsatzgebiet: Zuspiel eines Passes. Noch während der Ball unterwegs ist, kennt man seine Handlung. Beim Verschieben. Man kennt die Positionen der Mitspieler auch außerhalb seines Blickwinkels.
Kombinationsspiel:
- Ballan & Mitnahme: Offene Stellung zum Ball einnehmen, so dass man den Ball bereits mit dem ersten Kontakt in den freien Raum mitnehmen kann. Nach Möglichkeit mit der Innenseite des Fußes der sich in der gewünschten Spielrichtung befindet. Die Fußspitze beim Ballkontakt leicht nach oben ziehen, damit der Ball nicht über den Fuß springt. Das Körperteil mit dem ersten Ballkontakt leicht zurückziehen, damit der Ball nicht unkontrolliert wegspringt. Einsatzgebiet: Zuspiel eines Balles.
- Passspiel: Blickkontakt zwischen Passspieler und Passempfänger. Jeder Pass soll nach Möglichkeit für ein Raumgewinn sorgen. Er sollte so druckvoll gespielt werden, dass er nicht vom Gegner abgefangen werden kann und so präzise, dass dieser vom Mitspieler gut weiterverarbeitet werden kann. Nicht zu früh und nicht zu spät abspielen, in der Regel dann wenn der Gegner beginnt den Ball zu attackieren. Nach dem Pass direkt wieder anbieten. Einsatzgebiet: Gewinnt man den Ball, sollte man ihn zuerst sichern und dann mittels Kombinationsspiel eine Torchance kreieren.
- Spiel ohne Ball: Aus dem Deckungsschatten des Gegners laufen. Explosives Lösen vom Gegner (mit Lauffinte). Im Dreieck zum ballführenden Mitspieler und eines weiteren Mitspielers stehen. In die Breite gehen um viel Raum fürs Kombinationsspiel zu schaffen. Auf einen Pass in die Tiefe spekulieren, um im Rücken der gegnerischen Abwehr starten zu können. Ein Spieler kommt dem Ballführenden entgegen (z.B. um Doppelpass zu spielen) und weitere Mitspieler kreuzen ihre Laufwege um den Gegner zu irritieren. Einsatzgebiet: Ein Mitspieler ist in Ballbesitz.
Athletik:
- Antrittsschnelligkeit: In der Beschleunigungsphase den Oberkörper leicht nach vorne beugen. Nur mit den Fußballen den Boden berühren und den Boden beim abstoßen nach hinten wegdrücken. Gehobenes Bein und Oberkörper im rechten Winkel bringen und das Bein wieder kraftvoll zum Boden drücken. Die Arme schwingen entgegen der Schrittbewegung (antizyklisch). Arme sind angewinkelt und an den Ellbogen fixiert. Möglichst große Schritte machen. Nach einem gespielten Pass und einem erneuten anbieten, ist immer der Fuß mit dem man gepasst hat auch der erste Sprintfuß. Einsatzgebiet: Eher als der Gegner am Ball sein. Wegstartenden Gegner einholen.
- Koordination: Brust raus. Oberkörper gerade. Blick nach vorne. Einsatzgebiet: Koordinationstraining.
Das große Plädoyer für die Viererkette
Bisher gab es nicht allzuviele Hilfsmittel für den ambitionierten Fußballtrainer systematisch auf das ballorientierte Spiel umzustellen. Im deutschsprachigen Raum gibt es dazu gerademal zwei Publikationen, die sich dann aber auch an den mittleren Bereich des Seniorenfußballs wenden.
Wie sieht es aber mit entsprechenden Trainingsbüchern für den Jugendfußball oder dem unteren Amateurbereich aus? Sehr rar! Die Trainer solcher Mannschaften waren bisher gezwungen sich mühsam das Material aus verschiedenen Quellen zusammenzusuchen. Natürlich ohne Garantie auf Funktion. Gerade im Jugendfußball ist aber heutzutage die Ausbildung im ballorientierten Spiel absolute Pflicht!
Wer nicht spätestens im Jahr 2010 auf Viererkette und einem kreativen Offensivspiel umstellt, handelt fahrlässig und raubt seinen Jungspielern wertvolle Entwicklungszeit. Ab der C-Jugend sollte konsequent auf Viererkette umgestellt werden. Nur so kann man dem Spieler eine starke spielerische und taktische Basis bieten, die ihm positiv auf seinem zukünftigen fußballerischen Weg begleitet.
Die unteren Teams schauen immer mit Ehrfurcht auf die großen Klubs und vermuten dort das Praktizieren von Voodoo oder ähnlichem. Dies ist jedoch nicht so, sondern deren Stärke basiert auf effizient strukturierte Trainingsmethoden. Doch gerade Teams von kleineren Vereinen können von den neusten Entwicklungen der Jugendfußballerausbildung profitieren und eine spielstarke Mannschaft auf die Beine stellen!
