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Jun 07 2010

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Die Besten Tipps großer Fußballtrainer

Wichtig für den Erfolg einer Fußballmannschaft ist natürlich gutes Training. Dies ist offensichtlich und für jeden einleuchtend. Doch wie sieht es im Hintergrund einer Mannschaft aus? Welche Hebel müssen in Gang gesetzt werden, damit das komplette Potential einer Mannschaft abgerufen werden kann? An dieser Stelle werden wir drei Auflistungen mit jeweils drei Punkten vorstellen, die den entsprechenden Weg zeigen. Jeder Trainer sollte sich hinterfragen, inwieweit er diese bisher umsetzte. Desweiteren sollte er überprüfen inwiefern diese Ansichten bei seinen Spielern präsent sind und er sollte sich zum Ziel machen, dass diese Punkte allgegenwertig über alles andere stehen.

Regel Eins: Was bestimmt die Handlungen eines Spielers auf dem Spielfeld?

  1. Position des Balls
  2. Position des Mitspielers
  3. Position des Gegenspielers

Bei gegnerischem Ballbesitz verschiebt sich der komplette Mannschaftsverbund Richtung Position des Balls. Dabei werden die Abstände zu den Mitspielern eingehalten. Die eigene Handlungsweise wird immer die des Mitspielers angepasst. Rückt z.B. ein Innenverteiger Richtung ballführenden Gegner vor, bildet dieser zusammen mit den beiden Spielern auf den banachbarten Positionen ein Abwehrdreieck. Am unwichtigsten für die eigenen Handlungen ist die Position des Gegenspielers. Oberste Priorität hat die Verengung von gefährlichen Räumen vor dem eigenen Tor. Ballferne Gegenspieler werden zugunsten der Kompaktheit „vernachlässigt“.

Diese Reihenfolge an Prioritäten ist im Fußball relativ neu. Vor einigen Jahren, als man noch nicht ballorientiert gespielt hat, lautete sie noch ganz anders: 1. Position des Gegenspielers, 2. Position des Balls und 3. Position des Mitspielers. Deswegen sprach man damals von einem Gegnerorientierten Spiel.

Auf dem ersten Blick war die alte Vorgehensweise einleuchtend. Der Gegner hat den Ball. Der Ballführende kann entweder dribbeln oder einen Pass spielen. Also bekämpft man diese Spieler. Es fand jedoch ein Paradigmenwechsel statt. Nicht mehr der Gegenspieler ist wichtig, sondern der Mitspieler! Es klingt recht paradox, dass man sich für einen Ballgewinn mehr an die Aktionen des Mitspielers, als an die des ballführenden Teams orientieren muss, ist aber am effektivsten.

Im Fußball war es noch nie so Wichtig als Einheit aufzutreten, wie beim Ballorientierten Spiel. Dies beeinflusst zusätzlich positiv den Charakter des Spielers. Auch in anderen Bereichen des Lebens wird es ihm einfacher fallen zu erkennen, dass man miteinander viel mehr erreichen kann, als wenn man als Einzelkämpfer agiert.

Regel Zwei: Erfolgreich Fußballspielen nach Christian Gross!

  • Kompaktheit
  • Zweikampfstärke
  • Effektivität

Der Trainer von VfB Stuttgart fasst die Bedingungen für ein erfolgreiches Fußballspiel in diesen drei Punkten zusammen. Die geforderte Kompaktheit erreicht man durch die Auflistung unserer ersten Regel. Den zweiten Punkt Zweikampfstärke erreicht man durch mutigen Einsatz und einen absoluten Willen sich bestmöglich für den Erfolg der Mannschaft einzubringen. Mit der Nennung des dritten Punkts fordert er ein gradliniges und schnelles Spiel nach vorne. Unnötige Aktionen die das Spielgeschehen bei eigenem Ballbesitz verzögern, sollen vermieden werden.

Effektivität wird bei gegnerischem Ballbesitz durch den ersten Punkt Kompaktheit erreicht. Ziel der Defensive ist es nicht mehr den Angriff abzuwehren, sondern den Ball kontrolliert zu erobern um einen schnellen Gegenangriff zu starten. Aufgrund der Kompaktheit wird dies vereinfacht, da man so über viele Anspielstationen in Ballnähe verfügt.

Regel Drei: Teamgeist à la Louis van Gaal!

  1. Mannschaft
  2. Spieler
  3. Trainer

In jedem Verein gibt es Hierarchien. Doch um Dauerhaft erfolgreich zu sein, kann es nur eine Rangfolge geben an der sich alle Personen orientieren sollten. An oberster Stelle steht die Mannschaft. Alle müssen ihre eigenen Interesse zugunsten der Gemeinschaft zurückstellen und nur zum Wohle des Teams handeln. Wenn alles für die Mannschaft getan wurde, geht es um die Interessen des einzelnen Spielers. Fühlt er sich als Individiuum akzeptiert, sinkt das Verlangen sich zu profilieren und er kann seine ganze Energie in die Mannschaft einbringen. Der Trainer ist das letzte Glied dieser Kette. Er kann auf Dauer nur bestehen, wenn sein einziges Interesse der Erfolg der Mannschaft ist. Als letztes Glied der Kette, ist er am leichtesten austauschbar.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass der Trainer absolut für die Mannschaft und seinen Spielern da sein sollte. Seine Kraft gilt die individuellen Stärken zu erkennen und den Spielern Wege zeigen wie sie diese zum Wohle der Mannschaft einsetzen können. Der Dienst für die Mannschaft sollte als größte Leistung dargestellt werden die ein Spieler vollbringen kann. Ein Spieler der sein Team stark macht, ist immer besser als ein starker Spieler!

Beendet möchten wir diesen Artikel mit einem Zitat von Reiner Calmund: „Kompetenz und Leidenschaft sind der Schlüssel zum Erfolg!“

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