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Jul 05 2012

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Die 5 gängigsten Grundformationen im Fußball

Die Zahlenfolge mit der im Fußball die Aufstellung eines Teams angegeben wird ist die sogenannte Grundformation. Die dreistellige Zahl gibt die Anzahl der Spieler in den drei Mannschaftsteilen an. Die erste Zahl entspricht den Abwehrspielern, die Zweite den Mittelfeldspielern und die Dritte den Stürmern. Bei manchen Grundformationen wird noch die Anzahl der defensiv und offensiv ausgerichteten Mittelfeldspielern angegeben. Dann erhält man eine vierstellige Zahlenfolge (z. B. 4-2-3-1).

Man beachte aber, dass die Grundformation nichts über das Spielsystem aussagt. Sie gibt lediglich an, in welcher Relation die Spieler zueinander agieren. Die Faktoren die ein Spielsystem ausmachen, sind z. B. wie früh wird der Gegner attackiert, wie offensiv sind die Außenverteidiger ausgerichtet, spielt man bei Ballverlust ein Gegenpressing oder weicht man zurück, spielt man bei Ballgewinn direkt nach vorne oder sichert man zunächst den Ball.

Die Verhaltensweisen bei diesen Faktoren bestimmen das Spielsystem und sind unabhängig von den Grundformationen. Ist man z. B. kurz vor Spielende im Rückstand, ist es kaum ausreichend das nummerische Zahlenverhältnis nach vorne hin zu verändern. Es muss das Spielsystem gewechselt werden, um den Druck zu erhöhen.

In den verschiedenen Grundformationen lassen sich theoretisch alle Pressingvarianten spielen. Je nach Grundformation machen jedoch manche Pressingvarianten mehr Sinn als andere. Es ist ratsam Pressingvarianten mit einer Grundformation zu kombinieren, in denen die Spieler kurze Laufwege haben. Die Kraft einer Mannschaft und die Ökonomie ihrer Spielweise entscheiden darüber, wie häufig sie im Spiel den Gegner pressen kann.

Die gegnerische Grundformation ist beim Pressing wenig von Bedeutung. In der Regel agieren alle Gegner mit einer Viererabwehrkette, zentralen und äußeren Mittelfeldspielern. Die gegnerische Grundformation ist jedoch beim eigenen Spielaufbau von sehr großer Bedeutung. Wo sind freie Räume? In welchen Spielfeldregionen hat man Überzahl? Ist dies im Zentrum der Fall, weil man selbst z. B. im 4-2-3-1 und der Gegner im 4-4-2-flach spielt, bietet es sich an das Spiel durchs Zentrum aufzubauen.

Im folgenden werden die fünf gängigsten Grundformationen vorgestellt. Es werden Vor- und Nachteile der Formationen genannt und welche Pressingvarianten dazu passen. Oben links die Grafik zeigt immer ein Mittelfeldpressing bei zentraler Ballposition und oben rechts eine sich daraus entwickelnde Pressingsituation. Auf den unteren beiden Grafiken findet man weitere zur Grundformation passende Pressingvarianten.

4-4-2-Flach

Pressing in der Grundformation 4-4-2-Flach

Vorteile bei Ballbesitz: Stehen beide ST, wie auch beide 6er zunächst eng zusammen, können sie in freie Räume ausschwärmen. Postieren sich die MA nach innen eingerückt, können sie sich Richtung Seitenlinie lösen. Spielt der Gegner mit nur einem 6er, kann man Überzahl zentral vor der Abwehr erreichen.

Vorteile im Spiel gegen den Ball: Stehen beide ST, wie auch beide 6er gestaffelt zueinander, ist es schwer durch sie hindurch zu spielen. So werden Pässe auf den doppelt besetzten Flügeln provoziert. Hier kann der Gegner mit wenig Laufleistung der Spieler gedoppelt werden. Mit zwei 6er steht man zentral vor der Abwehr sehr kompakt. Leicht zu organisierendes Abwehrpressing, indem sich das Mittelfeld entsprechend einer Viererabwehrkette verhält.

Nachteile bei Ballbesitz: Kein 10er vorhanden der zentral vor der gegnerischen Abwehr Bälle verteilen könnte. Hohe Laufleistung und spielerische Qualitäten der AV nötig.

Nachteile im Spiel gegen den Ball: Spielt man gegen Mannschaften mit drei zentralen Mittelfeldspielern (z. B. 4-2-3-1) hat man hier mit Unterzahlsituationen zu kämpfen. Der Gegner kann so seinen Spielaufbau durchs Zentrum gestalten und besitzt durch die zentrale Ballposition viele Spielfortsetzungsmöglichkeiten.

