Trainingseinheiten zum Positionsangriff

Die meisten Tore im Fußball fallen gegen eine ungeordnete Defensive. Wie man einen Gegner aus der eigenen Hälfte lockt und so Räume für einen Konter vorbereitet, zeigten wir bereits. Durch schnelles Umschalten und steile Pässe in die gegnerische Hälfte können dann Torchancen entstehen. Das oberste Ziel jeden Angriffs ist es einen Mitspieler im Rücken der Abwehr anzuspielen.

Doch wie erspielt man sich Torchancen gegen eine kompakte und geordnete Defensive? Neben gruppentaktischen Fähigkeiten (Hinterlaufen, Kreuzen, Spiel über den Dritten, Doppelpass, Direktspiel, Pass in die Tiefe usw.), mannschaftstaktischem Verhalten (Überzahl in Ballnähe, maximale Raumaufteilung in alle Richtungen usw.) und individuellen Fähigkeiten (Ballsicherheit, Fintieren, Lauffinten, Wahrnehmungs- und Handlungsschnelligkeit usw.) sind Dreiecksbildung, Passsicherheit, Spielverlagerung und Flügelspiel von elementarer Bedeutung.

1. Trainingseinheit zum Positionsangriff (Positionsspiel)

1. Trainingseinheit zum Positionsangriff (Positionsspiel)

Ablauf:

  • Alle Spieler -> Übung 1 -> Schwerpunkt: Doppelpass, Passsicherheit, Rautenbildung
  • Alle Spieler -> Übung 2 -> Schwerpunkt: Dreiecksbildung, Ballhalten
  • 1/2 Mannschaft -> Übung 3a -> Schwerpunkt: Dreiecksbildung, Ballhalten
  • 1/2 Mannschaft -> Übung 3b -> Schwerpunkt: Dreiecksbildung, Ballhalten, Pass in die Tiefe, 2 gegen 1 Überzahl, Torabschluss

Übung 1:

  • Vier Hütchen im Abstand von ca. 12 Metern als Raute errichten.
  • Jeweils zwei Spieler auf die Positionen A bis D postieren. Die Spieler am Starthütchen A haben je einen Ball.
  • A spielt Doppelpass mit B und leitet den Ball nach C weiter. C spielt Doppelpass mit D und leitet den Ball nach A weiter. (Ohne Abbildung)
  • Alle Spieler rücken eine Position weiter.
  • Variation, siehe Abbildung: A spielt Doppelpass mit B und leitet den Ball nach C weiter. B startet nach seinem Pass sofort C entgegen und wird dadurch passiver Abwehrspieler. B wird nun per Doppelpass von C und D ausgespielt und C leitet den Ball wieder zurück zum Starthütchen A.
  • Spielrichtung nach der Hälfte der Zeit wechseln.

Übung 2:

  • Ein 10 mal 10 Meter großes Quadrat aufbauen und außerhalb jeder Ecke ein 3 mal 3 Meter großes Feld markieren.
  • Es wird 3 gegen 1 auf Ballhalten gespielt. Bei einem Ballverlust wechseln Verteidiger und Fehlerverursacher die Position.
  • Regeln: Die Angreifer dürfen nur innerhalb der kleinen Eckfelder den Ball berühren. Die Pässe dürfen nicht durch das innere Quadrat gespielt werden und die Angreifer dürfen ihn auch nicht betreten. Der Verteidiger darf überall agieren. Zwei Pflichtkontakte für die Angreifer.
  • Tipp: Die Angreifer müssen ihre Laufwege so wählen, dass sie im Dreieck zueinander stehen. Ansonsten hat der Ballbesitzer nur eine Anspielstation. Dazu bleibt der Passgeber in seiner Ecke stehen und der Spieler der nicht den Pass bekommen hat, muss in die freie Ecke starten.
  • Variation: Angreifer dürfen auch direkt spielen.

Übung 3a:

  • Das Feld aus Übung 2 übernehmen.
  • Es wird 5 gegen 2 auf Ballhalten gespielt. Die Spieler dürfen zwei Ballkontakte haben.
  • Ein Angreifer postiert sich ins innere Quadrat und die anderen Angreifer werden fest einer Außenseite zugeordnet.
  • Die Verteidiger müssen den Ball kontrolliert erobert, dass heißt ein Spieler hat zwei Ballkontakte hintereinander oder er spielt zum zweiten Verteidiger ab. In diesem Fall wechselt der Spieler, der am längsten Verteidiger war, die Position mit dem Angreifer der den Fehler verursacht hat.
  • Tipp: Der zentrale Spieler bewegt sich so, dass er sich stets im Dreieck mit dem ballführenden Angreifer und einem weiteren Angreifer befindet. Jeder Spieler soll mal zentraler Angreifer gewesen sein.
  • Variation: Direktspiel

Übung 3b:

  • An der Mittellinie wird ebenfalls 3 gegen 1 in einem 10 mal 10 Meter großem Quadrat auf Ballhalten gespielt.
  • Vor dem Strafraum befindet sich die Abseitslinie A an der sich zwei Angreifer und ein Verteidiger postieren.
  • Nach dem fünften Abspiel in Folge im Quadrat, wird ein Pass zu einem Angreifer an der Abseitslinie A gespielt. Die beiden Angreifer A setzen sich zielstrebig gegen den Verteidiger A mittels Doppelpass, Pass in die Tiefe oder Alleingang durch. Der Angriff muss über die Linie A stattfinden.
  • Befindet sich ein Angreifer vor dem Ball über die Linie A steht er im Abseits. Der Verteidiger aus dem Quadrat setzt nach dem Pass in die Tiefe nach, um den Druck auf die zwei Angreifer A zu erhöhen.
  • Schaffen die beiden Angreifer keinen Durchbruch über die Linie A, müssen sie 5 Liegestütze absolvieren. Die Positionen der Spieler regelmäßig wechseln.

2. Trainingseinheit zum Positionsangriff (Positionsspiel)

2. Trainingseinheit zum Positionsangriff (Positionsspiel)

Ablauf:

  • Alle Spieler -> Übung 1 -> Schwerpunkt: Antrittsschnelligkeit, Koordination
  • Alle Spieler -> Übung 2 -> Schwerpunkt: Kreuzen, Pass in die Tiefe, Passsicherheit
  • 1/2 Mannschaft -> Übung 3a -> Schwerpunkt: Dreiecksbildung, Ballhalten
  • 1/2 Mannschaft -> Übung 3b -> Schwerpunkt: Dreiecksbildung, Rautenbildung, Torabschluss

Übung 1:

  • Für jeweils der Hälfte der Mannschaft zwei Hürden hintereinander platzieren. Hinter den Hürden drei Hütchen im Abstand von ca. 50 cm und ein Zielhütchen im Abstand von ca. 10 Metern.
  • Auf Trainersignal absolviert der jeweils erste Spieler zwei Schlusssprünge über die Hürden, dann jeweils vier Bodenkontakte in den Zwischenräumen der drei Hütchen und zum Schluss einen Sprint zum Zielhütchen.

Übung 2:

  • Drei Hütchen im Abstand von ca. 15 Metern als Dreieck errichten und drei Meter hinter jedem Hütchen ein weiteres Hütchen.
  • An jedes Hütchen ein Spieler ohne Ball. Nur am Starthütchen A stehen zwei Spieler mit einem Ball.
  • A spielt zum vorderen Spieler von B, der den Ball prallen lässt. A spielt nun in die Tiefe zum hinteren Spieler von B. Dieser spielt zum vorderen Spieler von C und immer so weiter.
  • Der vordere Spieler wird zum hinteren Spieler der selben Ecke und der hintere Spieler wird vorderer Spieler der nächsten Ecke. Der vordere Spieler wechselt im Rückwärtslauf, parallel zum Laufweg des hinteren Spielers, zum hinteren Hütchen.

Übung 3a:

  • Ein 20 mal 20 Meter großes Quadrat aufbauen.
  • Es wird 3 gegen 3 auf Ballhalten gespielt. Mit der ballbesitzenden Mannschaft spielen jeweils zwei neutrale Spieler.
  • 15 Pässe in Folge und die Verteidiger müssen 5 Liegestütze absolvieren. Die neutralen Spieler regelmäßig wechseln.
  • Tipp: Für die Dreiecksbildung besetzen die Angreifer immer auch das Zentrum.
  • Variation: Feldgröße ändern, Freies Spiel oder Kontaktbegrenzung.

Übung 3b:

  • Einen doppelten Strafraum mit zwei Toren und Torhütern markieren.
  • Es wird 4 gegen 4 gespielt. Jede Mannschaft agiert als Raute im 1-2-1.
  • Tipp: Bei Ballbesitz unbedingt als Raute formieren. So hat man durch die vorhandenen Dreiecke die Möglichkeit alle gruppentaktischen Angriffsmittel sinnvoll einzusetzen. Aus dem Deckungsschatten des Gegners lösen und in freie Aktionsräume starten. Auf eine offene Spielstellung, besonders der Außenspieler, achten.

3. Trainingseinheit zum Positionsangriff (Spielverlagerung)

3. Trainingseinheit zum Positionsangriff (Spielverlagerung)

Ablauf:

  • Alle Spieler -> Übung 1 -> Schwerpunkt: Spielverlagerung, Passsicherheit
  • Alle Spieler -> Übung 2 -> Schwerpunkt: Dreiecksbildung, Ballhalten, Spielverlagerung, Pass in die Tiefe
  • 1/2 Mannschaft -> Übung 3a -> Schwerpunkt: Dreiecksbildung, Rautenbildung, Spielverlagerung
  • 1/2 Mannschaft -> Übung 3b -> Schwerpunkt: Spielverlagerung, Flügelspiel, Torabschluss

Übung 1:

  • Für je vier Spieler vier Hütchen entsprechend der Position einer Viererkette aufbauen.
  • An jedem Hütchen ein Spieler, möglichst Positionsspezifisch, postieren. Spieler A hat einen Ball.
  • Der Ball wird nun durch die Positionen von A nach D und wieder zurück gespielt. Zwei Pflichtkontakte für jeden Spieler. Welche Viererkette schafft es als erstes den Ball fünfmal zurück zum Starthütchen A zu spielen?

