Die Angreifer im Spiel mit der Viererkette
Der Laie mag auf den ersten Blick beim Titel dieses Artikel sich fragen, was denn die Angreifer mit dem Abwehrsystem einer Mannschaft zu tun haben? Doch das Spiel mit der Viererkette bringt nur maximale Effektivität, wenn alle Mannschaftsteile sich daran beteiligen.
Wir werden hier mal kurz und knapp die Aufgaben der Angreifer in einem 4-4-2-System erläutern. Wie sie sich zu verhalten haben, wenn die eigene Mannschaft in Ballbesitz ist und was zu tun ist, wenn der Gegner den Ball hat.
Bei eigenem Ballbesitz agieren die beiden Angreifer in einer Tiefenstaffelung, dass heißt ein Angreifer befindet sich deutlich näher Richtung eigenem Tor als der Andere. Sie beobachten das Stellungsspiel des Gegners. Besonders der tiefer agierende Angreifer versucht beim Spielaufbau der eigenen Mannschaft Lücken im gegnerischen Mannschaftsverbund auszumachen und ein Zuspiel in diese zu fordern. Er läuft jedoch erst in diese “Schnittstelle”, sobald seine Mannschaft auch in der Lage ist diesen Pass zu spielen. Läuft er zu früh in die Lücke, wird sie vom Gegner erkannt und geschlossen.
Gerade das Spiel mit zwei Angreifern (gegenüber drei Angreifern) bietet sich immer das schnelle Spiel durchs Zentrum an, da man auf dem Flügel nicht ganz so präsent ist. Das oberste Ziel der Angreifer muss es sein, im zentralen Bereich des gegnerischen Tors, eine Anspielstation zwischen Abwehr und Mittelfeld des Gegners zu schaffen. Gelingt ihnen dass und ein Angreifer ist in diesem Bereich im Ballbesitz, so versuchen zwei Mitspieler links und rechts von ihm in die Tiefe zu einem Pass zu starten. Der besagte Bereich wird in der Fußballersprache als “Red Zone” bezeichnet.
Darüber hinaus sollen die Angreifer darauf achten, dass der ballführende Mitspieler stets Anspielstationen in Breite und Tiefe besitzt. Gerade der tiefer agierende Angreifer muss sich öfters mal vom Gegner lösen, um dem Ballführende eine Anspielstation zu bieten. Steht der gegnerische Mannschaftsverbund im Zentrum sehr kompakt, können die Angreifer mittels kreuzen erreichen, dass dem Gegner die Zuordnung in der Defensive verloren geht.
Die Angreifer sollten nach Möglichkeit immer flach und druckvoll angespielt werden. So wird ihnen die Ballannahme erleichtert und dem Gegner gleichzeitig das Abfangen des Passes erschwert. Sollte sich für den Angreifer keine aussichtsreiche Anspielstation anbieten, weil sich die Mitspieler noch auf dem Weg zu ihm befinden, so behauptet er solange den Ball, bis er den nachrückenden Mitspielern den Ball zuspielen kann.
Hat die Mannschaft es nun geschafft eine Torchance für den Angreifer zu erspielen. So soll diese zielstrebig genutzt werden. Angreifer sollen Mut zum Risiko zeigen und auch keiner aussichtsreichen 1-gegen-1-Situation aus dem Weg gehen! Die Angreifer beobachten stets das Spielgeschehen und versuchen mögliche Spielsituationen vorauszuahnen, um dann im richtigen Augenblick eher als der Gegenspieler am Ball zu sein.
Befindet sich nun der Gegner in Ballbesitz und versucht das Spiel aus der eigenen Hälfte aufzubauen, sind die beiden Angreifer die vorderste Spitze des Defensivbundes. Ist die eigene Mannschaft im Zentrum sehr gut besetzt, weil sie z.B. mit zwei 6er spielt, dann agieren die beiden Angreifer in größerer Distanz zueinander und laufen den ballführenden Gegner links und rechts von der Seite an, um ein Pass ins Zentrum zu provozieren.