Ball zentral (Pass nach außen provozieren): ST stehen gestaffelt, ballnaher 6er schiebt vor und bildet mit den gestaffelten ST ein Abwehrdreieck. Die MA verbreitern das Dreieck. Zweiter 6er schiebt hinterm verbreiterten Dreieck in mögliche Passlücken. Viererkette schiebt hoch und AV sind leicht vorgerückt. Erfolgt ein Querpass zum anderen IV: Beide ST und beide 6er wechseln jeweils ihre Positionen.

Ball außen: Ballnaher MA übt Druck aus. Ballnaher ST stellt Rückpass zu. Ballferner ST bildet zusammen mit ballnahem MA und ST ein Abwehrdreieck. Ballnaher AV schiebt ins Mittelfeld hoch. Ballnaher 6er schiebt zum Doppeln nach außen. Ballferner 6er sichert den Raum vor der Abwehr. Ballferner MA stellt einen möglichen Antipressingball zu. Die restlichen Abwehrspieler schieben leicht zur Ballseite.

Nach innen steuern: Ballnaher ST absolviert einen Bogenlauf von innen nach außen zum angespielten IV. Ballnaher MA absolviert einen Bogenlauf nach außen und hoch zum angespielten AV. Gegnerischer 6er wird nur weit gedeckt. Mit dem Anspiel zu ihm wird er vom zweiten ST und dem ballnahem 6er gedoppelt. Ballnaher AV schiebt ins Mittelfeld hoch. Ballferner 6er sichert den Raum vor der Abwehr. Ballferner MA stellt einen möglichen Antipressingball zu. Die restlichen Abwehrspieler schieben leicht zur Ballseite.

Nach außen steuern: Wie nach innen steuern, jedoch absolviert der ballnahe MA nun einen Bogenlauf hoch-außen. Beide ST und der ballferne 6er und MA stellen mögliche Anspielstationen zu. Der gegnerische Außenspieler wird von AV und ballnaher 6er zunächst weit gedeckt und nach dem Anspiel gedoppelt. Ballnaher MA stellt nach seinem Bogenlauf einen Rückpass zu.

4-4-2-Raute

Pressing in der Grundformation 4-4-2-Raute

Vorteile bei Ballbesitz: Aufgrund drei zentraler Offensivspieler erreicht man Überzahl zentral vor der gegnerischen Abwehr. Hohe Angriffsflexibilität durch die beiden MA aus dem Halbfeld. AV können sich aufgrund ihrer tiefen Ausgangsposition überraschend in die Offensive einschalten. Besonders in Verbindung mit Spielverlagerungen kann dies sehr effektiv sein.

Vorteile im Spiel gegen den Ball: Kompakt im Zentrum. Stark gegen Spielaufbau durchs Zentrum. Stark gegen gelenktes Pressing nach innen. Ballverluste im Zentrum ermöglichen ein effektives Gegenpressing.

Nachteile bei Ballbesitz: Hohe Laufleistung und spielerische Qualitäten der AV nötig. Anfällig für Konter, aufgrund der schwachen Rückverteidigung.

Nachteile im Spiel gegen den Ball: Am Flügel kann aufgrund weiter Wege der MA schwer gedoppelt werden. Spielaufbau des Gegners über außen kaum zu verhindern. Besonders anfällig gegen Grundformationen mit zwei Stürmern, da man mit einem 6er zentral vor der Abwehr nicht ausreichend kompakt ist.

Ball zentral (Pass nach innen provozieren): Die ST stehen weit auseinander und bilden jeweils mit MA und 10er Dreiecke. Außerdem stehen sie jeweils außen von den gegnerischen IV, so dass Pässe nach innen provoziert werden.

Ball innen: Nach einem Pass von IV ins Zentrum schiebt der ballnahe ST in den Pass rein. Ballnaher MA und 10er rücken zum angespielten Gegner und doppeln ihn. Ballferner ST stellt Rückpass zum zweiten IV zu. Ballnaher AV stellt Anspielstation am Flügel zu.

Gegner bricht am Flügel durch: In dieser Grundformation lässt sich ein Flügelspiel des Gegners kaum permanent unterbinden. Um trotzdem effektiv verteidigen zu können, soll der gegnerische Außenspieler immer von AV und ballnahem MA gedoppelt werden. Ballnaher ST stellt dann einen Rückpass auf AV zu. 6er und 10er verhindern Pässe ins Zentrum. Ballferner ST schiebt zur Ballseite und ballferner MA stellt situativ Anspielstationen zu oder „zockt“ auf Ballgewinn.