Übung 2:

  • Für je 5 Spieler zwei 10 mal 10 Meter große Quadrate nebeneinander markieren.
  • In einem Quadrat wird 3 gegen 1 auf Ballhalten im Direktspiel gespielt und auf der Grundlinie des anderen Quadrat befindet sich ein vierter Angreifer.
  • Der vierte Angreifer versucht ständig in der Tiefe anspielbereit zu sein. Nach dem fünfte Abspiel in Folge muss dieser angespielt werden und der Verteidiger und zwei Angreifer rücken ins andere Quadrat nach und spielen dort nun 3 gegen 1 auf Ballhalten.
  • Erobert der Verteidiger den Ball wechselt er die Position mit dem Fehlerverursacher.
  • Für jede Spielverlagerung bekommt der Verteidiger einen Minuspunkt. Bei drei Minuspunkten muss er bei einer Balleroberung trotzdem einmal noch Verteidiger bleiben.
  • Variation: Zahl der Ballkontakte erhöhen. Nicht nach Passfolgen, sondern nach einem Trainersignal wird das Spiel verlagert.

Übung 3a:

  • Ein 30 mal 30 Meter großes Feld aufbauen. Zwei Endzonen markieren und an jeder Grundlinie zwei Minitore stellen.
  • Im Feld wird 4 gegen 4 gespielt. Die Mannschaften agieren als Raute. Tore dürfen nur aus der Endzone heraus erzielt werden.
  • Tipp: Durch schnelle Spielverlagerung Überzahl vor einem Minitor schaffen.

Übung 3b:

  • Die Hütchen entsprechend der Zeichnung vor dem Tor aufbauen.
  • Zwei Verteidiger bestimmen die im Wechsel agieren. Diese aber regelmäßig mit anderen Spielern tauschen.
  • An den Hütchen B bis D je ein Spieler ohne Ball und die restlichen Spieler mit Ball ans Starthütchen A.
  • A passt zu B, B zu C und C verlagert das Spiel auf D. D dribbelt bis zur Grundlinie und spielt zu einem freien Angreifer vor dem Tor. Direkt nach ihren Pässen besetzt B den Rückraum am kurzen Pfosten, C den langen Pfosten und A startet zentral in den Rückraum.
  • Nach der Aktion wechseln alle Spieler eine Position weiter.
  • Tipp: Beim Flügelspiel muss ein Abschlussdreieck gebildet werden. Der Flankengeber steht im Dreieck mit einem Angreifer im Rückraum auf Höhe des kurzen Pfostens und einem zweiten Angreifer im Torraum auf Höhe des langen Pfostens.

4. Trainingseinheit zum Positionsangriff (Flügelspiel)

4. Trainingseinheit zum Positionsangriff (Flügelspiel)

Ablauf:

  • Alle Spieler -> Übung 1 -> Schwerpunkt: Flügelspiel, Flugball
  • Alle Spieler -> Übung 2 -> Schwerpunkt: Flügelspiel, Kreuzen
  • 1/2 Mannschaft -> Übung 3a -> Schwerpunkt: Flügelspiel gegen einen Verteidiger, Kreuzen
  • 1/2 Mannschaft -> Übung 3b -> Schwerpunkt: Flügelspiel gegen eine Mannschaft

Übung 1:

  • Ein mobiles Tor auf der Mittellinie postieren. Vor beiden Toren werden nun die Hütchen entsprechend der Zeichnung (Übung 1) aufgebaut.
  • Die Mannschaft teilt sich auf beiden Toren auf und die Spieler vor jedem Tor werden nochmals in zwei Teams unterteilt.
  • An den Hütchen A bis D je Team ein Spieler. Im Wechsel werden nun flanken von Rechts und Links auf einen Spieler seines Teams gespielt.
  • Die beiden Teams treten im Wettkampf gegeneinander an. Ein Kopfballtreffer gibt drei Punkte, ein Treffer ohne vorherigen Bodenkontakt gibt zwei Punkte und ein direkter Treffer mit vorherigen Bodenkontakt einen Punkt.
  • Die Positionen nach jeder Aktion wechseln, so dass jeder im Wechsel flankt und verwertet.
  • Tipp: Erst wenn man die Flugbahn des Balls berechnen kann in den Strafraum startet. So unterläuft man nicht die Flanke und man kann den Schwung des Anlaufs in den Torabschluss übertragen.

