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Dez 21 2009

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Erfolgreiches Fußballtraining organisieren

Man trainiert in erster Linie um sich fußballerisch zu verbessern und um als Team zur Einheit zu finden. Aus diesem Grund sollte diese beiden Bestrebungen bei der Planung des Trainings und dessen Umsetzung im absoluten Mittelpunkt stehen. Um erfolgreich zu spielen, sollte sich alles andere dem unterordnen. In diesem Artikel wird man einige grundsätzliche Gedanken finden, die einem bei der Verwirklichung dieses Ziel behilflich sein können.

Durch attraktive und abwechslungsreiche Übungsformen versucht man die Spieler immer so gut es geht zu motivieren. Dies kann u.a. durch kleine Wettkämpfe geschehen, wo zwei Gruppen gegeneinander mit dem Ziel antreten, um als erstes eine gewisse Punktzahl zu erreichen. Ein großer Motiviationskiller ist die Langeweile, die z.B. entsteht wenn die Wartezeit zwischen den Aktionen zu groß werden. Aus diesem Grund sollte der Trainer das Training so gestalten, dass alle Spieler stets in Bewegung sind.

Bei manchen Übungen ist dies aber nicht so einfach, deswegen empfiehlt es sich da in kleinen Gruppen zu trainieren. Wenn man also über einen Trainerkollegen verfügt, teilt man zumindest im Hauptteil des Trainings die Mannschaft auf und lässt sie bis zum Abschlussspiel separat trainieren. Kleine Gruppen ermöglichen eine bessere individuelle Betreuung und führt gleichzeitig zu mehr Ballkontakten der Spieler. Allgemein sagt man, dass es Ziel des Trainers sein sollte jeden Spieler im Training ca. 500 Ballkontakte zu ermöglichen.

Ob ein Spieler jetzt 300 oder 700 Ballkontakte hat ist erfahrungsgemäß nicht das Alleinentscheidende. Vielmehr zählt die Qualität der Übung, die Konzentration des Spielers, der Einsatzwille und wenn dann auch noch eine hohe Zahl an Ballkontakten zustande kommt, kann man von einem gelungenen Training sprechen.

Weitere wichtige Aspekte die der Trainer in seiner Arbeit berücksichtigen sollte, ist eine knappe und fachkundige Erklärung des Trainingsziels, wie dessen korrekte Demonstration. Der Trainer sollte nicht alle Fehler korrigieren die er sieht, sondern im Allgemeinen sich auf Wiederholungsfehler und den Sachen betreffend des Trainingsschwerpunktes konzentrieren. Ein gewisser Trainings- und Spielfluss sollte zur Förderung der Kreativität nicht unterbunden werden.

Spielerische, individuelle und mannschaftliche Fortschritte sollte der Trainer zur weiteren Motivation positiv ansprechen. Dies bestärkt eine Mannschaft und auch einen Spieler darin den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Gute Trainingsleistungen und gute Aktionen im Training sollten unmittelbar und dezent gelobt werden. Begeisterungsstürme könnten von einigen Spielern schon als Erreichung des Gesamtziels fehlinterpretiert werden.

Vor und nach dem Training sollte eine kurze Besprechung erfolgen. Was bringt der Mannschaft die anstehende Trainingseinheit? Was erwartet der Trainer von mir? Wie kann ich dies erreichen? Nach dem Training: Was habe ich gut gemacht? Wo kann ich mich noch verbessern? Durch diese direkten Anweisungen und Rückmeldungen erleichtert man dem Spieler sich in die nötige Richtung zu entwickeln.

Was die Trainingsinhalte betrifft, so vertreten wir gewisse Vorstellungen die sich allesamt in der Praxis bewährt haben. Zum einen sollte man Schwerpunktmäßig mit vielen Wiederholungen trainieren. Somit erleichtert man dem Spieler sich auf eine Sache zu konzentrieren, was wiederum zu einer optimalen Entwicklung in diesem Bereich führen kann. Man sollte immer spielnah trainieren, das bedeutet spielnahe Abstände bei den Übungen, realistische Anordnung des Parcours im Spielfeld und Trainingsformen die häufige Spielsituationen simulieren.

Bei unserer Art zu Trainieren gibt es drei Komponenten die sich immer wiederholen. Da steht zu Beginn des Trainings, direkt nach der Besprechung, das Brasilianische Aufwärmen. Neben der körperlichen Vorbereitung auf die folgenden intensiven Aufgaben, wird der Spieler dadurch in einigen weitere Punkten verbessert. So wird aufgrund den parallel ausgeführten Aktionen der Teamgedanke und das Abstimmen auf gemeinsame Handlungen gefördert. Durch die Art der Bewegungen des Brasilianischen Aufwärmens wird zusätzlich noch die Koordination geschult.

Die zweite Komponenten die in jeder unserer Trainingseinheit zu finden ist, ist die Antrittsschnelligkeit. Durch gezielte kurze Sprints mit Richtungswechsel und Koordinationsaufgaben erreicht man das Ziel, im Wettkampf schneller am Ball zu sein als der Gegner. Außerdem wird durch dieses Training die Ausdauer der Spieler ohne spezielles Konditionstraining verbessert.

Das Trainieren der Antrittsschnelligkeit sollte nach dem Aufwärmen im ersten Drittel der Trainingseinheit gelegt werden. Wichtig ist, dass der Antritt in voller Intensität ausgeführt wird. Allgemein wird nach jeder Aktion eine Minute Pause empfohlen. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass diese auch etwas darunter liegen kann. Durch das intensive Training der Antrittsschnelligkeit läuft man auch weniger Gefahr die Spieler im Training zu unterfordern. Es erhöht die Konzentration, weil kräftebedingt auf fußballfreie Gedanken verzichtet werden muss. Durch leicht dosierte Überforderungen im Training kann auch die Antizipationfähigkeit der Spieler gesteigert werden.

Die letzte gleichbleibende Komponente im Training betrifft das Abschlussspiel. Die von uns erläuterte Ansicht mag nicht auf alle Mannschaften zutreffen, doch im mittleren Jugendbereich nach der Umstellung auf die Viererkette hat sie sich bewährt. Es werden keine besonderen Sonderregeln vorgegeben, um gewisse Spielweisen zu provozieren, sondern allein aufgrund der Mannschaftsaufstellung und den taktischen Vorgaben des Trainers ein auf das Ballorientierte fokussiertes Abschlussspiel absolviert.

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