Innenverteidiger pressen: Die ST stehen wieder breiter als die gegnerischen IV. Pässe ins Zentrum werden zugestellt. Erfolgt ein Pass von einem IV zum anderen, so schiebt der ballnahe ST in den Pass und stellt die Spielverlagerung zu. Der zweite ST läuft den angespielte IV an. Der 10er kommt von innen dazu und der IV kann gedoppelt werden. Die Mitspieler schieben nach, um mögliche Anspielstationen für den IV zuzustellen.

4-3-3

Pressing in der Grundformation 4-3-3

Vorteile bei Ballbesitz: Nach einer Balleroberung besitzt man drei tiefe Anspielpunkte. Die Stürmer können sich gegenseitig Räume öffnen. Zwei „Ballverteiler“ hinter drei Stürmern.

Vorteile im Spiel gegen den Ball: Kompakt im Zentrum. Dadurch, dass die AS tiefer als ST agieren und die 10er die Passlücken besetzen, ist ein Pass ins Zentrum zu verhindern.

Nachteile bei Ballbesitz: Hohe Laufleistung und spielerische Qualitäten der AV nötig. Anfällig für Konter, aufgrund einer schwachen Rückverteidigung.

Nachteile im Spiel gegen den Ball: Das Flügelspiel des Gegners ist kaum zu unterbinden, da weite Wege zum Doppeln. Probleme bei zwei gegnerischen Stürmern im zentralen Bereich vor der Abwehr, da nur ein 6er.

Ball zentral (Pass nach außen provozieren): ST übt Druck auf ballführenden IV aus. Außenstürmer (AS) bilden zusammen mit ST ein Dreieck. Hinter den Schnittstellen des Dreiecks schieben die beiden 10er. Die Viererkette schiebt hoch und die AV sind leicht vorgerückt.

Ball außen: Ballnaher AS übt Druck auf den ballführenden Gegner aus. ST stellt Rückpass zum ballnahen IV zu. Ballnaher 10er bildet mit ST und AS ein Dreieck um Pässe ins Zentrum zu verhindern. Ballnaher AV schiebt ins Mittelfeld hoch. Ballferner AS stellt einen möglichen Antipressingball zu. 6er schiebt zur Ballseite um hier situativ den Gegner zu doppeln. Der ballferne 10er sichert das Zentrum vor der Abwehr. Die restlichen Abwehrspieler schieben leicht zur Ballseite.

Nach innen steuern: ST läuft den ballführenden IV im Bogen von innen nach außen an. Die beiden AS stellen Querpässe zu den benachbarten Abwehrspielern zu. Der ballnahe gegnerischer 6er (zu ihm wird durch den Bogenlauf des ST ein Passweg geöffnet) wird vom ballnahem 10er und dem 6er weit gedeckt. Sobald der Pass zu ihm erfolgt wird er gedoppelt. Der ballferne 10er stellt eine mögliche Spielverlagerung zu. Die Viererkette schiebt hoch und die AV sind leicht vorgerückt. Die drei Stürmer stellen nach dem Pass des IV alle Rückpassmöglichkeiten zu.

Innenverteidiger pressen: Die beiden ballnahen Stürmer laufen den ballführenden IV jeweils im Bogen von außen nach innen an. Der IV wird so von beiden Seiten attackiert. Der ballnahe 10er startet dazu und stellt dabei mögliche Pässe ins Zentrum zu. Die anderen zwei Mittelfeldspieler schieben Richtung Ball um mögliche Anspielstationen zuzustellen. Der ballnahe AV schiebt hoch, um eventuell entstehende Anspielstationen auf dem Flügel zuzustellen. Falls alle Anspielstationen zugestellt sind, kann der ballferne AS vorschieben und auf eine Balleroberung „zocken“.

4-2-3-1

Pressing in der Grundformation 4-2-3-1

Vorteile bei Ballbesitz: Nach einer Balleroberung besitzt man drei tiefe Anspielpunkte. Hinter den drei Offensivspielern agiert noch ein „Ballverteiler“ (zwischen Abwehr und Mittelfeld des Gegners). Nach einem Ballverlust ist man weniger Anfällig für ein Konter, da zumindest ein 6er immer hinterm Ball bleibt. Durch situatives Einschalten eines 6ers in die Offensive ist man schwer auszurechnen.

Vorteile im Spiel gegen den Ball: Kompakt im Zentrum. Spielaufbau durchs Zentrum für den Gegner schwer möglich. Kompakt zentral vor der Abwehr. Auch sicher gegen Mannschaften mit zwei Stürmern.