Übung 2:

  • Gleicher Aufbau wie in Übung 1. Nur die Hütchen B und C werden um 5 Meter nach hinten versetzt. Es starten nun zwei Angreifer gleichzeitig Richtung Tor um eine Flanke zu verwerten.
  • Tipp: Die beiden Angreifer haben drei Optionen um die Verteidiger zu verwirren. Sie kreuzen beim Hereinstarten, sie brechen das Kreuzen ab oder sie kreuzen gar nicht. Brechen sie das Kreuzen ab, so muss dies durch den vorderen Spieler initiiert werden. Der hintere Spieler sieht die Aktion und kann darauf entsprechend reagieren.
  • Variation: Zuerst nur von der Seite A flanken, so können die beiden Spieler D im Wechsel als Verteidiger agieren. Freistoßflanken.

Übung 3a:

  • Aufbau wie bei der Übung 1, nur das Großtor wird durch zwei Hütchentore ersetzt.
  • Die Rollenverteilung der Spieler ist gleich der Variation von Übung 2.
  • Zwei Teams spielen im Wechsel von Außen einen flachen Pass zu zwei hereinstartende Mitspieler. Das Team erhält einen Punkt, wenn es ein Angreifer schafft mit dem zugepassten Ball durch eines der Hütchentore zu dribbeln.
  • Nach jeder Aktion seine Position wechseln. Nach der Hälfte der Zeit den Ball von der anderen Seite hereinspielen.

Übung 3b:

  • Einen doppelten Strafraum mit zwei Toren und Torhütern markieren. Neben dem Spielfeld befindet sich je eine Flügelzone.
  • Im doppelten Strafraum wird 3 gegen 3 gespielt und jedes Team hat einen Spieler in der Flügelzone.
  • Spieler des doppelten Strafraums dürfen die Flügelzone nicht betreten.
  • Tore nach einem Zuspiel aus der Flügelzone zählen doppelt.

Durch Positionstraining jeden Spieler individuell fördern

Wie in den letzten Beiträgen erwähnt, wird es bei uns in Zukunft nicht nur Artikel über das Ballorientierte Verteidigen geben, sondern auch über Fußballthemen darüber hinaus. Zuletzt gab es einen Artikel mit Trainingseinheiten zur Verbesserung des Offensivspiels. Unser heutiger Beitrag liegt exakt zwischen Defensive und Offensive, bzw. behandelt beide Themen gleich.

Im Folgenden werden wir eine exemplarische Trainingseinheit vorstellen, welches man als Positionstraining bezeichnet. Im Positionstraining geht es darum Spieler an einer bestimmten Spielposition zu gewöhnen und ihm die dort benötigten Fertigkeiten zu vermitteln. Außerdem wird im Positionstraining das Zusammenspiel der gesamten Mannschaft verbessert.

Unser Positionstraining setzt bei den Spielern einige Grundkenntnisse voraus und sollte auch erst nach dessen Erwerb eingesetzt werden. Sie müssen über das Stellungsspiel beim Spiel mit der Viererkette bescheid wissen, über das Schaffen von Kompaktheit bei gegnerischem Ballbesitz, Schaffen von Anspielstationen bei eigenem Ballbesitz, korrektes agieren im 2-gegen-1 in der Defensive, ordentliches Passspiel inkl. korrekter Ballannahme in den offenen Raum und über gruppentaktksche Angriffsmittel.

Wir empfehlen das Positionstraining nach dem rudimentären Vermitteln der oben genannten Punkte, möglichst noch in der Saisonvorbereitung zu absolvieren. Die dabei vermittelten Trainingsinhalte können so im Verlauf der Saison zu Automatismen reifen.

Diese Trainingseinheit der Spielpositionen muss aufgrund seiner Eigenart gänzlich anders strukturiert werden, als ein Training mit einem technischen oder taktischen Schwerpunkt. Für ein effektives Positionstraining ist es sehr wichtig, dass die Spieler ihre Aufgaben dort auf dem Spielfeld absolvieren, wo sich auch ihr Aktionsradius im Wettbewerb befindet. So z.B. macht es wenig Sinn, Sturmspitzen an der Mittellinie kreuzen zu lassen. Da wir alle Positionen in dieser Trainingseinheit trainieren und auch ihr Zusammenspiel, benötigen wir das komplette Spielfeld.

Folgender Trainingsablauf: Ein seperates Aufwärmen kann entfallen, da die erste Trainingsaufgabe einiges an Laufarbeit ohne Ball mit sich bringt. Die Spieler müssen nämlich bei der ersten Aufgabe ihr Stellungsspiel ständig den beiden Situationen gegnerischer und eigener Ballbesitz anpassen. Danach absolvieren die Spieler aus ihren Positionen heraus eine Passfolge, wie es bei einem kontrollierten Angriff aus der eigenen Hälfte denkbar wäre. Danach wird eine Passfolge absolviert, wie sie bei einem Konter möglich wäre. In der letzten Übung soll das Zusammenspiel zwischen Viererabwehrkette und Mittelfeld verbessert werden.

Stellungsspiel - Erste Übung des Positionstrainings.