Die Initiative abwehrkette.de hat nun unter Leitung Martin Hasenpflugs ein Trainingslehrbuch verfasst, welches dem Fußballtrainer genau dies ermöglicht. In Spielend zur Viererkette - Zeitgemäßes Jugendfußballtraining wird der denkbar einfachste Weg zu einer effizient agierenden Viererkette gezeigt. Dieses Buch beinhaltet fertige Trainingspläne, die vom Einfachen zum Schweren aufgebaut sind, die der Trainer entweder 1-zu-1 übernehmen kann oder einfach nach seinen Bedürfnissen anpasst.
Das herausragende an der dargestellten Trainingsmethotik ist vorallem die Schnelligkeit in der die angestrebten Trainingsziele erreicht werden können. Dieses Tempo wird auch nur dadurch erreicht, weil die dargebotenen Übungen und Aufgaben extrem motivierend und wirkungsvoll sind. Das Buch beginnt mit dem Hintergrundwissen zur Viererkette. Es folgen die ausführlichen Schwerpunkte Viererketten-Crashkurs, 1-gegen-1 in der Defensive, Gruppentaktik, Doppeln und Mannschaftsverbund.
Bisherige Bücher behandelten das Thema sehr einseitig und das Eintrainieren verlief dann auch entsprechend trocken und langweilig. Zusätzlich war es schwer die benötigte Zeitspanne zum Einstudieren der Viererkette auszumachen und dadurch eine gewisse Planungssicherheit zu erhalten. Aber will man sich wirklich über Wochen auf diese Art durchs Training schlagen? Wird dies nicht spätestens nach der zweiten Einheit sehr demotivierend für die Spieler? Gerade für die Jugend muss ein anderer Weg gewählt werden! Sie wollen Ballkontakte, Erfolgserlebnisse und Abwechslung. Unter diesen Faktoren ist die Begeisterung am stärksten und deshalb sind dann auch hier die Lernfortschritte am größten.
Hauptziel des ballorientierten Spiels in der Defensive (ballorientiertes Verteidigen) ist ja der kontrollierte Ballgewinn. Aus diesem Grund versucht Martin Hasenpflug in seinem Buch das Offensivspiel direkt mit dem Spiel der Viererkette zu verknüpfen. Was ist also nach dem Ballgewinn zu tun? Diese Frage wird ebenfalls ausführlich in Spielend zur Viererkette beantwortet und mit kompletten Trainingseinheiten zum Erlernen eines effektiven Offensivspiels begleitet. Dadurch ist dieses Buch das erste seiner Art im deutschsprachigen Raum, welches das Viererketten-Training optimal mit einem Training für das Offensivspiel verbindet.
Spielend zur Viererkette als Ganzes genommen ist ein großes Plädoyer an alle Fußballtrainer, die sich bisher noch nicht an das Thema wagten, auf Viererkette umzustellen. Mit der Veröffentlichung dieses Buches haben nun alle Trainer die Möglichkeit mit ihrer Mannschaft einen zeitgemäßen Fußball zu spielen.
Ab heute hat man bei Amazon.de die Möglichkeit sich vormerken zu lassen, um dann bei Verfügbarkeit des Buches eine E-Mail-Benachrichtigung zu bekommen. Der Vorteil bei Amazon ist eine schnelle und versandkostenfreie Lieferung.
Inhaltsverzeichnis:
Vorwort * Geschichte der Viererkette * Das ballorientierte Spiel * Trainingsphilosophie * Brasilianisches Aufwärmen * Das Abschlussspiel * Ballan- und Ballmitnahme * Viererkette Kompakt * Mannschaftsverbund Kompakt * Viererketten-Crashkurs * 1-gegen-1 Kompakt * 1-gegen-1 in der Defensive * Gruppentaktik Kompakt * Gruppentaktik * Doppeln Kompakt * Doppeln * Das Offensivspiel * Offensivspiel Kompakt * Offensiv & Kreativ * Standardsituationen * 20 Tipps für das Fußballtraining.
Perfektes Zusammenspiel zwischen Viererkette und Mittelfeld
Die eifrigen Leser unserer Seite wissen bereits, dass das Spiel mit der Viererkette die ganze Mannschaft betrifft. Das Mittelfeld und der Angriff hat genauso wie die Viererkette, bei gegnerischen Ballbesitz Defensivarbeit zu leisten. Nur wenn die ganze Mannschaft aufeinander abgestimmt agiert, kann das Spiel mit der Viererkette seine volle Stärke entfalten.
Volle Stärke bedeutet kontrollierter Ballgewinn und direkte Einleitung des Offensivspiels. In den folgenden Bildern werden wir zeigen, wie das Mittelfeld in den verschiedenen Spielsituationen zu handeln hat. Wir gehen davon aus, dass die Mannschaft in einem 4-4-2 agiert. Das Spiel mit der Viererkette kann nach dem Studieren der Bilder noch besser verstanden werden und mit diesem Wissen wird man in der Lage sein, eigene Lösungswege für mögliche Spielsituationen zu finden.
Das Ganze können wir wieder als PDF-Datei anbieten, damit die Trainer die Möglichkeit haben es ihren Spielern auszudrucken.