Nachteile bei Ballbesitz: Wenig Möglichkeiten für ST im Angriff. Kein zweiter ST vorhanden der Räume öffnen könnte.

Nachteile im Spiel gegen den Ball: Das Flügelspiel des Gegners ist schwer zu unterbinden, da weite Wege zum Doppeln. Wird der Gegner nach außen gesteuert, erfordert dies eine hohe Laufleistung der MA.

Ball zentral (Pass nach außen provozieren): ST übt Druck auf ballführenden IV aus. MA bilden zusammen mit ST ein Dreieck. Hinter den beiden Schnittstellen des Dreiecks schiebt situativ der 10er. Dies soll Pässe ins Zentrum verhindern. Die Viererkette mit den beiden 6ern schieben hoch. AV sind leicht vorgerückt.

Ball außen: Ballnaher MA übt Druck auf den ballführenden Gegner aus. ST stellt den Rückpass zum ballnahen IV zu. 10er bildet mit ST und MA ein Dreieck um Pässe ins Zentrum zu verhindern. Ballnaher AV schiebt ins Mittelfeld hoch. Ballferner MA stellt einen möglichen Antipressingball zu. Der 6er schiebt zur Ballseite um hier situativ den Gegner zu doppeln. Der ballferne 6er sichert das Zentrum vor der Abwehr. Die restlichen Abwehrspieler schieben leicht zur Ballseite.

Nach innen steuern: ST läuft ballführenden IV im Bogen von innen nach außen an. Ballnaher MA stellt Pass zum AV zu. Passweg zum gegnerischen 6er wird geöffnet. Sobald der Pass erfolgt, wird dieser vom 10er und ballnahem 6er gedoppelt. Der ballferne MA stellt eine mögliche Spielverlagerung zu. Der zweite 6er sichert das Zentrum vor der Abwehr. Der ballnahe AV rückt ins Mittelfeld um mögliche Anspielstationen zuzustellen.

Nach außen steuern: Wie nach innen steuern, jedoch absolviert der ballnahe MA nun einen Bogenlauf hoch-außen. Gegnerischer Außenspieler wird von AV und ballnaher 6er zunächst weit gedeckt und nach dem Anspiel gedoppelt. Ballnaher MA stellt Rückpass zu. 10er und ballferner 6er stellen mögliche Pässe ins Zentrum zu. Ballferner MA entscheidet situativ ob er in der Defensive aushelfen muss oder auf einen Ballgewinn „zocken“ kann.

4-1-4-1

Pressing in der Grundformation 4-1-4-1

Vorteile bei Ballbesitz: Effektives Doppelpassspiel oder Spiel über den Dritten am Flügel möglich. Aufgrund von zwei 10ern hat man hier nur kurze Wege zum Ball. Flexibel beim Spiel nach Vorne. Man verfügt über zwei „Ballverteiler“ hinter der Spitze. Ein 10er kann überraschend zum Angreifer werden und Räume für ST öffnen. Mit den offensiv ausgerichteten MA hat man weitere Anspielpunkte in der Tiefe. Bei äußerer Ballposition kurze Wege für die 10er in den Raum hinter den AV zu starten (Vorlaufen). Durch kompaktes Zentrum günstig für Gegenpressing.

Vorteile im Spiel gegen den Ball: Der Gegner kann am Flügel gedoppelt werden. Starkes Abwehrpressing möglich, indem sich das Mittelfeld entsprechend einer Viererabwehrkette verhält. Zwischen den Mannschaftsteilen befindet sich zusätzlich noch ein 6er. Ein IV muss so seltener aus der Viererkette raus. Denn in diesem Fall entsteht jeweils ein Raum in seinem Rücken, in dem ein Gegner angespielt werden kann.

Nachteile bei Ballbesitz: Berechenbar in der Offensive, weil kein defensiver Mittelfeldspieler sich situativ einschaltet. Der einzige 6er bleibt bei einem Angriff die Rückverteidigung. Aus der Tiefe startende AV sind weniger überraschend.

Nachteile im Spiel gegen den Ball: Steuerung des gegnerischen Spielaufbaus ist schwierig. Aufgrund nur eines 6ers, kann es zu Problemen gegen zwei Stürmern kommen. Bei Unachtsamkeit (eine Lücke in der Schnittstelle) kann der Gegner mit einem gezielten Pass das komplette Mittelfeld überspielen.