Stellungsspiel - Erste Übung des Positionstrainings.

Übung 1 - Stellungsspiel des Mannschaftsverbands: Wie links in der Grafik zu sehen, ziehen sich alle Spieler bei gegnerischem Ballbesitz eng zusammen, um im gefährlichen Bereich vor dem eigenen Tor mit mehreren Spielern direkten Zugriff auf den ballführenden Gegner zu haben und um Pässe vor das eigene Tor zu unterbinden.

In der Grafik rechts sieht man die Mannschaft bei eigenem Ballbesitz. Man erkennt, dass die Spieler in allen Richtungen ausgeschwärmt sind und sich so staffeln, dass ideale Voraussetzungen für ein Kombinationsfußball bestehen. Ziel bei eigenem Ballbesitz ist es Dreiecke zu schaffen, so dass man stets Anspielstationen in Breite und Tiefe besitzt. Im Idealfall befindet sich der Ballführende innerhalb einer Raute. Allein durch das Hinzufügen eines weiteren Spielers zu einem Dreieck (Raute) wird die Anzahl der Dreiecke innerhalb der Spieler vervierfacht. So können elf Spieler durch geschicktes Anbieten mehr als 21 Dreiecke parallel bilden.

Ablauf: Zur Vereinfachung für die Spieler kann man jeweils elf Hütchen in zwei verschiedenen Farben für die beiden Spielsituationen aufbauen. Auf Trainerkommando wechseln die Spieler nun im lockeren Lauf zwischen den beiden Möglichkeiten hin und her. Die restlichen Spieler können z.B. ein Kreisspiel in den Spielfeldecken des Gegners machen und tauschen dann mit den anderen Spielern.

Kontrollierter Angriff und Konter - Zweite Übung des Positionstrainings.

Kontrollierter Angriff und Konter - Zweite Übung des Positionstrainings.

Übung 2 - Im zweiten Teil des Positionstrainings befinden sich alle Spieler auf den Positionen die bei einem kontrollierten Spielaufbau zu besetzen sind. Das bedeutet: Die beiden Innenverteidiger befinden sich auf Strafraumbreite. Die beiden Außenverteidiger befinden sich an der Seitenlinie und leicht vorgerückt. Die beiden zentralen Mittelfeldspieler sind gestaffelt. Die beiden Mittelfeldaußen besetzen das Halbfeld und die beiden Angreifer sind ebenfalls gestaffelt. Die Positionen 7 bis 11 können bei dieser Übung doppelt besetzt werden und die Spieler dort wechseln sich nach jeder Aktion ab.

Folgende Passfolge wird nun absolviert: Der Torwart spielt einen Innenverteidiger an. Dieser spielt zum zweiten Innenverteidiger und dieser zum Außenverteidiger. Der Außenverteidiger spielt zum ersten Innenverteidiger zurück und dieser spielt den anderen Außenverteidiger an. Dieser spielt zur 10 und 10 lässt auf die 6 prallen. 6 spielt steil zu dem tiefer postierten Angreifer und dieser lässt auf die 10 prallen. 10 spielt zum Mittelfeldaußen und hinterläuft ihn. Der Mittelfeldaußen dribbelt nach Innen (auf der Außenbahn Raum schaffen) und legt den Ball nach Außen zur 10 ab. 10 spielt Doppelpass mit dem zweiten Angreifer und flankt anschließend den Ball in den Strafraum. Die Mittelfeldaußen und die Angreifer starten in den Strafraum und versuchen die Flanke zu verwerten.

Sind die Positionen 7 bis 11 doppelt besetzt, startet gleichzeitig mit dem Hinterlaufen die nächste Aktion. Sind alle Positionen nur einfach besetzt, wartet man mit der nächsten Aktion bis der Angriff zu Ende geführt wurde. Im Wechsel von jeder Seite angreifen. Folgende elementaren Fußballaktionen werden bei dieser Passfolge angewandt: Seitenwechsel, nach Innen dribbeln, Reihe überschlagen, Ball sichern, Steilpass, Hinterlaufen, Doppelpass, Flügelspiel, Kreuzen und Torabschluss.

Übung 3 - Für den dritten Teil der Einheit platziert man die Hütchen wie rechts abgebildet auf dem Spielfeld. Die offensiven Spieler (weiß) agieren hier nun gegen die defensiven Spieler (schwarz). Die Übung beginnt, indem ein Angreifer versucht über die Grundlinie des Rechtecks der beiden Innenverteidiger zu dribbelt. Die Innenverteidiger erobern den Ball mittels des Doppelns und spielen anschließend die 6 an. Dieser dreht sich mit dem Ball und dribbelt durch das ballnahe Hütchentor. Nun erfolgt ein Pass in die Tiefe zu einem der beiden 10er (flacher Diagonalpass). Dieser legt dann den Ball auf den Flügel raus und bietet sich zusammen mit dem anderen Mittelfeldaußen zum Kombinationsspiel an. Die beiden Außenverteidiger starten den Angreifern entgegen und versuchen in einer 2-gegen-3-Unterzahl den Angriff zu stoppen.

