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Jun 21 2010

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Mit der Angriffsstrategie „3 plus 2“ Torchancen kreieren

Diese Staffelungen sind im Spielaufbau notwendig um möglichst viele Anspielstationen zu schaffen.

Diese Staffelungen sind im Spielaufbau notwendig um möglichst viele Anspielstationen zu schaffen.

Zur Genüge haben wir hier aufgezeigt, wie man gegen übermächtige Gegner mit der richtigen Taktik defensiv sehr effektiv spielen kann. Kompaktheit, Abwehrpressing, Abwehrdreieck, Abwehrsichel, Zweikampfstärke, Kommunikation, Kollektiv und Doppeln lauten die Stichworte einer zeitgemäßen Verteidigung.

In dem heutigen Artikel widmen wir uns daher nicht der Defensive, sondern dem Offensivspiel. Ist es auch in der Offensive mit der richtigen Taktik möglich sich gegen überstarke Mannschaften durchzusetzen? Ja es geht und an dieser Stellen möchten wir die passende Vorgehensweise beschreiben. Grundvoraussetzung für eine Umsetzung wird natürlich das Ballorientierte Spiel sein. Wir empfehlen schon seit langem das Spiel mit zwei Viererketten.

Die grundlegenste Möglichkeit eine Torchance zu kreieren ist der Spielaufbau. Dieser findet immer dann statt, wenn der eigene Torwart im Ballbesitz ist, wenn der Gegner ins Toraus geschossen hat und wenn die Abwehr den Ball erobert hat. Also eine Situation die man unzählige Male in einem Spiel hat und jedesmal eine Chance zum Erspielen einer Tormöglichkeit bietet.

Beim Spielaufbau gilt es sich in Breite und Tiefe zu staffeln, um möglichst viele Dreiecksbildungen zu schaffen. Je mehr Dreiecksbildungen, desto mehr Anspielstationen. Beim Spielaufbau machen die Außenverteidiger das Spiel breit und rücken dabei leicht nach Vorne. Die beiden zentralen Mittelfeldspieler staffeln sich in die Tiefe. Die beiden Mittelfeldaußen besetzen die Halbpositionen. Die beiden Angreifer staffeln sich in Breite und Tiefe, um auch miteinander kombinieren zu können. Die Innenverteidiger bleiben hinter dem Ball im Rückraum, um zusätzliche Anspielstationen zum Seitenwechsel zu bieten.

Der ballführende Mitspieler am Flügel wird immer hinterlaufen!

Der ballführende Mitspieler am Flügel wird immer hinterlaufen!

Ziel sollte es nun sein den Ball kontrolliert in die gegnerische Hälfte zu befördern. Dies kann z.B. mittels Doppelpass und Direktspiel geschehen. Wichtig ist es darauf zu achten, dass man offene Passwege schafft, indem man sich aus dem Deckungsschatten des Gegners bewegt. Man achtet auf eine offene Spielstellung, so dass man den zugespielten Pass schon mit dem ersten Kontakt in den offenen Raum mitnehmen kann. Jeweils drei komplette Trainingseinheiten zu den Themen DoppelpassPasswege öffnen und Ballan- und Ballmitnahme findet man in dem Trainingsbuch von Martin Hasenpflug Fußballtraining mit Kids.

Die weitere Vorgehensweise entscheiden wir nach der Ballposition. Ist der Ball am Flügel, wird immer der ballführende Mitspieler hinterlaufen! Dieser dribbelt währenddessen nach Innen. Nun hat er die Möglichkeit den Ball nach außen zu dem Hinterlaufenden zu passen oder weiter zu dribbeln. Spielt er nach außen, so kann der Mitspieler einen diagonalen Flugball in den gegnerischen Strafraum flanken.

Spielt derjenige der hinterlaufen wird jedoch nicht nach außen, sondern dribbelt er weiter nach Innen, ergeben sich durch die Ballposition im Zentrum neue Möglichkeiten zur Spielfortsetzung: Die beiden vordersten Mitspieler im Dreieck mit ihm, wechseln ihre Position (kreuzen) und spekulieren dabei auf einen Pass in die Tiefe. Ein Dritter Spieler startet dem Ballführenden entgegen und ein vierter Spieler kreuzt mit dem Dritten und startet in die Tiefe.

Die beiden Mitspieler im Dreieck mit dem Ballführenden kreuzen und zwei weitere Spieler kreuzen ebenfalls.

Die beiden Mitspieler im Dreieck mit dem Ballführenden kreuzen und zwei weitere Spieler kreuzen ebenfalls.

Diese Vorgehensweise absolviert man nicht nur nach einem Dribbling ins Zentrum, sondern auch wenn der Ball ins Zentrum gepasst wird. Es wird ständig Blickkontakt gehalten und die kreuzenden Laufwege werden mit einer Temposteigerung absolviert.

Für die Mannschaft gilt es schon frühzeitig die Situation zu erkennen, so dass die Laufwege direkt mit dem ersten Ballkontakt des Mitspielers (oder sogar noch früher) absolviert werden. Ziel muss es sein den Ballführenden ohne Gegnerdruck anzuspielen. So hat er die wertvollen 3-4 Sekunden um seine Mitspieler kreuzen zu lassen und die dadurch entstehenden Lücken im gegnerischen Abwehrverbund zu erkennen und den Pass in die Tiefe zu spielen. Drei komplette Trainingseinheiten zum Thema „Pass in die Tiefe“ finden sich ebenfalls im genannten Buch.

Schafft man es den Ball auf den Flügel hinter der Abwehr zu bekommen. So kann der Ball entweder flach in den Rückraum zu einem Mitspieler abgelegt oder auf den zweiten Pfosten geflankt werden. Beim Hereinstarten in den Strafraum müssen die Spieler auf eine Staffelung achten. Je näher die Mitspieler zum Flankengeben stehen, desto näher befinden sie sich am Tor. Wichtig ist es auch, dass die Spieler mit höchsten Tempo und erst zum Zeitpunkt der Hereingabe zum Ball starten.

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