Ball zentral (Pass nach außen provozieren): ST übt Druck auf den ballführenden IV aus. Die vier Mittelfeldspieler postieren sich mit geringen Abständen zueinander hinter ST. Der 6er schiebt hinter möglichen Passlügen. Die Viererkette schiebt hoch und die AV rücken leicht vor.

Außenverteidiger pressen: Der Ballnahe MA übt Druck auf AV aus. ST stellt Rückpass zum ballnahen IV zu. Ballnaher AV schiebt ins Mittelfeld hoch. Der ballnahe 10er läuft im Bogen hoch-außen (Verhinderung eines Passes ins Zentrum) den Außenverteidiger an und doppelt ihn zusammen mit MA. Der 6er schiebt auf die Position des ballnahen 10ers. Zusammen mit den zwei doppelnden Mittelfeldspielern bilden die anderen drei Mittelfeldspieler eine Abwehrsichel (Sicherung der Tiefe). Die restlichen drei Abwehrspieler schieben leicht zur Ballseite.

Nach innen steuern: ST absolviert einen Bogenlauf von innen nach außen zum ballführenden IV. Der ballnahe MA stellt den Passweg zum AV zu. Der ballnahe gegnerische 6er wird von den beiden 10er nur weit gedeckt. Mit dem Pass zu ihm wird er gedoppelt (ballferner 10er absolviert dabei einen Bogenlauf zur Verhinderung eines Rückpasses). ST stellt den Rückpass zu. Der ballferne MA stellt mögliche Spielverlagerungen zu. 6er und Viererkette schieben Richtung Ball.

Aus dem Spiel zu AV steuern: ST agiert zwischen IV und 6er und hat die Aufgabe Spielverlagerungen zuzustellen. Das 4er-Mittelfeld agiert entsprechend einer Viererabwehrkette. Erfolgt der Pass zum AV, wird dieser wie zuvor beschrieben gepresst.

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10 Kommentare

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  1. Initiative abwehrkette.de

    Fallen Euch weitere Vor- und Nachteile zu den einzelnen Grundformationen ein? Dann bitte hier posten! 🙂

  2. Daniel

    Hallo,

    spiele selbst mit meiner U15 bzw ab jetzt U17 das 4-4-2 ( Raute ). Da würde mir ergänzend einfallen das dieses System ein extrem schnelles Umschaltspiel nach vorn ermöglicht, da man die „Zehn“ direkt nach Balleroberung als Anspielstation bereit hat und noch 2 Stürmer davor. Die „Zehn“ dreht auf und es folgt der Pass in die Tiefe. Man sieht desöfteren das es echt schwer zu verteidigen ist ^^

    Wieder einmal ein Super Artikel. Mein ganzes Wissen der Raumdeckung verdanke ich übrigens dieser Seite und allen Büchern…

    Thanks

    Daniel

  3. Konrad

    Da ich nicht über starke AV verfüge, würde mich eine ähnliche Aufarbeitung für das 3-5-2 interessieren. Ich überlege, das zur neuen Saison mal auszuprobieren.

  4. zenker

    gestern hatte ich das problem, dass bei meinem system 4-2-3-1 die viererkette beim spielaufbau zugestellt war . wer hat hierzu eine loesungsmoeglichkeit?

  5. Initiative abwehrkette.de

    IV jeweils neben den Strafraum. Ein 6er zentral davor. 10er lässt sich dafür auf die Doppel-6 fallen und ST auf die 10.

  6. Stefan

    Hallo abwehrkette,

    könntet ihr mal einen Atikel zum Thema Defensivformation vs. Offensivformation machen?
    Mir ist in dieser Bundesliga-Halbserie aufgefallen, dass viele Teams im 4-2-3-1 angreifen aber im 4-4-2 verteidigen?Warum?

    Sportlicher Gruß,
    Stefan

  7. Luigi

    Hallo abwehrkette,

    könnt Ihr bitte etwas über das 4-3-2-1-System reinstellen?
    Habe es nun 1,5 Jahre gespielt unter meinem Trainer.
    Jetzt bin ich selber Spielertrainer und will dieses System beibehalten.

    Danke im Voraus.

    Viele Grüße aus Aschaffenburg,
    Luigi

  8. bernd

    Mit welchem system spiele ich am besten gegen 4-1-4-1?
    Gruss Bernd

  9. Markus

    Hallo ihr lieben habt ihr für mich eine paar oder auch eine gute Trainings Übung zum Thema:
    Intelligentes einschalten der Abwehrspieler in den Spielaufbau ???

  10. Initiative abwehrkette.de

    Schau Dir mal die Artikel über Spielaufbau an (gibt es ja reichlich) und den Artikel über Außenverteidiger.

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