Die Spieler 10, 7, 8, 2 und 3 absolvieren vor ihren Aktionen eine Auftaktbewegung. Die Spieler 9 und 11 wechseln sich nach jeder Aktion ab oder rotieren sogar mit den Innenverteidigern. Die drei Spieler 6 und 10 rotieren ebenfalls nach jeder Aktion. Die Mittelfeldaußen sind doppelt besetzt (auch Außenverteidiger dorthin postieren) und können daher nach jeder Aktion eine Runde pausieren. Die beiden Außenverteidiger haben auch je einen Ersatz und wechseln mit ihm nach jeder Aktion. Nach dem Torabschluss startet sofort die nächste Aktion.

Zusammenspiel zwischen Viererkette und Mittelfeld - Dritte Übung des Positionstrainings.

Zusammenspiel zwischen Viererkette und Mittelfeld - Dritte Übung des Positionstrainings.

Übung 4 - Für die letzte Aufgabe dieser Trainingseinheit wird ein ca. 40 Meter tiefes Feld mit sechs Hütchentore aufgebaut. In dem Feld wird nun 6-gegen-6 bis 8-gegen-8 gespielt, je nachdem wieviel Spieler man zur Verfügung hat. Die Mannschaft in Ballbesitz versucht durch Anwendung gruppentaktischer Angriffsmittel und häufiger Spielverlagerung durch eines der drei Hütchentore zum Mitspieler vor dem gegnerischen Tor zu passen. Erhält dieser den Ball versucht er ein Tor gegen den gegnerischen Torhüter zu erzielen.

Die verteidigende Mannschaft agiert als Viererkette und ballorientiert. Je nach Spielerzahl verfügen sie über zwei bis vier Mittelfeldspieler. Besonders das Zusammenspiel von Viererkette und Mittelfeld muss bei dieser Übung sehr gut funktionieren, damit man den Gegner in diesem enorm breiten Feld nicht zur Entfaltung kommen lässt. Nach Ballverlust immer schnell auf Defensive umschalten. Nach Ballgewinn muss der Ball erst gesichert werden, damit der Angreifer hinter der gegnerischen Mannschaft angespielt werden darf. Welche Mannschaft hat nach dreimal 4 Minuten die meisten Tore erzielt? Genügend Ersatzbälle bereit halten.

Raumdeckung und Flügelspiel: Louis van Gaal entzaubert die Bundesliga

Louis van Gaal der Fußballtrainer aus Holland ist Meistermacher, Champions-League-Sieger und Fußballrevolutionär in Einem. Kein Trainer steht mehr für das 4-3-3, Raumdeckung und einem effektiven Flügelspiel wie er.

Am Anfang tat sich Bayern München noch schwer van Gaals Fußballphilosophie umzusetzen. Man prophezeite sein baldiges Ende und stellte immer wieder den Vergleich zu Jürgen Klinsmann, dass sogar dieser zum gleichen Zeitpunkt ein Jahr zuvor besser dastand. Doch nach mittlerweile einem halben Jahr Arbeit ist Bayern München soweit, dass scheinbar keine Mannschaft der Bundesliga sie stoppen kann. International dübierte man zuletzt Juventus Turin auf eigenem Platz mit 4:1.

Mit welcher Taktik schafft van Gaal diese phänomenalen Ergebnisse? Er teilt das Spielfeld in Zonen (Räumen) auf! Das oberste Ziel der Mannschaft ist es, immer und überall Zugriff auf sämtliche Bereiche im Spielfeld zu haben. Egal wo der Gegner angespielt wird, es muss die Möglichkeit bestehen ihn sofort unter Druck zu setzen, damit eine erfolgreiche Balleroberung gelingt.

Den gegnerischen Spielaufbau lässt van Gaal nicht energisch stören. Die Außenstürmer lassen sich zurückfallen und der Mittelstürmer agiert zusammen mit dem Offensive Mittelfeldspieler an vorderster Front. Sie befinden sich auf einer Höhe und haben nur das Ziel durch geschicktes Verschieben den gegnerischen Spielaufbau zu steuern. Lässt van Gaal mit zwei 6er spielen, soll der Gegner dazu animiert werden ins Zentrum zu passen. Da die beiden 6er sehr zentral agieren, besteht von mehreren Positionen aus direkter Zugriff auf den angespielten Gegner im Zentrum.

Sobald die beiden Offensiven überspielt sind, setzt der Offensive Mittelfeldspieler nach und versucht erneut hinter den Ball zu kommen. Die beiden Außenstürmer schieben sich bei gegnerischen Ballbesitz fast auf eine Höhe mit den beiden 6er. Die Sturmspitze stellt den Pass in den Rückraum zu, um dem Gegner die Möglichkeit einer Spielverlagerung zu nehmen. Bei gegnerischem Ballbesitz agiert Louis van Gaal mit einem 4-4-1-1-System. Das Mittelfeld agiert mit den beiden 6er und den beiden Außenstürmern als flache Vier. Die Außenstürmer rücken jedoch leicht auf, um Querpässe des Gegners abfangen zu können.