Unterstützung eines Mittelfeldspielers (Ball außen): Der druckausübende Außenverteidiger geht so in die seitliche Stellung, dass er den Ballführenden nach innen zum Mittelfeldspieler steuert. Ein zweiter Mittelfeldspieler würde das Zentrum absichern.

Unterstützung eines Mittelfeldspielers (Ball zentral): Der Mittelfeldspieler übt Druck auf den Ballführenden aus. Die Außenverteidiger rücken etwas vor, um Querpässe abfangen zu können. Ein zweiter Mittelfeldspieler würde helfen, den Ballführenden zu doppeln.

Pass in die Tiefe: Bietet sich eine Sturmspitze als Anspielstation an, bildet die Viererkette ein Abwehrdreieck. Der Ballführende wird vom Mittelfeld gestellt oder gedoppelt. Erfolgt ein Pass zur Sturmspitze, doppeln möglichst zwei Mittelfeldspieler nach hinten.

Ball zentral: Das Mittelfeld erzeugt ein Abwehrdreieck und die Viererkette bleibt in Ausgangsposition mit leicht aufgerückten Außenverteidigern.
Das 500-Ballkontakte-Fußballtraining
Aus dem niederländischen Fußball kommt die Empfehlung, dass man einem Jugendspieler in jedem Training 500 Ballkontakte ermöglichen sollte. Viele Trainer hierzulande halten diese Zahl für utopisch. Doch um zu zeigen, dass diese Zahl durchaus nicht zu hoch gegriffen ist, haben wir mal eine exemplarische Trainingseinheit zusammen gestellt.
Die Schwerpunkte der Einheit liegen auf den drei elementarsten Fußballfertigkeiten: Passspiel, Dribbling und Torschuss. Diese, nennen wir sie mal 500-Ballkontakte-Trainingseinheit, ist ideal um Spieler nach langer Pause wieder an den Ball zu gewöhnen. Also z.B. nach einer Schlechtwetterperiode, wo kein regelmäßiges Training stattfinden konnte.
Das Aufwärmprogramm ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Hier haben die Spieler kaum Leerlauf. Durch die kreisförmige Anordnung der Hütchen ist der Weg zur neuen Position, wo dann die nächste Aktion stattfindet, sehr kurz und damit besteht die Möglichkeit innerhalb von kurzer Zeit viele Aktionen zu haben. Die beiden Hütchenquadrate sind schnell aufgebaut und die Übungen für die Spieler leicht zu verstehen. So kann sich der Trainer auf technische Korrekturen konzentrieren.
Die Übung am Tor und im Feld wird mit je einer kleinen Gruppe parallel absolviert, um den Spielern soviele Ballkontakte wie möglich zu bieten. Dem Torschuss geht ein Slalomdribbling voraus. Slalomdribblings garantieren immer viele Ballkontakte und durch die Anordnung der Starthütchen neben den Toren ist man, nach dem Ballholen, für die neue Aktion schnell wieder auf Position. Die Gruppe am Tor ist nochmals unterteilt, so erreicht man hier einen Torschuss nach dem anderen.
Die Übung im Feld ermöglicht ebenfalls viele Ballkontakte, weil auch hier die geteilte Gruppe, nochmals geteilt ist und man mit zwei Bällen parallel kurze Passaufgaben absolviert. Durch möglichst kleine Laufwege sind hier viele Aktionen in kurzer Zeit möglich. Pro Aktion sind immer vier Spieler gleichzeitig aktiv und absolvieren acht verschiedene Pässe und zwei Dribblings. Vier Spieler pausieren kurz um Kraft für den nächsten Durchgang zu tanken.
Durch ein Abschlussturnier mit 4er-Mannschaften in einem kleinen Feld hat jeder Spieler deutlich mehr Ballkontakte, als bei einem Abschlussspiel über eine Spielfeldhälfte. Trotzdem sind in einer 4er-Mannschaften fast alle fußballerischen Elemente umsetzbar, die auch bei einem 11-gegen-11-Spiel von Bedeutung sind.
Ablauf:
Alle Spieler absolvieren parallel in zwei Hütchenquadraten zuerst die Aufwärmübung 1a. Nach ca. 8 - 10 Minuten absolvieren alle Spieler im gleichen Parcours für die gleiche Zeit die Aufwärmübung 1b. Danach wird die Mannschaft in zwei Gruppen geteilt. Die erste Gruppe absolviert die Übung am Tor und die andere parallel dazu die Passübung im Feld. Nach ca. 15 - 20 Minuten wechseln die Gruppen.
Der Abschluss bildet ein Turnier mit vier Mannschaften. Ein Spielfeld ist der Strafraum mit zwei Jugendtoren und das andere Spielfeld wird mit Hütchen markiert und z.B. auf zwei Minitoren gespielt. Jeder spielt gegen jeden und die Spielfelder werden gewechselt, so dass jede Mannschaft mal in jedem Feld gespielt hat. Wer ist am Ende Turniersieger?
Aufwärmübung 1a:
- Für je 8 Spieler ein ca. 15 Meter großes Hütchenquadrat aufbauen.
