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Jan 27 2011

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Trainingseinheit zur Verbesserung des Direktspiels

Durch die verbesserte taktische und technische Ausbildung der Spieler in den letzten Jahren, stößt man ab bestimmten Klassen verstärkt auf immer spielstärkere Teams. Um gegen diese erfolgreich zu spielen, ist es unerlässlich Schnelligkeit in allen Bereichen zu zeigen. Eines dieser Bereiche ist das Direktspiel. Mittels dem Direktspiel ist man z. B. in der Lage schnell Spielverlagerungen durchzuführen. Sich aus Drucksituationen in engen Räumen zu befreien. Nach einer Balleroberung den Ball schnell in die Spitze zu spielen, um auf einen unorganisierten Gegner zu treffen und vieles mehr.

direktspiel

Komplette Trainingseinheit Direktspiel

Für das Direktspiel ist ein gewisses Maß an technisches Spielvermögen nötig, welches aber ab der D- bis C-Jugend vorhanden sein sollte. Die nachfolgend beschriebene Trainingseinheit sollte also ab dieser Altersstufe (je Leistungsstand) umgesetzt werden können. Als Trainer ist darauf zu achten, dass das Standbein in Spielrichtung zeigt, der Fuß komplett aufgedreht wird, der Ball mittig mit der Innenseite getroffen wird und das Schussbein durch das Zentrum des Balls geschwungen wird. Ausserdem ist für ein schnelles Spiel eine gute Spielübersicht wichtig, so dass man bereits vor dem Zuspiel die Positionen seiner Mitspieler kennt. Beim Zuspiel sollte Blickkontakt mit dem Passempfänger bestehen. Trotz vielen möglichen Korrekturen diese so gering wie möglich halten.

Übung 1:

  • Zwei Koordinationsleitern nebeneinander aufbauen und die Spieler je zur Hälfte dahinter postieren.
  • Die jeweils ersten beiden Spieler starten in die Koordinationsleier und die jeweils Nächsten folgen, sobald sich der vordere Spieler im vierten Zwischenraum befindet.
  • Folgende mögliche Aufgaben: Ein Bodenkontakt je Zwischenraum (Variation: Rückwärts). Zwei Kontakte je Zwischenraum (Variation: Rückwärts). Sprunglauf (Ein Bodenkontakt in jedem zweiten Zwischenraum). Seitlich überkreuz laufen (linkes Bein hinter rechtes Bein ziehen und umgekehrt). Zwei kleine Schlusssprünge je Zwischenraum. In den ersten drei Zwischenräume ein Kontakt, dann Sprunglauf. Zwei Kontakte je Feld, immer ein Feld überspringen und ein Feld zurück. Sidesteps vorwärts (zwei Kontakte im Feld und je ein Kontakt außen). Kniehebelauf zur Seite (linkes Bein ein Kontakt je Feld und rechtes Bein außerhalb der Leiter).
  • Noch mehr Aufgaben (NEU): Nur den rechten (linken) Fuß mit einem Kontakt pro Feld aufsetzen, der andere Fuß befindet sich neben der Koordinationsleiter. Das Knie mit dem Fuß innerhalb der Leiter wird dabei etwas höher angezogen als das andere Knie. Nun stellt sich der Spieler seitlich vor das erste Feld der Leiter: Rechter (linker) Fuß geht mit einem Kontakt ins Feld, dann wieder raus und ins nächste Feld.  Der andere Fuß bleibt dabei immer außerhalb der Leiter. Die Beine dürfen dabei nicht kreuzen! Weiter mit seitlicher Position zur Leiter: Schrittsprünge, je Feld ein Kontakt mit jedem Fuß ins Feld und außerhalb (zwei Bewegungen). Jetzt wieder frontal zur Leiter: Sidesteps mit drei Kontakten auf jeder Außenseite (2 Kontakte äußerer Fuß, 1 Kontakt innerer Fuß) und zwei Kontakte (1 Kontakt rechter und linker Fuß) ins Feld.
  • Noch mehr Aufgaben (GANZ NEU): Linker Fuß erstes Feld, rechter Fuß erstes Feld, linker Fuß übernächstes Feld, rechter Fuß übernächstes Feld usw.. Seitlich neben dem ersten Feld stellen. Rechter Fuß rein, linker Fuß oberhalb der Leiter, Rechter Fuß ein Feld weiter, linker Fuß unterhalb der Leiter, rechter Fuß ein Feld weiter, linker Fuß oberhalb der Leiter usw.. Danach das gleich mit dem anderen Fuß. Wieder frontal zur Leiter: Beidbeinig ins erste Feld springen, beidbeinig ins übernächste Feld springen usw.. Rechter Fuß ins erste Feld, linker Fuß erstes Feld, rechter Fuß nächstes Feld, linker Fuß daneben, Beine spreizen (so dass die Leiter zwischen den Beinen ist), beidbeinig ins nächste Feld springen. Dann wieder rechter Fuß nächstes Feld, linker Fuß daneben usw.. Letzte Aufgabe: Das gleiche wie zuvor, jedoch wird nach den ersten vier Bodenkontakten in den ersten beiden Feldern, zuerst beidbeinig ins nächste Feld gesprungen und dann die Beine gespreizt usw..