Schafft man es zwei kompakte Viererketten plus einen druckausübenden Angreifer hinter den Ball zu bekommen, ist es für den Gegner fast unmöglich aussichtsreiche Anspielstationen zu kreieren. So bleibt nur der Querpass.

Wird der Ball erobert, eröffnen die Innenverteidiger mit flachen und druckvollen Pässen das Spiel. Dabei versuchen sie nach Möglichkeit den Ball zu den Außenstürmern zu spielen. Diese agieren beide sehr nah an der Außenlinie und machen das Spiel dadurch sehr breit. Dem Gegner wird so das Schaffen eines kompakten Mannschaftsverbundes erschwert.

Die Sturmspitze postiert sich dann auf Höhe der Innenverteidiger um sie möglichst weit Richtung eigenem Tor zu drücken. So können Räume zwischen Abwehr und defensivem Mittelfeld geschaffen werden. Bei eigenem Ballbesitz agiert Louis van Gaal mit einem 4-2-3-1-System

Um das Offensivspiel variabel zu gestalten, rücken die Außenstürmer schonmal ins Zentrum um angespielt zu werden. In dem Fall wird Raum für einen nach vorne startenden Außenverteidiger geschaffen. Dieser wird nun vom Außenstürmer angespielt und gleichzeitig läuft der offensive Mittelfeldspieler auf die Außenstürmer-Position, um dort als Anspielstation für den Außenverteidiger zu dienen.

Bei Louis van Gaal halten sich jedoch die Offensivaufgaben der Außenverteidiger in Grenzen. Sie hinterlaufen nur wenig, denn wenn sie sich mit ins Angriffsspiel einschalten, besteht kein Zugriff mehr auf einige defensive Zonen. Bei einem Konter könnten gerade diese vom Gegner zum Erspielen von Torchancen genutzt werden.

Dieses Spielsystem von Louis van Gaal ist natürlich nicht für eine Umstellung auf die Viererkette geeignet. Dafür ist es viel zu komplex und setzt bereits Grundkenntnisse der Viererabwehrkette voraus. Doch ist es interessant zu sehen, wie Profimannschaften das Spiel mit der Viererkette verfeinern, um den anderen Mannschaften auf gleichem Niveau ein Schritt voraus zu sein.

Moderner Fußball aus Sicht der Initiative abwehrkette.de

Von dem lokalen Fußball-Magazin Final-Kick wurden wir für einen Artikel zum Thema Viererkette befragt. Man wollte näheres über unsere Ansicht zum modernen Fußball wissen. Der Bitte kamen wir gerne nach und gaben folgende Antwort:

Wir machen auf unserer Webseite die klare Aussage, dass die Manndeckung in allen Klassen und Jugendmannschaften ad acta gelegt werden sollte und das möglichst schnell! Das Gegenteil der Manndeckung, das Ballorientierte Spiel kann mit den Vorteilen Punkten, dass Überzahl in Ballnähe mit wenig Kraftaufwand hergestellt werden kann. Es bleibt so Kraft für Pressingaktionen. Das Pressing an sich kann einfacher vermittelt werden, da die Mannschaft als Kollektiv agiert. Wer als Kollektiv agiert, weiß wiederum von den Vorteilen der Teamfähigkeit und ist in der Lage diese auch außerhalb des Fußballplatzes erfolgreich umzusetzen.

Das Ballorientierte Spiel wird teilweise auch als Ballgewinnspiel bezeichnet. Die Balleroberung ist der zentrale Gedanke aller Spieler beim Gegnerischen Ballbesitz. Deswegen wird im modernen Fußball von jedem Spieler erwartet innerhalb des Mannschaftsverbundes Initiative zu ergreifen und Kreativität zu zeigen. Spielpositionen die hauptsächlich von einer Sache geprägt sind oder gar nur das Reagieren auf Aktionen von Gegenspielern zum Inhalt haben sind unattraktiv und hemmen die fußballerische Entwicklung des Spielers.

Den Mannschaften wird im modernen Fußball also das Erobern des Balls erleichtert und wenn dies geschehen ist, haben sie aufgrund ihrer Spielweise viele geordnete Anspielstationen in Ballnähe. Dies erleichtert die Einleitung eines erfolgreichen Angriffs.

Ob das Ballorientierte Spiel jetzt mit Dreierkette oder Viererkette und davor mit Raute, flache Vier, drei Stürmern usw. praktiziert wird, hängt von den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Teams ab. Wer jedoch die Meinung vertritt, dass das Ballorientierte Spiel mit einer Viererkette oder Dreierkette nur funktioniert, wenn man die richtigen Spieler hat oder Linienrichter oder Otto Rehhagel mit Libero ja auch Europameister wurde, der hat sich mit dem modernen Fußball nicht richtig auseinandergesetzt, bzw. nicht verstanden.