- An jedem Hütchen zwei Spieler postieren und ein Spieler mit Ball.
- Der Spieler mit Ball dribbelt kurz an, spielt Doppelpass mit seinem Gegenüber und passt ihm dann, Richtung des dritten Hütchens, diagonal in den Lauf.
- Der Angespielt spielt nun Doppelpass mit dem Spieler am dritten Hütchen und immer so weiter.
- Nach jedem Pass in den Lauf des Mitspielers wechselt man im Uhrzeigersinn eine Position weiter.
- Variation: Zwei Pflichtkontakte
Aufwärmübung 1b:
- Gleicher Parcours, gleiche Spielerverteilung.
- Jetzt je ein Ball bei zwei Spieler die sich diagonal gegenüberstehen.
- Die Spieler mit Ball dribbeln kurz an, spielen Doppelpass mit ihrem Gegenüber und passen dann diagonal zum Mitspieler und immer so weiter.
- Nach jedem Diagonalpass wechselt der Spieler im Uhrzeigersinn eine Position weiter.
- Variation: Zwei Pflichtkontakte
Dribbling mit Torschuss 2a:
- Parcours wie in der Zeichnung aufbauen.
- Die Spieler in zwei Gruppen aufteilen und hinter den Slalomhütchen postieren. Jeder Spieler hat einen Ball.
- Die Übung beginnt auf einer Seite, indem der Spieler ein Slalomdribbling absolviert, an die Hütchenreihe vorbei dribbelt, sich den Ball zum Torschuss selbst vorlegt, außen ums Hütchen läuft und aufs Tor schießt.
- Sobald sich der erste Spieler den Ball zum Torschuss vorgelegt hat, startet der Spieler auf der anderen Seite.
- Nach dem Torschuss stellen sich die Spieler an der anderen Seite an. Trainieren der Beidfüssigkeit.
Steilpass nach Ballvorlage 2b:
- Die Spieler in zwei Gruppen teilen und je einem Hütchendreieck zuornden.
- Die zwei Dreiecke befinden sich im Abstand von ca. 5 - 7 Metern gegenüber. Der Abstand A nach B beträgt ca. 5 - 7 Meter und der Abstand A nach C ca. 10 - 12 Meter.
- Je zwei Spieler an den Hütchen A und B. Der vorderste Spieler A hat einen Ball.
- Die beiden Spieler A spielen immer gleichzeitig einen Doppelpass mit B und passen dann Spieler A der anderen Gruppe den Ball in den Lauf. Dieser dribbelt ums Hütchen C und passt dann zurück zu A und immer weiter so.
- A wechselt nach B und B nach A der anderen Gruppe.
- Variation: Zwei Pflichtkontakte
Ganz einfach mehr Torchancen erspielen!
Mit unserer Initiative abwehrkette.de konzentrieren wir uns ja hauptsächlich mit dem Verfassen von Artikel wie man Torchancen verhindert und zu einer schnellen Balleroberung kommt. Doch von Zeit zu Zeit wollen wir mit dem einen oder anderen Artikel darüber hinausgehen und zeigen wie man gekonnt in die Offensive umschaltet und sich so gute Torchancen erspielt.
Mit dem heutigen Beitrag wollen wir also zeigen wie man nach der Balleroberung effektiv arbeitet. Dazu haben wir wieder ein Merkblatt erstellt, wo jede wesentliche Situation abgebildet und mit einem kompakten Text versehen ist. Dieser Zettel eignet sich, wie auch unsere anderen zuvor erstellen Merkblätter, hervorragend zum Verteilen an die Mannschaft. So haben die Spieler die Möglichkeit sich das Ganze in Ruhe zu hause anzusehen und so den ganzen Ablauf zu verinnerlichen.
Wenn man vom Umschalten in die Offensive spricht, kommt einem natürlich auch direkt das Thema in den Kopf, wie man sich im umgekehrten Fall korrekt verhält? Wie agieren bei einem Ballverlust? Wie verteidigen wir in einer ungeordneten Defensive und wie können wir möglichst schnell wieder den Ball erobern? Dieses Thema haben wir in vorherigen Artikel immer mal leicht angeschnitten, doch um auch hier einen ausführlichen Leitfaden anzubieten, werden wir an einem entsprechenden Beitrag arbeiten.
Jetzt aber erstmal unser Merkblatt zur Offensive. Anhand dessen kann der Trainer auch einige Punkte zur Verbesserung seiner Vierer-Abwehrkette ableiten. Denn diese muss erstmal ausgespielt werden um eine Torchance zu erhalten. In diesem Zusammenhang sei aber nochmal ganz ausdrücklich erwähnt, dass wir das Merkblatt ganz bewusst so gestaltet haben, dass man eine Abwehrkette ausspielen muss und keinen gegnerorientierten Abwehrverbund! Denn wenn die Offensive bei einem ballorientierten Gegner in der Lage ist den Ball schnell und direkt nach vorne zu passen, Doppelpässe spielt, Schnittstellen in der Defensive ausnutzt usw. wird es ihr erst recht bei einer Mannschaft mit agierendem Libero gelingen!