Ein Angreifer setzt den Pass nach und versucht zusammen mit den zentralen Mittelfeldspielern den Ballführenden zu doppeln. Der zweite Angreifer bleibt vor dem Ball und versucht, indem er sich ballorientiert verschiebt, einen Rückpass des Gegners zu verhindern. Durch diese Aktion wird Überzahl in Ballnähe geschaffen und durch das Doppeln eine kontrollierte Balleroberung ermöglicht.
Spielt man ein System, indem die Flügel stark besetzt sind (z.b. mit Außenstürmern), so sollte man versuchen den Spielaufbau des Gegners auf die Flügel zu lenken. Dies geschieht, indem ein Angreifer im Zentrum auf vorderster Front agiert und der zweite Angreifer verschiebt sich deutlich tiefer ballorientiert.
Der vordere Angreifer kann nun den Verteidiger dazu verleiten, dass dieser auf den Flügel spielt, indem er ihn seitlich anläuft. Sobald dann der Pass nach außen gespielt wird, setzt der tiefer agierende Angreifer zum Doppeln nach und die anderen Mitspieler verschieben sich deutlich zum Ball und stellen alle Anspielstationen des Ballführenden zu.
Ganz einfach mehr Torchancen erspielen!
Mit unserer Initiative abwehrkette.de konzentrieren wir uns ja hauptsächlich mit dem Verfassen von Artikel wie man Torchancen verhindert und zu einer schnellen Balleroberung kommt. Doch von Zeit zu Zeit wollen wir mit dem einen oder anderen Artikel darüber hinausgehen und zeigen wie man gekonnt in die Offensive umschaltet und sich so gute Torchancen erspielt.
Mit dem heutigen Beitrag wollen wir also zeigen wie man nach der Balleroberung effektiv arbeitet. Dazu haben wir wieder ein Merkblatt erstellt, wo jede wesentliche Situation abgebildet und mit einem kompakten Text versehen ist. Dieser Zettel eignet sich, wie auch unsere anderen zuvor erstellen Merkblätter, hervorragend zum Verteilen an die Mannschaft. So haben die Spieler die Möglichkeit sich das Ganze in Ruhe zu hause anzusehen und so den ganzen Ablauf zu verinnerlichen.
Wenn man vom Umschalten in die Offensive spricht, kommt einem natürlich auch direkt das Thema in den Kopf, wie man sich im umgekehrten Fall korrekt verhält? Wie agieren bei einem Ballverlust? Wie verteidigen wir in einer ungeordneten Defensive und wie können wir möglichst schnell wieder den Ball erobern? Dieses Thema haben wir in vorherigen Artikel immer mal leicht angeschnitten, doch um auch hier einen ausführlichen Leitfaden anzubieten, werden wir an einem entsprechenden Beitrag arbeiten.
Jetzt aber erstmal unser Merkblatt zur Offensive. Anhand dessen kann der Trainer auch einige Punkte zur Verbesserung seiner Vierer-Abwehrkette ableiten. Denn diese muss erstmal ausgespielt werden um eine Torchance zu erhalten. In diesem Zusammenhang sei aber nochmal ganz ausdrücklich erwähnt, dass wir das Merkblatt ganz bewusst so gestaltet haben, dass man eine Abwehrkette ausspielen muss und keinen gegnerorientierten Abwehrverbund! Denn wenn die Offensive bei einem ballorientierten Gegner in der Lage ist den Ball schnell und direkt nach vorne zu passen, Doppelpässe spielt, Schnittstellen in der Defensive ausnutzt usw. wird es ihr erst recht bei einer Mannschaft mit agierendem Libero gelingen!

Spieleröffnung: Was tun nach der Balleroberung? Die Mitspieler schwärmen in alle Richtungen aus und der Ball wird möglichst schnell und direkt nach Vorne gespielt!

Doppelpass: Die Spieler versuchen stets zusammen mit dem Ballführenden ein Dreieck zu bilden, um so Anspielstationen in Breite und Tiefe zu schaffen! Mittels Doppelpässen gewinnt man Raum und kann so sein Spiel schnell vors gegnerische Tor bringen!

Pässe: Nach Möglichkeit immer einen Steilpass spielen! Ist es nicht realisierbar, da zu risikoreich, dann den Ball auf den Flügel spielen. Sollte auch diese Möglichkeit nicht bestehen, dann einen Quer- oder Rückpass zu einem Mitspieler.