Die einzige offene Frage ob man mit Viererkette (Dreierkette) spielen kann oder nicht ist die, ob man als Trainer in der Lage ist diese zu vermitteln. Es gibt ehrenamtliche Trainer die in der C-Jugend-Kreisklasse erfolgreich mit Viererkette spielen. Da sollten bezahlte Trainer der Kreis- oder Bezirksliga erst recht in der Lage sein diese zu lehren. Ab Landesliga geht sowieso kein Weg mehr am modernen Fußball vorbei um mithalten zu können.

Unsere Erfahrung zeigt, dass es Sinn macht bei der Umstellung auf das Ballorientierte Spiel direkt auf die Vierkette zu setzen. Die Grundlagen der Viererkette sind nur unwesentlich umfangreicher als die der Dreierkette. Außerdem hat man die Möglichkeit im Mittelfeld ebenfalls mit Viererkette zu spielen. So kann man relativ schnell seine komplette Mannschaft auf das Ballorientierte Spiel umstellen.

Mit der Viererkette ist man unserer Meinung nach flexibler als mit der Dreierkette. So können sich die Außenverteidiger mit ins Angriffsspiel einschalten oder besetzen freie Räume zwischen Innenverteidigung und angreifendem Mannschafsverbund. Mit der Viererkette kann man auch offensiver spielen, da immer nur zwei (anstatt drei wie bei der Dreierkette) Spieler beim Angriff hinter dem Ballführenden bleiben. Mit einer Dreierkette ist es nicht einfach über die komplette Breite des Spielfeldes präsent zu sein, da ist ein geschicktes agieren der Mittelfeldspieler gefragt, was den einen oder anderen Spieler überfordern könnte.

Dagegen hat sich bei den Abschlussspielen im Training die Dreierkette bewährt. Wobei sich die Außenverteidiger bei einem Angriff immer mit einschalten und sich vor dem Ball schieben. So kann man ab fünf Spieler pro Mannschaft sehr gut das Ballorientierte Spiel wettkampfmäßig trainieren, ohne dabei das Offensivspiel vernachlässigen zu müssen.

Viererkette in der Kreisliga A

In der Tageszeitung Neue Westpfälische war neulich ein Artikel über den FC Pr. Espelkamp II und seinem Trainer Axel Krüger zu lesen. Anlass des Artikels ist der anhaltende Erfolg der Mannschaft. Als Aufsteiger hatte man den Klassenerhalt als Zielsetzung und rangiert nun auf Platz Zwei der Tabelle.

Der Trainer sieht die taktische Grundausrichtung seiner Mannschaft als einen wichtigen Faktor des Erfolgs. Vor Saisonbeginn gab es im Verein eine Trainersitzung in der man beschloss, dass die beiden Senioren Mannschaften, wie auch die A- und B- Jugend in Zukunft im 4-4-2 mit Viererkette spielt. Im Mittelfeld soll allerdings mit Raute gespielt werden und nicht mit der Flachen Vier, wie es von uns für die Jugend empfohlen wird. Dieses einheitliche System hat den Vorteil, dass man nicht zu jeder Saison bei Null anfangen muss, sondern aufbauend auf das Gelernte nun auch auf Details - die so oft im Fußball den entscheidenden Ausschlag geben - eingehen kann.

Axel Krüger erklärte, dass es zu Beginn einige Anlaufschwierigkeiten gab, aber dank der Lernwilligkeit der Spieler die Ballorientierte Verteidigung immer besser funktionierte. Im Moment hat die Mannschaft vier Spiele in Folge ohne Gegentor absolviert. Das Thema Viererkette wurde von den Spielern sehr positiv aufgenommen, so dass gerade in der Saisonvorbereitung die Trainingsbeteiligung sehr groß war.

Der Trainer sieht in dem neuen System vor allem den Vorteil, dass er nun nicht mehr persönliche Aufgaben verteilen muss, sondern nur noch Positionspezifische. Dadurch müsse er niemanden mehr groß Anweisungen geben. Außerdem sieht er einen weiteren Vorteil, dass man durch die neue Spielweise sehr viel besser Druck auf den Gegner ausüben kann und so schneller den Ball erobert.

Der Trainer erklärt, dass ihm die Umstellung sehr viel Spaß macht und er sich immer wieder über die Fortschritte freut. Diese Freude seien ihm zusätzliche Motivation und eine Rückkehr zur altbackenden Manndeckung sei für ihn und seine Spieler undenkbar.

Beim Stöbern im Netz sind wir auch auf den Blog Kabinenpredigt gestossen. Dieser wird vom Torwart einer Kreisliga-B-Mannschaft betrieben. Seine Mannschaft der Holzpfosten Schwerte (2005 gegründet) ist zur Zeit mit 12 Punkten und ohne Gegentor nach vier Spielen Tabellenführer. Natürlich mit Viererkette! :-)