Spieleröffnung: Was tun nach der Balleroberung? Die Mitspieler schwärmen in alle Richtungen aus und der Ball wird möglichst schnell und direkt nach Vorne gespielt!

Doppelpass: Die Spieler versuchen stets zusammen mit dem Ballführenden ein Dreieck zu bilden, um so Anspielstationen in Breite und Tiefe zu schaffen! Mittels Doppelpässen gewinnt man Raum und kann so sein Spiel schnell vors gegnerische Tor bringen!

Pässe: Nach Möglichkeit immer einen Steilpass spielen! Ist es nicht realisierbar, da zu risikoreich, dann den Ball auf den Flügel spielen. Sollte auch diese Möglichkeit nicht bestehen, dann einen Quer- oder Rückpass zu einem Mitspieler.

Flügelspiel: Steht die Abwehr kompakt, passt man zum Flügel. Die Angreifer kreuzen und besetzen den kurzen und langen Pfosten. Ein dritter Spieler wartet im Rückraum auf den Ball. Die Flanke kommt flach zum kurzen oder hoch zum langen Pfosten. Mit Tempo in den Ball!
Erfolgreiches Fußballtraining organisieren
Man trainiert in erster Linie um sich fußballerisch zu verbessern und um als Team zur Einheit zu finden. Aus diesem Grund sollte diese beiden Bestrebungen bei der Planung des Trainings und dessen Umsetzung im absoluten Mittelpunkt stehen. Um erfolgreich zu spielen, sollte sich alles andere dem unterordnen. In diesem Artikel wird man einige grundsätzliche Gedanken finden, die einem bei der Verwirklichung dieses Ziel behilflich sein können.
Durch attraktive und abwechslungsreiche Übungsformen versucht man die Spieler immer so gut es geht zu motivieren. Dies kann u.a. durch kleine Wettkämpfe geschehen, wo zwei Gruppen gegeneinander mit dem Ziel antreten, um als erstes eine gewisse Punktzahl zu erreichen. Ein großer Motiviationskiller ist die Langeweile, die z.B. entsteht wenn die Wartezeit zwischen den Aktionen zu groß werden. Aus diesem Grund sollte der Trainer das Training so gestalten, dass alle Spieler stets in Bewegung sind.
Bei manchen Übungen ist dies aber nicht so einfach, deswegen empfiehlt es sich da in kleinen Gruppen zu trainieren. Wenn man also über einen Trainerkollegen verfügt, teilt man zumindest im Hauptteil des Trainings die Mannschaft auf und lässt sie bis zum Abschlussspiel separat trainieren. Kleine Gruppen ermöglichen eine bessere individuelle Betreuung und führt gleichzeitig zu mehr Ballkontakten der Spieler. Allgemein sagt man, dass es Ziel des Trainers sein sollte jeden Spieler im Training ca. 500 Ballkontakte zu ermöglichen.
Ob ein Spieler jetzt 300 oder 700 Ballkontakte hat ist erfahrungsgemäß nicht das Alleinentscheidende. Vielmehr zählt die Qualität der Übung, die Konzentration des Spielers, der Einsatzwille und wenn dann auch noch eine hohe Zahl an Ballkontakten zustande kommt, kann man von einem gelungenen Training sprechen.
Weitere wichtige Aspekte die der Trainer in seiner Arbeit berücksichtigen sollte, ist eine knappe und fachkundige Erklärung des Trainingsziels, wie dessen korrekte Demonstration. Der Trainer sollte nicht alle Fehler korrigieren die er sieht, sondern im Allgemeinen sich auf Wiederholungsfehler und den Sachen betreffend des Trainingsschwerpunktes konzentrieren. Ein gewisser Trainings- und Spielfluss sollte zur Förderung der Kreativität nicht unterbunden werden.
Spielerische, individuelle und mannschaftliche Fortschritte sollte der Trainer zur weiteren Motivation positiv ansprechen. Dies bestärkt eine Mannschaft und auch einen Spieler darin den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Gute Trainingsleistungen und gute Aktionen im Training sollten unmittelbar und dezent gelobt werden. Begeisterungsstürme könnten von einigen Spielern schon als Erreichung des Gesamtziels fehlinterpretiert werden.
Vor und nach dem Training sollte eine kurze Besprechung erfolgen. Was bringt der Mannschaft die anstehende Trainingseinheit? Was erwartet der Trainer von mir? Wie kann ich dies erreichen? Nach dem Training: Was habe ich gut gemacht? Wo kann ich mich noch verbessern? Durch diese direkten Anweisungen und Rückmeldungen erleichtert man dem Spieler sich in die nötige Richtung zu entwickeln.
Was die Trainingsinhalte betrifft, so vertreten wir gewisse Vorstellungen die sich allesamt in der Praxis bewährt haben. Zum einen sollte man Schwerpunktmäßig mit vielen Wiederholungen trainieren. Somit erleichtert man dem Spieler sich auf eine Sache zu konzentrieren, was wiederum zu einer optimalen Entwicklung in diesem Bereich führen kann. Man sollte immer spielnah trainieren, das bedeutet spielnahe Abstände bei den Übungen, realistische Anordnung des Parcours im Spielfeld und Trainingsformen die häufige Spielsituationen simulieren.