Flügelspiel: Steht die Abwehr kompakt, passt man zum Flügel. Die Angreifer kreuzen und besetzen den kurzen und langen Pfosten. Ein dritter Spieler wartet im Rückraum auf den Ball. Die Flanke kommt flach zum kurzen oder hoch zum langen Pfosten. Mit Tempo in den Ball!
Einfach und Erfolgreich spielen mit der Viererkette
Bayer Leverkusen ist in der Bundesliga eine der Überraschungsmannschaften der Saison. Nach dem 16. Spieltag befinden sich die Heynckes-Elf ohne Niederlage an der Tabellenspitze. Als zu Saisonbeginn der neue Trainer Jupp Heynckes kam, gab es einige Änderungen im System von Bayer. Bisher agierte man ständig im Pressing und spielte im Mittelfeld mit einer Raute. Das ständige Pressing wurde reduziert und auch von der Raute im Mittelfeld hat man sich verabschiedet. Man spielt nun mit einer Viererkette vor der Abwehrkette und es wird nun nur noch gezielt gepresst. Bei gegnerischen Ballbesitz im Mittelfeld verschieben sich zwei kompakte Viererketten hinter dem Ball und ein Angreifer übt Druck auf den ballführenden Gegner aus.
Die ballfernen Seiten werden bei Bayer komplett vernachlässigt. Das oberste Ziel lautet, Überzahl in Ballnähe zu schaffen und dabei die Räume so eng wie möglich für den Gegner zu gestalten. Dieses System unterscheidet sich relativ stark vom niederländischen System, welches Bayern München unter Louis van Gaal spielt. Hier ist das Spielfeld in Zonen unterteilt, welches das Ziel verfolgt, in jeder Spielsituation Zugriff auf alle gegnerische Anspielstationen zu haben.
Dieses klassische System der Heynckes-Elf ist im Grunde so einfach wie wirkungsvoll. Die Mannschaft hat schnell die Spielphilosophie ihres neuen Trainers verinnerlicht und stellt nun nach 16 Spieltagen die beste Defensive der Liga. Das sehr ausgeprägte ballorientierte Spiel von Bayer ist sogar so simpel, dass man es bereits in den Grundzügen in mittleren Jugendmannschaften recht schnell einführen kann. Die taktischen Vorgaben halten sich in Grenzen, was wiederum Raum für die kreative Entfaltung der Spieler zulässt.
Auffallend bei der Viererkette von Bayer ist, dass diese sehr stark und kompakt auf einer Linie agiert. Befindet sich der Ball beim Gegner im Mittelfeld, so versucht sie keine Tiefenstaffelung herzustellen. Es befinden sich so kaum Schnittstellen in der Viererkette für den finalen Pass. Dies führt dazu, dass die gegnerischen Spitzen dem Ballführenden oft entgegenstarten müssen. Das nutzt die Abwehrkette um aufzurücken und so den Raum für den Gegner noch mehr zu verengen.
Die Linie in der Abwehrkette wird aber unter gewissen Bedingungen aufgehoben. Befindet sich der ballführende Gegner im Mittelfeld nicht unter genügend druck, so lassen sich die beiden Innenverteidiger etwas in der Tiefe fallen. Auch lässt sich ein Innenverteidiger fallen, wenn der andere Innenverteidiger in den Zweikampf geht. Dies ermöglicht ihm im Falle eines verlorenen Zweikampfs seines Mitspielers noch rettend einzugreifen.
Die Seitenabstände der Viererketten bleiben beim Verschieben gleich. Jedoch werden die Seitenabstände in der Abwehrkette in dem Verhältnis geringer, wie sich der Gegner dem eigenen Tor nähert. Teilweise betragen die Abstände zueinander nur 2-3 Meter. Durch diese Kompaktheit in dem gefährlichen Bereich zentral vor dem Tor, versucht Bayer den Gegner nach außen zu drängen. Man vertritt hier ganz klar die Ansicht, dass der Flügel ungefährlicher für das eigene Tor ist als das Zentrum. Bei Bayer wird also immer von innen nach außen verteidigt, bzw. ihr Balleroberungs-System angewandt.