Übung 2:

  • Zwei Parcours für je 6 bis 8 Spieler spiegelverkehrt nebeneinander aufbauen.
  • Die Abstände zu den einzelnen Positionen beträgt ca. 12 Meter.
  • Spieler A passt B diagonal in den Lauf, B passt direkt C diagonal in den Lauf und C zu D. D passt durch das Hütchentor A zum nächsten Spieler seiner Gruppe. Sobald A auf Position B gewechselt ist, bekommt er vom zweiten Spieler A einen Pass zugespielt.
  • Welche der beiden Gruppen schafft es als erstes 15 x durch das Hütchentor A zu passen? Für einen zweiten Durchgang Seitenwechsel.

Übung 3a:

  • Für diese Torschussübung mit Rückweg benötigt man mindestens 10 Spieler.
  • Die Abstände der Hütchen zueinander betragen ca. 8 bis 12 Meter. Hütchen C sollte aber nicht zu weit von B weg sein, dafür kann man aber das Hütchentor D auf größere Distanz stellen.
  • Spieler B beginnt die Übung mit einer Auftaktbewegung. A passt den Ball, B lässt prallen und A passt zu C. B dreht sich und bekommt den Ball von C aufgelegt. B passt durch das Hütchentor D und D dribbelt zu E. E passt nach einer Auftaktbewegung von F zu F, F lässt prallen und E passt in die Tiefe zu G, wo dieser direkt zum Torabschluss kommt. E spielt den ersten Pass, sobald A zu B gespielt hat und dann im Rundlauf immer so weiter.

Übung 3b:

  • Es kann je nach Spieleranzahl 3 gegen 3 oder 4 gegen 4 gespielt werden.
  • Ein 25 x 20 Meter großes Feld aufbauen. Auf den beiden Grundlinien je zwei Tore stellen und vor den Toren im Abstand von 5 Metern je eine Endzone markieren.
  • In der Mittelzone wird nun frei gegeneinander gespielt. Die verteidigende Mannschaft muss jedoch immer einen Spieler in die Endzone vor ihren Toren abstellen, der dort ein Treffer für den Gegner verhindern soll. Niemand sonst darf diese Endzonen betreten! Wechselt der Ballbesitz die Mannschaft, kommt der Spieler aus der Endzone in die Mittelzone und ein Spieler der anderen Mannschaft muss nun in der Endzone seines Teams versuchen Tore zu verhindern.
  • Durch die Überzahl der ballführenden Mannschaft und der Umstand, dass die verteidigende Mannschaft immer nur ein Tor in der Endzone verteidigen kann, werden schnelle Seitenwechsel und direkte Torschüsse provoziert.

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