Bei unserer Art zu Trainieren gibt es drei Komponenten die sich immer wiederholen. Da steht zu Beginn des Trainings, direkt nach der Besprechung, das Brasilianische Aufwärmen. Neben der körperlichen Vorbereitung auf die folgenden intensiven Aufgaben, wird der Spieler dadurch in einigen weitere Punkten verbessert. So wird aufgrund den parallel ausgeführten Aktionen der Teamgedanke und das Abstimmen auf gemeinsame Handlungen gefördert. Durch die Art der Bewegungen des Brasilianischen Aufwärmens wird zusätzlich noch die Koordination geschult.
Die zweite Komponenten die in jeder unserer Trainingseinheit zu finden ist, ist die Antrittsschnelligkeit. Durch gezielte kurze Sprints mit Richtungswechsel und Koordinationsaufgaben erreicht man das Ziel, im Wettkampf schneller am Ball zu sein als der Gegner. Außerdem wird durch dieses Training die Ausdauer der Spieler ohne spezielles Konditionstraining verbessert.
Das Trainieren der Antrittsschnelligkeit sollte nach dem Aufwärmen im ersten Drittel der Trainingseinheit gelegt werden. Wichtig ist, dass der Antritt in voller Intensität ausgeführt wird. Allgemein wird nach jeder Aktion eine Minute Pause empfohlen. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass diese auch etwas darunter liegen kann. Durch das intensive Training der Antrittsschnelligkeit läuft man auch weniger Gefahr die Spieler im Training zu unterfordern. Es erhöht die Konzentration, weil kräftebedingt auf fußballfreie Gedanken verzichtet werden muss. Durch leicht dosierte Überforderungen im Training kann auch die Antizipationfähigkeit der Spieler gesteigert werden.
Die letzte gleichbleibende Komponente im Training betrifft das Abschlussspiel. Die von uns erläuterte Ansicht mag nicht auf alle Mannschaften zutreffen, doch im mittleren Jugendbereich nach der Umstellung auf die Viererkette hat sie sich bewährt. Es werden keine besonderen Sonderregeln vorgegeben, um gewisse Spielweisen zu provozieren, sondern allein aufgrund der Mannschaftsaufstellung und den taktischen Vorgaben des Trainers ein auf das Ballorientierte fokussiertes Abschlussspiel absolviert.
Doppeln - Der Schlüssel zum Erfolg
Die signifikantteste Änderung der letzten Jahre im Fußball betrifft das Spielsystem. Früher spielte man Gegnerorientiert und heutzutage Ballorientiert. Es gibt zwar immer noch Mannschaften im unteren Amateur- und Jugendbereich bei denen diese Wandlung noch nicht stattgefunden hat, doch mit der Erhöhung der Qualität der Trainer an der Basis, wird auch hier immer mehr das Ballorientierte Spiel vorangetrieben.
Eines der Hauptgründe wieso alle leistungsorientiere Mannschaften auf das Ballorientierte Spiel umgestiegen sind ist der, dass man in Ballnähe Überzahl schafft. So ist man in der Lage offensiv zu verteidigen. Man reagiert nicht auf Aktionen des Gegners, sondern ergreift selbst die Initiative den Ball schnellstmöglich zu erobern und dann einen Angriff einzuleiten. Der ballführende Gegenspieler wird dabei zu Zweit attackiert, was in der Fußballersprache Doppeln genannt wird. Gleichzeitig werden von weiteren Mitspielern in Ballnähe die Passwege zugestellt, so dass der Ballführende zu einem Alleingang provoziert wird. Dies erleichtert die Balleroberung und durch die Überzahl in Ballnähe verfügt man so über viele Anspielstationen das Spiel fortzusetzen.
Wie genau man Überzahl in Ballnähe schafft haben wir ja nun schon zur Genüge dargelegt. Grundsätzlich verschiebt sich die Mannschaft im Kollektiv bei Einhaltung von Seiten- und Tiefenabständen zum Ball. Doch was nützt einem die Überzahl in Ballnähe, wenn man nicht genau weiß wie man sich dann richtig zu verhalten hat? Handelt man falsch, setzt sich der Gegner trotz Unterzahl durch, man foult den Gegner oder schlägt den Ball ins Seitenaus. Aus diesem Grund werden wir in diesem Artikel genau erklären, wie man korrekt doppelt um den Ball nicht zu klären, sondern zu erobern.
Je nach Spielsituation ist ein anderes Handeln notwendig. Man muss unterscheiden, ob man bereits zusammen mit seinem Mitspieler vor dem ballführenden Gegner positioniert ist, der Mitspieler erst von der Seite heranrücken muss, der Mitspieler von hinten heranrücken muss und hier nochmal ob er aus dem Zentrum oder dem Flügel kommt. Grundsätzlich gilt aber auch hier eine absolute Notwendigkeit der Kommunikation. Klare Kommandos wer attackiert (Vor!) oder (Ich!), dass man dabei ist heranzurücken (Warte!) und das man in Position ist (Bin da!).
Es gilt immer eine leichte Tiefenstaffelung beim Doppeln zu schaffen. Ein Spieler rückt entschlossen Richtung Ball vor und versucht mittels seitlicher Stellung ein Dribbling des Gegners nach innen zum Mitspieler zu provozieren. Sobald dieser erkennt, dass der Ball einen Augenblick frei ist, attackiert er.
Auch die Verzögerung des Angriffs ist ein wichtiger Bestandteil des Doppelns. Das Verzögern des Angriffs erreicht man dadurch, dass man erst dem Gegner entgegenstartet, dann dass Tempo des Gegenspielers aufnimmt und ohne ihn zu attackieren ca. zwei Meter Distanz hält. So gewinnt man Zeit für heranrückende Mitspieler und gelangt zur notwendigen Überzahl.