Nach der Balleroberung agiert Bayer sehr flexibel und zielstrebig nach vorne. Spätestens nach 3-4 Querpässen erfolgt der Pass nach vorne. Die Innenverteidiger schrecken auch nicht vor einem langen Pass in die Sturmspitze zurück. Hier versucht Bayer durch aggressives Pressing den zweiten Ball zu erobern und so gleich in einer aussichtsreichen Situation vor dem gegnerischen Tor zu kommen. Die Innenverteidiger schlagen auch lange Diagonalpässe zu den Mittelfeldaußen. Ihm rücken dann bewusst keine Mitspieler entgegen, die wiederum Defensivspieler des Gegners nach sich ziehen würden. So ermöglicht man dem Mittelfeldaußen eine 1-gegen-1-Situation am Flügel und, bei einem erfolgreichen Durchbruch, der Zug zum Tor. Oft rücken auch bei der Spieleröffnung der Innenverteidiger, die Mittelfeldaußen ins Zentrum als Anspielstationen und schaffen so Platz für vorrückenden Außenverteidiger.
Das Spiel Bayer Leverkusens ist auch dadurch gekennzeichnet, dass immer einer der beiden Angreifer sehr viel Defensivarbeit leistet. Er schließt u.a. Löcher im Mittelfeld und arbeitet am Flügel, um der anderen Spitze das Angriffszentrum zu überlassen. Erkennen die beiden Angreifer, dass Mitspieler den Ball erobert haben, versuch sie mit Tempo in die Spitze zu kommen. Dabei starten sie oft von einem Punkt und kreuzen sehr oft ihre Laufwege. Bietet sich einem Angreifer nicht der direkte Weg zum Tor, so behauptet er den Ball für nachrückende Mitspieler. Oft schieben auch beide Angreifer bewusst nach außen in einer Richtung, um so Räume für Spieler aus der zweiten Reihe zu schaffen.
Bei der Spieleröffnung des Gegners tief in deren Hälfte wird der Ballführende oft von den beiden Angreifern seitlich angelaufen, um so einen Pass ins Zentrum zu provozieren. Im Zentrum lauern dann Mitspieler die bei einem solchen Pass den Gegner sofort aggressiv attackieren. Die ganze Mannschaft schiebt dabei nach Vorne Richtung Ball. Diese Art des Forecheckings kostet zwar Kraft, doch gezielt im Verlaufe des Spiels angewandt, ergeben sich daraus oft sehr gute Torchancen und man vermittelt dem Gegner das Gefühl unter ständigem Druck zu stehen.
Die geheimen Strategien zum sicheren Torerfolg
Durch das Spielen mit Viererkette praktiziert man ein ständiges Verschieben, Pressen und Absichern. Dies sind die Charakteristiken einer möglichst häufig stattfindenden Balleroberung. Im Fußball fallen ca. 80 Prozent der Tore direkt nach einem Ballverlust des Gegners.
Aufgrund des ballorientierten Verschiebens schafft man permanent Überzahl in Ballnähe. Das heißt, dass man bei einer Balleroberung viele Anspielstationen in Ballnähe besitzt. Hat man nun den Ball erobert sind schnelle Pässe nach Vorne gefragt. Denn es ist davon auszugehen, dass die gegnerische Mannschaft bei einem Ballverlust recht weit aufgerückt ist. Dadurch hat man eine sehr gute Möglichkeit durch Überzahl vor dem gegnerischen Tor sich eine sehr gute Torchance zu erspielen.
Bei einer Balleroberung ist es nicht ratsam 1-gegen-1-Situationen zu suchen, einmal verliert man dadurch Zeit, so dass die gegnerische Verteidigung sich wieder organisieren kann und zum anderen nimmt man sich den Vorteil, dass man aufgrund des ballorientierten Verschiebens viele Anspielstationen besitzt. 1-gegen-1-Situationen sind in der Regel nur vor dem gegnerischen Tor sinnvoll, wenn man hier einen Gegenspieler ausspielt, ein anderer Verteidiger für ihn in den Bresche springt und somit die Deckung eines Mitspielers aufgeben muss. Dieser Mitspieler eignet sich nun hervorragend zum Anspielen.