Frontales Doppeln im Zentrum: Der Verteidiger auf der Seite des Dribbelfußes des Angreifers rückt vor und bietet in seitlicher Stellung dem Angreifer seine schwache Seite zum Durchbruch an! Der absichernde Verteidiger attackiert den Ball, sobald dieser vom Angreifer in seiner Richtung vorgelegt wird! Aus diesem Grund darf er sich nicht zu weit vom vorderen Verteidiger entfernt positionieren!

Frontales Doppeln am Flügel: Befinden sich zwei Verteidiger am Flügel (C und A) wird die Außenbahn verschlossen, um den Angreifer zum inneren Verteidiger zu steuern! Befindet sich B noch nicht am Flügel, so verzögert A den Angriff indem er Distanz zum Angreifer hält. B nimmt nun die Position von A ein und A verschließt die Außenbahn! B signalisiert A sein Kommen mit einem Kommando! Mit "Bin da!" beginnt C den Angreifer nach innen zu steuern.

Nach hinten doppeln am Flügel: Der Verteidiger geht in seitlicher Stellung, um dem Angreifer die Außenbahn zum Durchbruch anzubieten! Der Mittelfeldspieler läuft außen zum Angreifer um seinen Körper zwischen Ball und Angreifer zu bringen! Erkennt der Mittelfeldspieler einen Durchbruch nach innen, so läuft er innen zum Angreifer!

Nach hinten doppeln im Zentrum: Der Verteidiger A versucht zuerst den Pass zum Angreifer abzufangen! Gelingt dies nicht, setzt er sich wieder leicht nach hinten ab und schließt den direkten Weg zum Tor! Der Mittelfeldspieler B rückt auf Position C zurück und geht in seitlicher Stellung, um den Angreifer zum Verteidiger A zu steuern!
Die ganze Anleitung gibt es auch wieder als PDF-Dokument zum Ausdrucken für seine Spieler. Viel Spaß und Erfolg damit!
Zu Zweit jeden Angriff abwehren!
Im letzten Artikel haben wir beschrieben, wie man sich korrekt im 1-gegen-1 in der Defensive verhält. Dieser individualtaktische Aspekt ist der erste Schritt Richtung Viererkette. Heute werden wir den zweiten Schritt gehen und das richtige Agieren in der kleinstmöglichen Gruppe von zwei Spielern zeigen. Je nach Standort von Ball, Mitspieler, Gegenspieler und deren Anzahl sind teilweise ganz unterschiedliche Dinge zu berücksichtigen.
Greift Beispielsweise der Gegner in Überzahl an, versucht man den Angriff zu verzögern und die nicht ballführenden Angreifer aus dem Spiel zu nehmen. Hat man dagegen eine Gleichzahl mit den Angreifern, rückt man vor und ein und versucht den Ballführenden zu doppeln und Querpässe zu provozieren. Auch wenn die verschiedenen Situationen verschiedene Handlungsaktionen verlangen, so gibt es doch einige Grundregeln die immer eingehalten werden sollten: Ballorientiert verschieben, nicht kreuzen, Abstände halten, in die Tiefe staffeln, laut kommunizieren und gegenseitig absichern. Das oberste Ziel lautet bei der Gruppentaktik: Überzahl in Ballnähe schaffen!
Unter den folgenden Zeichnungen finden man eine Beschreibung, wie man sich in der abgebildeten Situation korrekt verhält. Das ganze Thema haben wir in dem Merkblatt Gruppentaktik zusammengefasst, welches der Trainer ausdrucken und an seinen Spielern verteilen kann.

Unterzahl, Ball am Flügel: Verteidiger rücken Richtung Ball ein und weichen bis auf ca. 22 Meter zurück um Zeit für nachrückende Mitspieler zu gewinnen! Seitliche Stellung zum Ballführenden einnehmen um ihn den Durchbruch nach außen anzubieten! Aus einer Unterzahl- wird dann eine Gleichzahlsituation. Die Verteidiger agieren in einer leichten Tiefenstaffelung, verhindern dadurch den Pass in die Tiefe und provozieren so zu ungefährlichen Querpässen.

Unterzahl, Ball im Zentrum: Torwart rückt immer vor, um Steilpässe abzufangen! Der Verteidiger auf der Seite des Dribbelfuß rückt vor! Er bietet so dem Ballführenden die schwache Seite zum Durchbruch an. Dort hat sich bereits der andere Verteidiger postiert der auf den Durchbruch wartet, um den Angriff abzuwehren. Die Abstände der Verteidiger müssen so klein sein, dass sie sich gegenseitig absichern können, aber auch so groß, dass sie Passwege zustellen!

Gleichzahl: Der ballnahe Verteidiger rückt vor und der ballferne Verteidiger rückt ein! Es wird versucht in Ballnähe Überzahl zu schaffen! Bei großem Abstand der Verteidiger zueinander, den Ballführenden nach außen lenken und bei kleinerem Abstand nach innen lenken um zu doppeln! Verteidiger steuern sich durch laute Kommandos!

Gleichzahl, Gegner hinterläuft: Gleiches Verhalten wie beim Punkt zuvor! Wird der Ballführende hinterlaufen, lassen sich beide Verteidiger diagonal in die Tiefe fallen! Somit wird der Passweg zum Hinterlaufenden zugestellt und der Ballführende kann gedoppelt werden! Immer Tiefenstaffelung, Abstände und Absicherung beachten!
Ab sofort jeden Zweikampf gewinnen!
Die Trainingsmethodik unserer Einheiten und auch die aus den Büchern Martin Hasenpflugs sind vom Einfachen zum Schweren strukturiert. Alle Übungen so unkompliziert und regelarm wie möglich konzipiert. Erklärungen auf ein Minimum reduziert. Nur die essentiellen Aspekte der einzelnen Bereiche des Fußball dargelegt. Eine gewisse Detailtiefe wird gemieden, aber unbewusst suggeriert. Aus dem Grund, dass man den jugendlichen Spieler nicht durch eine Informationsflut überfordert und so den natürlichen Spieltrieb hemmt. Die Methodik ist jedoch so aufgebaut, dass die Spieler die Möglichkeit haben die Feinheiten eigenständig zu antizipieren.
Heute haben wir das Thema 1-gegen-1-Situationen in der Defensive. Dies zu trainieren ist ein unentbehrlicher Schritt zum Weg zur Viererkette und auch eine Sache die man immer wieder trainieren sollte, um die Qualität der Viererkette aufrecht zu erhalten, bzw zu verbessern.
Zum Abschluss oder begleitend zum Trainieren von 1-gegen-1-Situationen in der Defensive möchten wir an dieser Stelle wieder ein Zettel unseren Lesern anbieten, den sie ausdrucken und an ihren Spielern verteilen können. Es hat sich in der Vergangenheit bewehrt, dass man den Spielern eine Möglichkeit an die Hand gibt, sich das Gelernte zuhause nochmal anzusehen, zu visualisieren und durch gelegentliches nachschauen im Kopf präsent hält.
Sollten bei den Spielern arge Defizite in diesem Bereich vorhanden sein, sollte das Training von 1-gegen-1-Situationen in der Defensive unbedingt am Anfang zur Umstellung auf die Viererkette stehen und in mindestens vier Trainingseinheiten als Schwerpunkt behandelt werden.
Das Merkblatt kann hier heruntergeladen werden.

Aussenbahn: Angreifer bis auf ca. 2 Meter entgegenstarten! Seitliche Stellung einnehmen! Den direkten Weg zum Tor verstellen! Auf den Fußballen bewegen! Nur auf den Ball konzentrieren! Eventuell Scheinangriffe anwenden! Die Aussenbahn zum Durchbruch anbieten! Beim Durchbruch (Angreifer legt sich den Ball vor) Körper zwischen Ball und Angreifer schieben!

Zentral: Angreifer bis auf ca. 2 Meter entgegenstarten! Schussbein des Gegners erkennen (meist Dribbelfuß)! Seitliche Stellung einnehmen! Abstand zum Angreifer halten! Nur auf den Ball konzentrieren! Die Seite des „schwachen Fuß“ des Angreifers zum Durchbruch anbieten! Beim Durchbruchsversuch den Ball von der Seite klären!

Im Rücken des Angreifers: Den Angreifer möglichst eng decken, jedoch ohne Körperkontakt! Nur auf den Ball konzentrieren! Erst den Ball attackieren, wenn sich der Angreifer zum Tor dreht und man den Ball sicher klären kann.

Angreifer wird angespielt: Seitlich versetzt hinter dem Angreifer stehen! Angreifer und Zuspieler genau beobachten! Beim Zuspiel versuchen den Ball abzufangen! Sollte man erkennen, dass dies nicht gelingt, sofort den Versuch der Balleroberung abbrechen und wieder hinter dem Angreifer postieren. Jetzt gleiches Handeln wie im „Rücken des Angreifers“!