Doch wie spielt man nun nach der Balleroberung den Ball am besten nach vorne? Dazu sollte man sich genau im Klaren sein, weshalb überhaupt Pässe im Fußball gespielt werden. Nämlich um Raum zu gewinnen. Es nützt selten was, wenn man einen Mitspieler der unter gegnerischen Druck steht den Ball zuspielt. Das Risiko ist viel zu groß, dass er den Ball verliert und der Gegner nun in der aussichtsreichen Situationen ist, die man ja gerade noch selbst besessen hat.
Wichtig ist nun, dass die Mitspieler Anspielstationen schaffen und zwar wie folgt:
- In Breite und Tiefe
- Den Deckungsschatten des Gegners verlassen
- Rückraum besetzen
In erster Linie sollte für den Ballbesitzenden das Ziel sein den Ball nach vorne zu spielen, um möglichst schnell möglichst viele gegnerische Spieler hinter dem Ball zu lassen. Sollte kein sicheres Passspiel nach vorne möglich sein, so sollte der Ball quer gespielt werden, sollte dies auch zu risikoreich sein, wird der Ball nach hinten gepasst um das Spiel auf die andere Spielfeldseite zu verlagern.
Da die gegnerische Mannschaft, gerade im Jugendbereich, sehr viel Zeit zum ballorientierten Verschieben benötigt, wird man auf der anderen Seite nun genügend freie Räume besitzen um den Ball schnell und sicher nach vorne spielen zu können.
Die Angreifer versuchen sich nun vor dem Ball zu schieben und auf einen Pass in die Schnittstelle der Abwehr zu lauern. Im Idealfall kreuzen die Angreifer noch vor ihren Aktionen, um den Verteidigern die korrekte Zuordnung ihrer Deckungsaufgaben zu erschweren. Der Pass in die Tiefe sollte druckvoll, flach und mit einem Blickkontakt erfolgen. Die sich daraus ergebende Torchance sollte ohne Zögern zielstrebig genutzt werden.
© Martin Hasenpflug
Abwehrverhalten für semiprofessionelle Abwehrketten
In unseren vier Trainingseinheiten haben wir uns darauf beschränkt das Verhalten der Abwehrkette bei den üblichsten Angriffssituationen aufzuzeigen. Wie bereits erörtert hat dies den einfachen Grund, dass man die Mannschaft nicht mit zuviel Informationen überfordert und das ballorientierte Verteidigen dann garnicht funktioniert. Deshalb sind folgende Tipps auch nur für Mannschaften gedacht, die bereits die Lerninhalte der ersten vier Trainingseinheiten vollkommen verinnerlicht haben. Im Jugendbereich oder unteren Amateurbereich ist es auch nicht unbedingt notwendig sich mit allen Finessen der Viererkette auszukennen, da die Gegner selten so stark sind, dass sie über die komplette Bandbreite der gruppentaktischen Angriffsmittel verfügen. Nun die versprochenen Tipps:
- Ein gegnerischer Spieler dribbelt auf einer Nahtstelle der eigenen Abwehrkette zu und zwei Spitzen setzen sich nach außen ab um angespielt zu werden. Die beiden Abwehrspieler der Nahtstelle rücken nun zusammen und lassen sich, wie die anderen Spieler der Abwehrkette auch, in die Tiefe auf einen sicheren Abstand von 23 Meter fallen. Je näher der Dribbler Richtung Tor kommt, desto energischer muss er attackiert werden.
- Nicht auf das Provozieren von passivem Abseits des Gegners hereinfallen und in diesen Situationen nie auf Abseits spielen.
- Die Tiefe absichern hat Vorrang gegenüber aggressiver Balleroberung.
- Mittelfeldspieler verfolgen in die Spitze dribbelnde Gegenspieler um sie gegebenenfalls direkt an einen Torchuß oder Pass zu hindern, bzw. einem Abwehrspieler behilflich sein den Ball zu erobern.
- Bei Überzahlsituation des Gegners nicht den ballbesitzenden Angreifer attackieren, sondern Passwege zustellen und versuchen die Spielsituation solange zu verzögern bis Mitspieler sich zum Ball verschoben haben.
Das war es wieder für heute. Sobald wir neue mitteilungswürdige Sachen haben, werden wir sie Euch mitteilen.
Einen schönen Trainingstag wünscht die Initiative abwehrkette.de!



